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GRADIDO - Die Natürliche Ökonomie des Lebens- Buch von B. Hückstädt mit Bildern von R. Irmscher
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12.09.12 18:29
dlaniar 

Administrator










Alles Wissen ist nichts wert, sofern man es nicht anwendet. Jemand der weiß, wie ein Klavier funktioniert, aber nicht übt, wird nie Klavier spielen können. Alles erhält seinen Wert aus dem, was man daraus macht. »An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen«, heißt es in der Bibel.

So einfach diese Erkenntnis ist, so schwierig ist sie umzusetzen, wenn es um ein neues Geld- und Wirtschaftssystem geht. Wir können nicht so einfach mal die Natürliche Ökonomie des Lebens ausprobieren, weder in einer Labor-Situation noch im richtigen Leben. Ist das Unternehmen damit zum Scheitern verurteilt? Bei weitem nicht!

Wie immer, wenn wir nicht weiter wissen, haben wir einen exzellenten Ratgeber, den wir fragen können: die Natur. Die Natur hat das Leben auf der Erde auch nicht erst in einer Laborsituation ausprobiert – zumindest wissen wir nichts davon. Soweit wir es beobachten können, verwendet die Natur zwei Werkzeuge: den schöpferischen Plan und die Evolution. Den schöpferischen Plan finden wir in allen Erscheinungsformen des Lebens: in jedem Samenkorn, im genetischen Code, in den Naturgesetzen, in den Umlaufbahnen der Sterne und Galaxien sowie in den Umlaufbahnen der Elektronen. Die Evolution lässt sich historisch erforschen, zum Beispiel anhand von Ausgrabungen, Gesteinsproben und Fossilien. Im Allgemeinen beginnt die Natur den schöpferischen Plan zunächst einmal im Kleinen so umzusetzen, wie es möglich ist, um dann das Ganze wachsen zu lassen. Manchmal wächst es kontinuierlich, und manchmal lassen sich auch Sprünge in der Entwicklung feststellen, die so genannten Evolutionssprünge.

Den schöpferischen Plan haben wir von der Natur abgeschaut und daraus die Natürliche Ökonomie des Lebens entwickelt. Sie ist die Frucht unserer gemeinsamen Arbeit im Forschungsprojekt. Mit den Kopien dieses Buches kann sich das Saatgut über die ganze Welt verbreiten. Wenn die Zeit reif und der Boden fruchtbar ist, wird die Saat aufgehen.

Sie, liebe Leserin und lieber Leser, sind ganz herzlich dazu eingeladen, Ihren persönlichen Teil beizutragen und das Saatgut zu verbreiten. Dazu brauchen Sie nicht in allen Einzelheiten einverstanden sein, denn alles entwickelt sich weiter, und jeder kann zur Weiterentwicklung beitragen. Das Wissen um Lösungsmöglichkeiten ist in der heutigen Zeit wohl das Wichtigste, was wir brauchen.

Wenn Sie mehr tun wollen, können Sie helfen den Boden fruchtbar zu machen, indem sie mit anderen über das Konzept sprechen: im Internet, in sozialen Netzwerken oder natürlich auch ganz persönlich. Dabei werden sich hochinteressante Gespräche ergeben.

Eine weitere Möglichkeit ist die persönliche Teilnahme an einem Gradido-Netzwerk, zum Beispiel bei http://gradido.net. Sie erhalten dort Ihr persönliches Gradido-Konto, eine eigene Homepage und Zugang zum Gradido-Marktplatz. Solche Gradido-Netzwerke werden bald überall auf der Welt entstehen. Sie sind sozusagen virtuelle Forschungs-Inseln mit realem Hintergrund. Die Teilnehmer können einander Waren und Dienstleistungen anbieten und geben sich gegenseitig einen Gradido-Rabatt in frei vereinbarter Höhe. Je mehr Gradido-Netzwerke entstehen, desto flächendeckender wird das ganze Netz. Dies ist Plan C aus Vorteil 78.

Wenn sie intensiver mitarbeiten und/oder das Projekt und unsere Arbeit finanziell unterstützen wollen, laden wir Sie ganz herzlich dazu ein, Mitglied der Gradido-Akademie zu werden: http://gradido.net/academy

Wie die Natürliche Ökonomie des Lebens schrittweise parallel zum bestehenden System eingeführt werden kann, davon handeln die nächsten Abschnitte.

Zuletzt bearbeitet am 12.11.12 09:18

12.09.12 23:33
dlaniar 

Administrator





Kommen wir zu Plan B, der offiziellen Einführung in einem oder mehreren Ländern parallel zum bestehenden System. »Offiziell« bedeutet, dass gemäß Regierungsbeschluss (gegebenenfalls nach einem Volksentscheid) der Gradido schrittweise als Komplementärwährung eingeführt wird. Hierfür haben wir einen Stufenplan erarbeitet, der mit 10 % Gradido-Anteil beginnt und sich von Stufe zu Stufe um 10 % erhöht.

10 % Gradido-Anteil bedeutet, dass ein Verkäufer mindestens 10 % des Preises in Gradido akzeptieren muss. Er darf auch mehr Gradido annehmen; der Gradido-Anteil ist das Minimum. Da Einnahmen in Gradido nicht versteuert werden müssen, kann es durchaus von Vorteil sein, mehr Gradido zu akzeptieren. Bei 100 % Gradido fallen gar keine Steuern mehr an.

Der Außenhandel kann problemlos weitergeführt werden. Ausländische Kunden dürfen den Gradido-Anteil ebenfalls in Gradido begleichen, wenn sie haben. Ansonsten bezahlen sie alles in alter Währung. Umgekehrt dürfen ausländische Lieferanten Gradido annehmen. Tun sie dies nicht, sind sie im Wettbewerb gegenüber inländischen Lieferanten benachteiligt. Dadurch wird ein Anreiz geschaffen, dass ausländische Lieferanten Gra-dido akzeptieren, und sich der Gradido-Währungsraum vergrößert. Je weiter sich der Gradido verbreitet, desto mehr greifen die Vorteile der Natürlichen Ökonomie des Lebens in den Gradido-Ländern. Dadurch entsteht eine Vorbildwirkung: den Gradido-Ländern geht es besser als je zuvor. Immer mehr Länder werden dem Gradido-Währungsraum beitreten, bis schließlich alle mitmachen.

Der Stufenplan sieht eine Steigerung des Gradido-Anteils um 10 % pro Stufe vor. Geht man jedes Jahr eine Stufe weiter, so sind nach fünf Jahren 50 % Gradido-Anteil erreicht. Die fünfte Stufe ist ein Meilenstein, an dem es Sinn macht, rückschauend Bilanz zu ziehen, was alles bereits gut läuft und wo es Nachbesserungsbedarf gibt. Man kann aus den gewonnenen Erfahrungen lernen und entscheiden, ob und in welchem Tempo man auf die 100 % Gradido-Anteil zugeht.



Zuletzt bearbeitet am 13.09.12 00:20

13.09.12 00:10
dlaniar 

Administrator





Dies alles ist sofort machbar, sofern wir Menschen uns dafür entscheiden. Deshalb ist es so wichtig, möglichst viele Menschen in kurzer Zeit zu informieren.

Im so genannten »Arabischen Frühling« haben wir gesehen, wie wirkungsvoll sich Gruppen von Menschen über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter organisieren. Diese Möglichkeiten können auch wir nutzen. Informationen verbreiten sich heutzutage in Windeseile um die Welt, wenn die Zeit reif geworden ist.

Nicht jeder hat Internet. Dafür berichten bald die Medien darüber und erreichen wieder ganz andere Menschen. Dann geht die Verbreitung noch schneller. Nachdem die Menschen informiert sind und sich mit der Sache beschäftigt haben, können sie sich entscheiden. Wir leben in Demokratien, und wenn sich die Mehrheit für eine Idee entscheidet, wird sie geschehen.

Zuletzt bearbeitet am 13.09.12 00:28

13.09.12 02:21
dlaniar 

Administrator





Gradido ist ein Forschungsprojekt, das sich ständig weiterentwickelt. Das Konzept der Natürlichen Ökonomie des Lebens hat sich im Laufe der Jahre ständig verfeinert. Die Pläne A, B und C sind im Forschungsprojekt entwickelt worden und werden immer wieder den aktuellen Gegebenheiten angepasst.

So wichtig es ist, Pläne zu haben, so wichtig ist es auch, sich stets zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Nur so ist sichergestellt, dass das Projekt nicht erstarrt.

Sie sind herzlich eingeladen, die Realisierung der Natürlichen Ökonomie des Lebens aktiv mitzugestalten – wenn Sie wollen auch als Mitglied der Gradido-Akademie.

13.09.12 02:51
dlaniar 

Administrator





Manche Komplementärwährungen sind an bestimmte Zahlungsmittel gebunden. So gibt es zum Beispiel rein elektronische Währungen, die nur im Internet funktionieren. Und auf der anderen Seite gibt es Regio-Währungen auf der Basis von gedruckten Gutscheinen. Der Gradido, der dem Kreislauf von Werden und Vergehen unterliegt, lässt sich am einfachsten mit elektronischen Buchungssystemen realisieren.

Für den Fall, dass noch Papiergeld gebraucht wird, haben wir die dynamische Währung FREE entwickelt, die ihren Wechselkurs gegenüber dem Gradido laufend anpasst. Für kleine Beträge und überschlägige Berechnungen reicht es, die FREE vierteljährlich anzupassen, bei größeren Beträgen wird der Tageskurs verwendet. Eine ausführliche Beschreibung der FREE finden Sie im Anhang.

13.09.12 09:30
dlaniar 

Administrator





Neben elektronischen Konten und Papiergeld ist jedes Zahlungsmittel und jede Bezahl-Form möglich. Insbesondere Chipkarten lassen sich gut verwenden. Aber selbstverständlich auch alle neuen elektronischen Formen wie die Bezahlungsmöglichkeit per Handy,
Direktüberweisung, Einzugsermächtigung und so weiter. Gradido kann mit jeder Bankensoftware realisiert werden, die negative Zinssätze zulässt.

13.09.12 09:41
dlaniar 

Administrator





Der Stufenplan ist darauf ausgelegt, dass einzelne Länder beginnen können, den Gradido stufenweise parallel zum bestehenden System als offizielle Komplementärwährung einzuführen. So können fortschrittliche Staaten Pilotprojekte ins Leben rufen und damit Vorbild für die ganze Welt werden. Es kann also in einem einzigen Land beginnen und sich dann nach und nach ausbreiten. Es wäre aber auch denkbar, dass sich einige Länder zusammentun und einen gemeinsamen »Gradido-Währungsraum« bilden. Das Sprichwort
»Gemeinsam sind wir stark!« gilt natürlich auch hier.

Welche Länder für die Einführung am besten geeignet sind, darüber wollen wir hier nicht spekulieren. Wir wollen keinem Land vorgreifen, sich aus freien Stücken für die Natürliche Ökonomie des Lebens zu entscheiden.

13.09.12 10:12
dlaniar 

Administrator





Gradido hat das Potenzial, eine neue Weltwährung zu werden, die dezentral in den einzelnen Ländern geschöpft wird. Dies kann selbstverständlich auch kraft eines gemeinsamen Beschlusses aller Nationen geschehen.

Zur Zeit sieht es zwar noch nicht so aus, dass die vielen zum Teil zerstrittenen Staaten sich zeitgleich auf eine gemeinsame neue Weltwährung einigen. Aber wir wissen ja nicht, was in der nächsten Zeit noch alles geschieht. Möglich ist alles, auch die gemeinsame Einführung als Weltwährung. Das wäre dann Plan A aus Vorteil 78, das Szenario der Joytopia-Geschichte.

13.09.12 12:24
dlaniar 

Administrator





Über Ethik zu schreiben ist ein gewagtes Unterfangen. Was für den einen ethisch ist, lehnt ein anderer vielleicht total ab. Gerade in verschiedenen Kulturkreisen gelten auch ganz unterschiedliche ethische Grundsätze. Kann man da überhaupt weltweit auf einen
Nenner kommen? Wenn ja, wie könnte ein gemeinsamer ethischer Ansatz aussehen? Vielleicht kann uns auch hier wieder die Natur gute Impulse geben.

Die Natur hat in Milliarden von Jahren bewiesen, dass sie weiß, wie das Leben funktioniert. Sie ist wie eine »große Mutter«, die darauf bedacht ist, dass ihre »Kinder« gedeihen. Der Wunsch zu »gedeihen« scheint in der Tat allen Wesen gemein zu sein.

Die Natürliche Ökonomie des Lebens bietet ein Anreizsystem, dass das Gedeihen aller Beteiligten fördert. Immer wieder werden WIN-WIN-Situationen für alle hergestellt.

13.09.12 22:34
dlaniar 

Administrator





Jede Entscheidung, jede Aktion, jedes Produkt und jede Dienstleistung muss nach Möglichkeit dem Dreifachen Wohl dienen: dem Wohl des Einzelnen, dem Wohl der Gemeinschaft, und dem Wohl des großen Ganzen (aller Wesen, der Umwelt, der Natur). Das Dreifache Wohl ist gewissermaßen das oberste Entscheidungskriterium der Natürlichen Ökonomie des Lebens. Bei allem was wir tun, fragen wir uns:


    1. Dient es dem Wohl jedes Einzelnen?
    (und zu allererst: ist es wirklich das, was ich brauche? R.I.)
    2. Dient es dem Wohl der Gemeinschaft?
    3. Dient es dem Wohl des großen Ganzen?

Erst wenn alle drei Fragen mit einem eindeutigen »Ja« beantwortet werden können, haben wir den Test bestanden. Ist eines der Kriterien nicht erfüllt, sollten wir nachbessern.

Das Dreifache Wohl liegt auch der Dreifachen Geldschöpfung zu Grunde: das Aktive Grundeinkommen dient im Wesentlichen dem Wohl des Einzelnen, das Staatseinkommen dient dem Wohl der Gemeinschaft, und der Ausgleichs- und Umweltfonds dient dem Wohl des großen Ganzen. Dadurch ist bereits bei der Geldschöpfung das wichtigste Kriterium erfüllt.






Zuletzt bearbeitet am 12.11.12 09:19

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