Zum
besseren Vergleich habe ich mit dem Grafikprogramm den ersten Bussard
etwa auf die gleiche Größe gebracht wie den zweiten und beide Bilder
zusammengefügt, so dass man deutlich sehen kann, was Gegner des
digitalen Zooms schon immer gesagt haben - Leere Vergrößerung. Das kann
ich genau so gut hinterher am PC machen. Ich befürchte, dass ein
Telekonverter nur geringfügig bessere Ergebnisse bringt. Aber den
Versuch ist es wert. Und es bedarf nicht einmal viel Aufwand, um für
solche Super-Tele-Aufnahmen eine Art optische Bank auf das Stativ zu
setzen, die Kamera und aufgesetzten Konverter unterstützen, so dass das
Gewicht nicht getragen werden muss von der Zoom-Mechanik der Kamera.
Aber dann habe ich natürlich auch wieder gleich so viel Gepäck, dass
ich kaum noch merke, dass ich eigentlich eine Kompaktkamera habe...
Nachtrag 30. 4. 2009
inzwischen
habe ich mehrfach mit Digizoom fotografiert und bekam nach und nach den
Eindruck, dass ich mein Vorurteil revidieren müsste. Ich habe deshalb
soeben einen weiteren Test gemacht. Ich habe die Kamera auf das Stativ
geschraubt und aus ca. 4m Entfernung zweimal den gleichen Buchstaben
fotografiert, links mit 4-fach Digizoom, rechts nur mit 20-fachem
optischen Zoom, nachträglich auf die gleiche Größe vergrößert, beide
Fotos ohne weiter Bearbeitung.
Nach diesem Ergebnis werde ich doch Zoom-Aufnahmen von Vögeln weiter mit Digital-Zoom machen...
Die
Interpolation auf der Basis der gesamten Pixelzahl beim Digizoom ist
besser als jede nachträgliche Bearbeitung auf der Basis der im
Verhältnis viel kleineren Fläche. Das Ergebnis bei der sehr viel
schlechtern Beleuchtung täuscht darüber hinweg.
Auch
das normale JPEG- Bild ist verändert, wenn ich die Qualität des
Grafikprogramms wirklich nutzen möchte, müsste ich die Originalaufnahme
unkomprimiert abspeichern, aber dieser Aufwand ist mir am Ende zu groß.
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