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GRADIDO - Die Natürliche Ökonomie des Lebens- Buch von B. Hückstädt mit Bildern von R. Irmscher
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10.09.12 02:08
dlaniar 

Administrator





Das große Kreditangebot wird die Fantasie beflügeln, neue Finanzprodukte zu entwickeln. Diese können sowohl privat als auch über Finanzdienstleister gehandelt werden. Denkbar sind neuartige Rentenmodelle: Menschen mittleren Alters helfen jungen Menschen bei deren Hausbau oder Firmengründung und erhalten dafür im Alter eine Zusatzrente. Ein anderes Produkt könnte sich mit der komfortablen Realisation von Sabbatjahren befassen: die Kunden planen Zeiten, in denen sie nicht arbeiten wollen. Im Gegenzug ermöglichen sie anderen das gleiche.

Wie wir sehen, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Genau genommen geht es hierbei auch nicht in erster Linie um Finanzprodukte, sondern um vielfältige Möglichkeiten der Lebensplanung und Lebensgestaltung, die in der Natürlichen Ökonomie des Lebens sehr leicht realisierbar sind. Ein ideales neues Geschäftsfeld für Kundenberater von Banken und Versicherungen sowie für Finanzdienstleister aller Art.

10.09.12 05:44
dlaniar 

Administrator










Aufgrund der Vergänglichkeit besteht das größte Risiko darin, keinen Kredit zu vergeben. Jeder für den Kreditgeber auch noch so ungünstige Kredit wäre besser. Das heißt jetzt nicht, dass man ungünstige Kredite vergeben soll. Doch es bedeutet, dass das Kreditrisiko sehr gering ist. Sollten von zehn vergebenen Krediten zwei »platzen«, hat man immer noch den Vorteil von acht vergebenen Krediten, denn das Geld der beiden geplatzten Kredite wäre ohnehin weg, wenn man diese Kredite nicht vergeben hätte.

Selbstverständlich sind Kreditverträge genauso verbindlich wie in der heutigen Zeit. Dabei hat es der Kreditnehmer sehr leicht, seine Kredite zurück zu bezahlen, denn Geld ist allgemein reichlich vorhanden und fließt daher auch sehr großzügig. Das Risiko, zahlungsunfähig zu werden, ist viel geringer als im jetzigen System. Es wird daher kaum zu Ausfällen kommen.

Zuletzt bearbeitet am 12.11.12 09:17

10.09.12 06:04
dlaniar 

Administrator





In einem solch fruchtbaren Umfeld wird es viele inspirierte Geschäftsideen geben. Die Leute haben reichlich Geld und geben es wegen der Vergänglichkeit auch gerne aus. Gute Produkte und Dienstleistungen, die das Leben schöner machen, haben gute Chancen am Markt. Exzellente Zeiten für Gründer!

Viele Menschen werden großes Interesse haben, in neue Unternehmen zu investieren. Laufen die Geschäfte gut, können sie positive Renditen erhalten, was ja bei den zinslosen Krediten nicht möglich gewesen wäre. Wieder ein ideales Geschäftsfeld für gute Finanzdienstleister und Berater. Vorstellbar sind auch neuartige Gründerportale, die Erfinder und Entwickler mit Anlegern und Geschäftsleuten zusammenbringen.

10.09.12 06:22
dlaniar 

Administrator





In der heutigen Zeit müssen in alle Preise Zinsen, Steuern und sonstige Abgaben einkalkuliert werden. Das verteuert entweder die Preise oder führt zu einem gnadenlosen Verdrängungswettbewerb, den nur die großen Discounter überleben. Beides zeigt sich zurzeit auf allen Ebenen.

In der Natürlichen Ökonomie des Lebens sind Kredite normalerweise zinsfrei. Es müssen also keine verdeckten Zinsen in die Produkte einberechnet werden. Die Preise werden wieder fair, und der Wettbewerb zwischen Discountern und Einzelanbietern entzerrt sich.

10.09.12 06:40
dlaniar 

Administrator





Über die Vorteile für die Kreditgeber wurde bereits geschrieben: durch Kreditvergabe kann man seinen Geldwert speichern. Diese Vorteile sind so groß, dass es möglicherweise sogar negative Zinsen bei Krediten geben wird. Und damit sind wir bei den Vorteilen für die Kreditnehmer. Wer heutzutage ein Haus auf Kredit bauen muss, bezahlt im Laufe der Jahre unter Umständen die dreifache Summe zurück. Je länger die Kreditlaufzeit, umso mehr muss der Kreditnehmer zurückbezahlen.

In der natürlichen Ökonomie des Lebens ist das ganz anders. Der maximale Betrag, den ein Kreditnehmer zurück bezahlen muss, ist der Kreditbetrag. Beide Parteien, Kreditgeber und Kreditnehmer genießen also große Vorteile durch den Kredit. Sie genießen damit echte WIN-WIN-Situationen.

10.09.12 08:48
dlaniar 

Administrator





In den vergangenen hundert Jahren hat die Menschheit mehr Umwelt zerstört als in tausenden Jahren zuvor. Die Abholzung der Regenwälder, Ausrottung vieler Tier- und Pflanzenarten, Vergiftung von Wasser und Luft, Atomenergie, Industrie- und Autoabgase, Massentierhaltung, Elektrosmog und vieles mehr bringen das ökologische System unserer Erde an seine Grenzen.

Trotzdem wird heutzutage Umweltschutz nur dann betrieben, wenn es sich »rechnet«. Und damit es sich »rechnet« werden die absurdesten Verrechnungsformen eingeführt, wie zum Beispiel der Zertifikate-Handel für CO2-Emissionen. Abgesehen davon, dass man jetzt das Kohlendioxid als Klimakiller Nummer eins gebrandmarkt hat, ist dies nichts weiter als moderner Ablasshandel. Und die Umweltzerstörung geht weiter.

Die Natürliche Ökonomie des Lebens gründet auf die dreifache Geldschöpfung. Jeden Monat werden 3 mal 1000 Gradido pro Person geschöpft: 1000 Gradido für das Grundeinkommen, 1000 Gradido für den Staatshaushalt und 1000 Gradido für den Ausgleichs-und Umweltfonds (AUF). Jedem Land steht damit ein zusätzlicher Haushalt zum Schutz und zur Sanierung der Umwelt zur Verfügung, und zwar in derselben Höhe wie der eigentliche Staatshaushalt. Damit ist die Natürliche Ökonomie des Lebens das einzige uns bekannte Geld- und Wirtschaftssystem, das Umweltsanierung und Umweltschutz einen so hohen Stellenwert verleiht.

Der Ausgleichs- und Umweltfonds ist ein Garant dafür, dass das Wohl der Umwelt bei allen Menschen an erster Stelle steht. Auch »Geldmenschen« werden ihre Liebe zu Mutter Erde wieder finden.

10.09.12 09:23
dlaniar 

Administrator





Wirtschaft arbeitet mit Anreizen. Das stärkste Anreizsystem in der Wirtschaft ist das Geld. Im alten System schafft das Geld keine eindeutigen Anreize für das Leben. Im Gegenteil, meistens schafft es zerstörerische Anreize: für Umweltzerstörung, für die Ausbeutung der anderen, für Krieg. Selbst der gutwilligste Mensch ist zerrissen in einem ständigen Konflikt zwischen seinem Gewissen und seiner Ethik auf der einen Seite und den finanziellen Anreizen auf der anderen. Unser derzeitiges Geldsystem erzwingt lebensfeindliches Verhalten geradezu. Und so verwundert es nicht, dass die Kriegsindustrie weltweit einer der stärksten Industriezweige ist. Es ist pervers, dass wir Menschen, die wir uns in der Lage befinden, möglicherweise bald von diesem Erdball zu verschwinden, unsere stärksten wirtschaftlichen Kräfte in einen Industriezweig stecken, dessen Zweck es ist, uns gegenseitig umzubringen! Unser heutiges Wirtschaftssystem ist eindeutig auf Selbstzerstörung programmiert.

Die Natürliche Ökonomie des Lebens bietet eindeutige Anreize für das Leben. Ihr oberstes Entscheidungskriterium ist das Dreifache Wohl: das Wohl des Einzelnen, das Wohl der Gemeinschaft und das Wohl des großen Ganzen. Aus dem Dreifachen Wohl leitet sich die Dreifache Geldschöpfung ab: Grundeinkommen, Staatseinkommen und Aus- gleichs- und Umweltfonds. Das Geld wird durch das Leben direkt geschöpft und bietet auf allen Ebenen Anreize, sich für das Leben zu entscheiden und lebensfreundlich zu verhalten. Auf besondere Weise trifft dies auf den Ausgleichs- und Umweltfonds zu, der umweltfreundliche Aktivitäten subventioniert.

Auch hier gilt wieder das Prinzip, dass positive Motivation um ein Vielfaches besser ist als Strafandrohung. Indem wir das Gute belohnen, fördern wir die positiven Gefühle im Menschen. Freude, Stolz, Selbstbewusstsein, Gemeinschaftsgefühl, Verantwortungsgefühl usw. heben die Lebensqualität eines jeden einzelnen Menschen und damit auch der Gemeinschaft. Medizinisch gesehen werden im Gehirn der Menschen Endorphine ausgeschüttet. Das sind Glückshormone die zu Wohlgefühl und dauerhafter Gesundheit beitragen.

Wie wir sehen, ist auch hier wieder das Dreifache Wohl gewahrt. Die einzelnen Menschen werden glücklicher und gesünder. Dadurch erhöht sich die Lebensqualität innerhalb der Gemeinschaft. Dies wurde hervorgerufen durch die Belohnung bzw. Subventionierung umweltfreundlicher Aktivitäten, also durch Maßnahmen zum Wohle des großen Ganzen.

10.09.12 10:15
dlaniar 

Administrator





Die Erde kann genug Nahrung für alle produzieren; allerdings nicht mit täglich drei Fleischmahlzeiten. Die heutige Massentierhaltung ist ein abscheuliches Verbrechen an der lebendigen Natur. Die Tiere werden zu Lebzeiten gequält und anschließend auf barbarische Weise dahingeschlachtet. Für eine Fleischmahlzeit werden über dreißigmal mehr Ressourcen verbraucht, als für eine vergleichbare pflanzliche Mahlzeit. Die Massentierhaltung gilt als einer der größten Umweltsünder, noch vor Auto- und Industrieabgasen.

Vegane, also rein pflanzliche Mahlzeiten ganz ohne tierische Produkte können mindestens so schmackhaft und abwechslungsreich zubereitet werden, wie andere. Alles deutet darauf hin, dass vegane Ernährung wesentlich gesünder ist als tierische.

Wir wollen nicht alle Menschen zu Veganern umerziehen. Aber wenn immer mehr schmackhafte pflanzliche Speisen in unseren Lebensmittelläden und Restaurants angeboten werden, essen wir ganz von selbst weniger tierische Produkte. Anstatt bisher zweimal pro Tag essen wir vielleicht nur noch zweimal im Monat Fleisch. Damit reduzieren wir unseren Fleischkonsum auf den dreißigsten Teil. Und das ohne auf kulinarische Genüsse verzichten zu müssen. Im Gegenteil: unser Speiseplan wird abwechslungsreicher und viel gesünder.

Auch hiermit folgen wir dem Dreifachen Wohl: Mehr Genuss und Gesundheit für den Einzelnen, ausreichend Nahrung für alle Menschen und das bei weniger Umweltbelastung und weniger Tierleiden. Inzwischen gibt es für nahezu alle Fleisch- und Milchprodukte wohlschmeckende pflanzliche Alternativen: vegane Würstchen und Steaks, Soja-, Reis- und Hanfmilch. Vielleicht schmecken sie nicht ganz genau so wie die tierischen Produkte. Vielfach schmecken sie sogar besser und es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Und was ist mit einer Metzgerei? Müssen die dann ihren Betrieb aufgeben? Durchaus nicht! Die hohe Metzgerkunst besteht darin, das Fleisch, das von Hause aus gar nicht so besonders gut schmeckt, schmackhaft zu machen. Dieselbe Kunstfertigkeit ist gefragt, um schmackhafte vegane Steaks oder Würstchen herzustellen. Es ändern sich also nur die Grundzutaten. Die Metzgerei kann ohne Probleme weiter existieren. Ich kann mir sogar vorstellen, dass die erste vegane Metzgerei in einer Großstadt ein sehr gutes Geschäft machen wird.

Überall auf der Erde kann pflanzliche Nahrung in ausreichender Menge und biologischer Qualität angebaut werden. Wir brauchen dazu weder Chemie-Dünger noch Gen-Manipulation. Biologische Landwirte und Permakultur-Bauern machen es uns vor. Die beste Nahrung ist die, die lokal vor Ort angebaut wird. Als Nebeneffekt braucht man hierfür viel weniger Transportmittel. Vielleicht können die Großkonzerne damit nicht
mehr ganz so viel Geld verdienen. Dafür werden sie vom Ausgleichs- und Umweltfonds unterstützt, naturfreundliche Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Ebenfalls werden Landwirte und Kleinbauern unterstützt, biologische Nahrung dezentral anzubauen.



Zuletzt bearbeitet am 10.09.12 10:54

10.09.12 11:16
dlaniar 

Administrator





In einer Volkswirtschaft, in der ein Subventionstopf in Höhe des Staatshaushalts ausschließlich für Umweltschutz und -Sanierung bereitsteht, haben nur noch umweltfreundliche Industriezweige, Produkte und Dienstleistungen eine Chance am Markt. Umweltschädliche Produkte werden nicht subventioniert und können daher mit den umweltfreundlichen nicht konkurrieren. Industriezweige und Unternehmen, die bisher umweltschädliche Geschäfte betrieben hatten, erhalten die nötige Unterstützung zur Umstellung.

10.09.12 11:51
dlaniar 

Administrator





Der Ausgleichs- und Umweltfonds fördert die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien. Ganze Industriezweige können sich dadurch gefahrlos auf nachhaltig umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen umstellen. Kein Mensch braucht Sorge um seinen Arbeitsplatz zu haben. Der Verlust des Arbeitsplatzes würde zwar kein finanzielles Problem für den Betreffenden darstellen, schließlich haben wir das Grundeinkommen.
Doch viele Menschen lieben ihren Arbeitsplatz, die Zusammenarbeit mit ihren Kollegen, das ganze soziale Umfeld. Dies lohnt es sich zu erhalten.
Stellen wir uns einmal vor: die Kreativität der gesamten Menschheit konzentriert sich auf die Sanierung und Erhaltung von Natur und Umwelt. Wie schnell werden wir da gemeinsam zu wirklichen Lösungen vordringen!

Zuletzt bearbeitet am 28.11.12 11:22

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