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GRADIDO - Die Natürliche Ökonomie des Lebens- Buch von B. Hückstädt mit Bildern von R. Irmscher
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13.09.12 23:09
dlaniar 

Administrator








Eigeninteresse ist wahrscheinlich der stärkste Motivationsfaktor überhaupt. Jeder ist sich zunächst einmal selbst der Nächste, auch wenn altruistische Gründe angegeben werden. Ein funktionierendes Anreizsystem – und Geld ist nichts anderes als ein Anreizsystem –
muss also das Eigeninteresse jedes Einzelnen ansprechen oder mit anderen Worten das Wohl des Einzelnen wahren.

Bei Gradido beginnt das mit der Bedingungslosen Teilhabe. Jeder hat das Recht, sich in die Gemeinschaft einzubringen und damit sein Aktives Grundeinkommen zu empfangen. Dass er damit gleichzeitig dem Allgemeinwohl dient, ergibt sich ganz von selbst.


    Anmerkung von Rainald Irmscher:

    So ganz von selbst wird es nicht immer gehen.

    In unserem repressiven Staat ist Zwangsbeglückung zu sehr verbreitet. Man denke nur an die rigide Durchsetzung der Schulpflicht
    oder Polizei-Einsätze gegen friedlich Demonstranten.

    Die Umkehrung macht auch Sinn:



    oder: "Der eine isst gern Leberwurst, und der andere geht auch gern in die Kirche!"



    Noch eine Anmerkung von Rainald Irmscher:

    Menschen, die so angefüllt sind mit Frust und Groll, dass sie auf dem Bahnhof ausrasten und Menschen zusammen schlagen, wenn sie jemand schräg anschaut, werden nicht von heute auf morgen friedlich.

    Und vielleicht gilt doch langfristig:




Aber wohl nicht ohne solche Projekte wie das Harlem-Projekt von Geoffrey Canada. siehe:
Das Harlem-Projekt

Und für die großzügige Durchführung solcher Projekte wäre in der Natürlichen Ökonomie wohl auch das notwendige Geld vorhanden.

Menschen, die in derart unsicheren Verhältnissen aufgewachsen sind wie in den Slums amerikanischer Großstädte oder auch ähnlicher Viertel in Deutschland, können die Wirkung dieser prägenden Einflüsse nicht einfach abstreifen. Dazu sind die Prägungen aus den ersten Lebensjahren in der Regel zu stabil.

Zuletzt bearbeitet am 12.11.12 09:19

13.09.12 23:55
dlaniar 

Administrator





Mit dem aktiven Grundeinkommen ist nicht nur dem Wohl des Einzelnen gedient. Da es durch den Dienst an der Gemeinschaft generiert wird, hebt es zugleich das Gemeinwohl. Das ist eine der typischen WIN-WIN Situationen, die sich bei Gradido häufig ganz von selbst ergeben.

Explizit für das Wohl der Gemeinschaft ist die zweite Geldschöpfung bestimmt: das Staatseinkommen, das von jedem Bürger automatisch mitgeschöpft wird. Hiermit können all die Dinge finanziert werden, für die ein Staat zuständig ist. Selbstverständlich kommt
das Wohl des Staates auch wieder den Einzelnen zugute, denn schließlich ist der Staat die Gemeinschaft aller Bürger.

In der Natürlichen Ökonomie des Lebens ist das Gemeinwohl ganz selbstverständlich integriert. Es gibt keinen Konflikt mehr zwischen dem Wohl des Einzelnen und dem Wohl der Gemeinschaft, zwischen denen man sich entscheiden müsste. Wir können das Verlangen nach dem Allgemeinwohl loslassen, denn das Dreifache Wohl verbreitet sich ganz von selbst.

Zuletzt bearbeitet am 14.09.12 08:20

14.09.12 10:43
dlaniar 

Administrator





Für das Wohl des großen Ganzen stellt der Ausgleichs- und Umweltfonds einen Topf bereit, der noch einmal genauso groß ist, wie die Staatshaushalte aller Länder zusammen. Gefüllt wird dieser Topf durch die dritte Geldschöpfung von 1000 Gradido pro Monat
pro Person.

Das ist der bei weitem größte Umwelttopf, den es je gegeben hat bzw. der unseres Wissens irgendwo vorgesehen ist. Er übersteigt ein Vielfaches aller Umwelttöpfe dieser Welt. Das Wohl des großen Ganzen nimmt also wirtschaftlich gesehen den gleichen Stellenwert ein, wie das Wohl aller Staaten zusammen.

Umweltschutz und Umweltsanierung werden die wichtigsten und rentabelsten Wirtschaftszweige der Welt. Oder anders ausgedrückt: nur Unternehmen, die ihre Produkte und Dienstleistungen im Einklang mit der Natur fertigen und anbieten, werden weiterhin bestehen können. Dabei wird es den Unternehmen leicht gemacht: sie erhalten Förderung bei der Umstellung. Bioprodukte werden damit preiswerter sein als andere. Die Weltwirtschaft stellt um auf biologische Qualität.

14.09.12 11:05
dlaniar 

Administrator





Anlässlich der Renovierung unseres Hauses fragte uns damals der Architekt, welche Farbe das Fallrohr der Dachrinne bekommen solle. Für alle, die wie ich damals nicht wissen, was ein Fallrohr ist: es ist das Rohr, das von der Dachrinne an der Hauswand nach unten führt und unten im Erdboden verschwindet, um dann in die Kanalisation zu münden. Mir war damals nicht bewusst, dass es Fallrohre gibt, geschweige denn wie sie aussehen. Also beschlossen wir, beim nächsten Spaziergang auf die Fallrohre an den Häusern zu achten.

Und tatsächlich: an jedem Haus sahen wir mindestens eines, wenn nicht mehrere. Die einen glänzten golden, weil sie aus Kupfer waren und noch ganz neu. Ältere Kupferrohre waren dunkel-rotbraun. Rohre aus Weißblech waren manchmal in der Farbe der Dachziegel gestrichen, manchmal auch in der Farbe der Hauswand. Ein ganz besonderes Exemplar war gleich in drei Farben gestrichen, weil die Hauswand in jedem Stockwerk eine andere Farbe hatte.

Während der nächsten Wochen sahen wir fast nur noch Fallrohre in den verschiedensten Farben und Ausführungen. Allein durch die Beachtung begegneten sie uns nun ständig. Dabei hatte ich vorher noch nicht einmal von ihrer Existenz gewusst. Sie waren schon immer da, doch erst durch die Beachtung traten sie in unser Leben.

Das Gesetz der Beachtung funktioniert bei allem: Wenn wir in erster Linie die negativen Dinge, Handlungen, Umstände usw. beachten, werden wir immer mehr davon in unserem Leben entdecken. Umgekehrt: wenn wir uns auf die positiven Dinge, Handlungen und Umstände konzentrieren, wird uns bewusst, wie viele es davon bereits in unserem Leben gibt. Beide Kategorien, sowohl die positiven als auch die negativen Dinge waren vorher schon da. Nur durch deren Beachtung empfinden wir unser Leben tendenziell negativ oder positiv.

Doch im Gegensatz zu Fallrohren, denen es ziemlich egal ist, ob wir sie beachten oder nicht, reagieren Menschen sehr stark auf Beachtung. Menschen, die wegen ihrer negativen Eigenschaften getadelt werden, verstärken diese im Allgemeinen. Sie werden »schlechter«. Umgekehrt werden Menschen »besser«, wenn wir ihre positiven Eigenschaften und Handlungen loben.

In der heutigen Zeit wird vorwiegend das Negative beachtet. Man versucht Unerwünschtes zu bekämpfen oder sich zumindest davor zu schützen. Man führt Kriege gegen den Terror. Man bekämpft die Arbeitslosigkeit, den demographischen Wandel, die Armut, den Hunger. Man schützt sich vor Blütenpollen, der Sonne, dem Regen, vor Insekten, vor Körpergeruch. Der Erfolg: mehr Terrorismus, Arbeitslosigkeit, Armut und Hunger – mehr Allergien gegen Pollen, Sonne und Insektenstiche. Ach ja, fast hätte ich es vergessen: man versucht die Staatsschulden zu bekämpfen, doch sie werden weltweit immer größer.

Sicher verstehen Sie jetzt, warum bei Gradido nur positive Kontostände vorgesehen sind; warum wir keine Strafen für Umweltsünder vorschlagen, sondern den Ausgleichs- und Umweltfonds, der Umweltschutz und Umweltsanierung subventioniert; warum der Staat seine Bürger nicht mit Steuern belastet, sondern sie mit der Bedingungslosen Teilhabe fördert, ihr volles Potenzial zu entfalten.

Durch Beachtung des Positiven verstärken wir es. Was beim Einzelnen funktioniert, das wirkt in der Gemeinschaft noch besser, weil sich die Effekte potenzieren. Durch Einführung der Natürlichen Ökonomie des Lebens können wir eine positive Grundhaltung auf die ganze Menschheit übertragen. Die positiven Effekte potenzieren sich dann sogar um ein Vielfaches. Es entwickelt sich Schwarmintelligenz, die uns gemeinsam Fähigkeiten verleiht, von denen wir bisher nicht einmal zu träumen wagten.

14.09.12 11:27
dlaniar 

Administrator





Haben Sie schon mal einen Schwarm von Zugvögeln beobachtet, die sich zum gemeinsamen Flug in den Süden versammeln, wild durcheinander zwitschern, mal hier mal da ein bisschen rumfliegen – und mit einem Mal, ohne erkennbaren Anlass in geschlossener Formation losfliegen, als wären sie ein einziger Organismus? In nur einem Augenblick ändern sie gemeinsam die Flugrichtung, ohne dass auch nur zwei Vögel zusammenstoßen. Die stärksten Vögel fliegen vorne, so dass die anderen ihren Windschatten nutzen können. Wenn sie erschöpft sind, reihen sie sich weiter hinten ein, und andere Vögel übernehmen die Führung. Dies alles passiert fast wie von selbst.

Oder haben Sie schon einmal einen Bienen-Staat beobachtet oder einen Ameisenbau? Woher weiß jedes einzelne dieser kleinen Insekten so genau, was es zu tun hat? Die Königin kann sich nicht darum kümmern. Die ist voll und ganz mit dem Nachwuchs beschäftigt.

Wenn eine Gruppe von Einzelwesen beginnt, sich intelligenter zu verhalten, als es den einzelnen Gruppenmitgliedern möglich wäre, nennt man das Gruppenintelligenz oder Schwarmintelligenz. Bei Tieren wird dieses Phänomen schon lange von Verhaltensforschern untersucht.

Und wie ist es bei Menschen? Kann bei Menschen auch Schwarmintelligenz entstehen oder entwickelt eine Gruppe eher »Schwarmdummheit«, wie es von Kritikern behauptet wird? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Komplexitätsforschung.

Zwei Voraussetzungen scheinen für den Erfolg ausschlaggebend zu sein:


    1. Ein klares Ziel,
    2. Ganz wenige Regeln

Auf diese Weise wurden schon marode Unternehmen binnen kurzer Zeit saniert. Man rief die Belegschaft zusammen und schwor sie auf das gemeinsame Ziel ein, das Unternehmen zu retten und wieder erfolgreich zu machen. Dabei gab man den Mitarbeitern zu verstehen, dass man voll und ganz auf ihre Kompetenz vertraue. Jeder wisse an seinem Platz am besten, wie etwas zu tun ist und was man gegebenenfalls verbessern muss. Eine einfache Regel könnte sinngemäß lauten: jeder gibt sein Bestes. Nach wenigen Monaten schrieben die Unternehmen wieder schwarze Zahlen, und die Mitarbeiter waren stolz auf ihre Leistung: sie hatten gemeinsam zur Rettung ihres Unternehmens beigetragen und konnten unter guten Bedingungen weiterarbeiten.

Was diesen Unternehmen möglich war, kann auch die Menschheit als Ganzes vollbringen. Nach der Einführung der Natürlichen Ökonomie des Lebens werden auch wir rückblickend stolz sein dürfen, denn wir haben dann gemeinsam zur Rettung des »Unternehmens Menschheit« beigetragen. Und – so Gott will – dürfen wir unter guten Bedingungen weiterleben.

In unserem Falle lautet das Ziel: gemeinsam überleben in weltweitem Wohlstand in Frieden und in Harmonie mit der Natur. Ein Ziel, das das Wohl jedes Einzelnen genau so berücksichtigt, wie das Wohl der Gemeinschaft und das Wohl des großen Ganzen. Die
einfachen Regeln sind von der Natur abgeschaut. Es sind die Grundregeln der Natürlichen Ökonomie des Lebens: das Dreifache Wohl und die davon abgeleitete Dreifache Geldschöpfung in Verbindung mit der Vergänglichkeit. Wenn wir uns darauf einigen können, wird die Menschheit Schwarmintelligenz entfalten. Wir werden Lösungen finden, die uns bisher unmöglich erschienen. Damit haben wir hervorragende Chancen, gemeinsam den Weg zurück ins Paradies zu finden.

14.09.12 21:39
dlaniar 

Administrator





Die Natürliche Ökonomie des Lebens lässt sich nicht für Propaganda missbrauchen. Sie muss Herz und Verstand der Menschen erreichen, um sich ausbreiten zu können. Sie hat keine Feindbilder und keine Idole. Wir sind alle gleich. Es gibt keinen Anführer und keine Gefolgschaft. Egotrips funktionieren hier nicht. Entweder schaffen wir es gemeinsam oder gar nicht.

Schon in meiner Jugend spürte ich den Antrieb, mich mit diesem Thema zu beschäftigen. Am Anfang wusste ich noch gar nicht, womit ich mich da beschäftigte. Es war einfach dieser innere Druck, nachzufragen, Alternativen zu suchen, Modelle auszuprobieren und
durchzurechnen. Immer wieder quälte mich die Frage: warum gibt es so viel Armut auf der Welt, wo doch alles in überfließender Fülle vorhanden ist?

Es fiel mir zunächst schwer, andere Menschen für dieses Thema zu interessieren. Erst, als ich begann, die Joytopia-Geschichte im Internet zu verschicken, kam positive Resonanz. Im Jahre 2001 gründeten dann meine Lebensgefährtin Margret Baier und ich die
Gradido-Akademie (damals noch Joytopia-Akademie), um ein Forschungsprojekt über die Natürliche Ökonomie des Lebens zu initiieren. Es sollte ein freies Netzwerk aus freien Menschen werden. Und das ist es noch heute.

Uns war schnell bewusst, dass uns hier etwas Großes geschenkt wurde, verbunden mit dem klaren Auftrag, die Gabe weiterzugeben. Wir können dieses Wissen nur weitergeben an Menschen, die es auch annehmen wollen. Sie, liebe Leserin und lieber Leser, dürfen
sich entscheiden, ob es für Sie Sinn macht oder nicht. Wenn es für Sie stimmig ist, werden Sie das Wissen ebenfalls weitergeben. Und wenn die Zeit dafür reif ist, wird dieses Geschenk die ganze Menschheit erreichen.

14.09.12 23:10
dlaniar 

Administrator





Der Name Gradido leitet sich ab von »Gratitude«, also Dankbarkeit. Das »a« bei Gradido steht auch für »Appreciation«, das englische Wort für Wertschätzung. Die innere Haltung von Dankbarkeit und Wertschätzung seinen Mitmenschen und dem Leben gegenüber ist ein wichtiger Schritt zu persönlicher Lebensqualität. Ganz gleich, in welcher Situation Sie sich momentan befinden: wenn Sie sich in Dankbarkeit und Wertschätzung üben, werden Sie sich von Tag zu Tag wohler fühlen. Sie werden immer mehr Dinge in Ihrem Leben entdecken, die Sie wertschätzen und für die Sie dankbar sein können. Logischerweise steigert dies Ihr ganz persönliches Wohlbefinden.

Umgekehrt, wenn sie sich nicht täglich in Dankbarkeit und Wertschätzung üben, wird sie der nur allzu menschliche Drang nach Kritik und Fehlersuche immer weiter runter ziehen. »Wer suchet der findet«, das gilt für die positiven Dinge genauso, wie für den negativen.

Man kann dies besonders gut bei alten Menschen beobachten. Sie haben sich entsprechend ihrer Angewohnheiten zu dem entwickelt, was sie jetzt sind. Die einen wirken dankbar, wertschätzend, positiv – ja schon fast etwas naiv, weil sie die vielen schlimmen Dinge im Leben nicht wahrzunehmen scheinen. Doch meist sind sie glücklich, und man fühlt sich in ihrer Nähe wohl. Die anderen finden überall etwas, was nicht in Ordnung ist. Sie meckern hier, kritisieren da – und scheinen sich gut auszukennen mit all der Boshaftigkeit um sie herum. Weil sie die Welt als schlimm empfinden, fühlen sie sich nicht glücklich, und es ist viel schwieriger, mit ihnen auszukommen. Kein Mensch ist nur so oder so; wir alle tragen beides in uns. Wir können jedoch davon ausgehen, dass die Menschen, die positiv auf uns wirken, Dankbarkeit und Wertschätzung bewusst oder unbewusst regelmäßig üben.

Da alles aus der Beachtung lebt, wertschätzt Gradido das Leben in all seinen Facetten. Als »lebendiges Geld« folgt es der Natürlichen Ökonomie des Lebens. Es folgt dem Kreislauf des Lebens, dem Kreislauf von Werden und Vergehen. Gradido zeigt seine Wertschätzung dem Leben gegenüber also bereits bei seiner Entstehung. Jeder Mensch, der Gradido verwendet, wird regelmäßig daran erinnert. Wenn Gradido als Währung eingesetzt wird, erhalten alle Menschen weltweit bei jedem Bezahlvorgang einen Impuls der Wertschätzung für das Leben. Mit der Dankbarkeit und Wertschätzung dem Leben gegenüber steigt auch weltweit das Bewusstsein, das Leben zu schützen und zu bewahren.

14.09.12 23:41
dlaniar 

Administrator





Das »di« bei Gradido steht für »Dignity« (Würde, Menschenwürde). Jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit wertzuschätzen, zu achten, zu würdigen und zu fördern: das ist der tiefere Sinn der ersten Geldschöpfung. Mit ihr wird die Bedingungslose Teilhabe finanziert, die jedem Menschen sein Aktives Grundeinkommen ermöglicht. Gradido heißt so viel wie »Danke«, und mit tausend Gradido Grundeinkommen ruft die Gemeinschaft jedem Menschen zu: »Tausend Dank, weil Du bei uns bist!«. Damit wird jeder Mensch, ganz gleich wer er ist und was er kann, immer wieder von der Gemeinschaft willkommen geheißen. Und das im doppelten Sinne. Zum einen darf er sich mit seinen Neigungen und Fähigkeiten in die Gemeinschaft einbringen; die Gemeinschaft fördert ihn dabei nach Kräften, sein volles Potenzial zu entfalten und zu leben. Zum anderen erhält er dafür jeden Monat sein Aktives Grundeinkommen, das ihm ein menschenwürdiges Leben ermöglicht.

Indem wir einander unterstützen, unser volles Potenzial zu entfalten, sensibilisieren wir uns gegenseitig, im positiven Sinne neugierig zu sein auf die Neigungen und Fähigkeiten der anderen. Wir wollen wissen, was in unseren Mitmenschen steckt und ihnen helfen, den inneren Diamanten zu schleifen und zum Strahlen zu bringen.

Jeder Mensch bringt etwas auf die Welt mit, das er in die Gemeinschaft einbringen kann. Oft wird behauptet, Menschen mit Behinderungen könnten dies nicht. Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt. Möglicherweise fehlt uns »normalen« Menschen nur die Fantasie, die verborgenen Schätze in unseren Mitmenschen zu entdecken. Doch diese Fähigkeit kann jeder von uns lernen. Wir sollten bereits im Vorschulalter damit beginnen und diese Disziplin zum Hauptfach in unseren Schulen machen.

Wenn alle Menschen die Gelegenheit und die Unterstützung erhalten, ihren inneren Diamanten zum Strahlen zu bringen, wie hell wird es dann wohl auf unserer Erde werden? Wie viel mehr Mitgefühl, Sympathie und Liebe werden wir für einander empfinden? Könnte es sein, dass unser gesteigertes Mitgefühl und unsere Liebe sich ganz von selbst auf die gesamte uns umgebende Natur ausdehnt?


    Anmerkung

    Hier ist wieder die Rede von Schule und es wird von Hauptfach gesprochen. Das ist ein Begriff der alten Kadettenanstalten und sollte nach der Einführung einer Natürlichen Okonomie in einer "lebendigen Demokratie" (Frances Moore Lappé - Paken wir's an) wohl ausgedient haben.



Zuletzt bearbeitet am 15.09.12 00:04

15.09.12 02:38
dlaniar 

Administrator





Die Natur ist ein lebendiges Meisterwerk. Sie existiert bereits seit Milliarden von Jahren und bringt immer wieder Leben hervor. Dabei folgt sie universellen Gesetzen. Die Naturgesetze gelten für alle ohne Ausnahme. Wir haben die Wahl, sie entweder freiwillig zu beachten oder auf schmerzhafte Weise daran erinnert zu werden. Wenn wir lernen wollen, wie wir die Naturgesetze zu unser aller Wohl einsetzen können, dann sind wir gut beraten, die Natur zu beobachten und ihre Erfindungen als Vorbild zu nehmen.

In der Technik ist diese Methodik schon lange unter dem Namen »Bionik« bekannt. Jeder Flugzeugbauer befasst sich mit dem Flug der Vögel, bevor er seinen »eisernen Vogel« in die Luft schickt. Bionik heißt also nicht, alles hundertprozentig zu kopieren. Im Gegensatz zu Vögeln flattern Flugzeuge bekanntlich nicht mit den Flügeln. Ihre Außenhülle besteht nicht aus Federn sondern aus Metall oder Kunststoff. Sie benötigen eine Start-und Landebahn, dafür können sie viel schneller fliegen, als Vögel. Mithilfe der Bionik werden also diejenigen Eigenschaften übertragen, die für den jeweiligen Zweck dienlich sind.

So ist es auch in der von uns entwickelten Wirtschafts-Bionik. Wir brauchen nicht alles zu kopieren, was es irgendwo in der Natur gibt. Wenn Kannibalismus nicht mit unserer Ethik vereinbar ist, dürfen wir das Modell »Fressen und gefressen werden« nicht in unser Wirtschaftsmodell übertragen. Stattdessen bietet uns die Natur passendere Modelle, wie Kooperation und Symbiose.

Gleiches gilt für das »Überleben des Stärkeren«. In der Tierwelt ist die körperliche Stärke auf ein natürliches Maß begrenzt. Kein Tier hat die Möglichkeit, ganze Nationen oder gar die ganze Welt in Schutt und Asche zu legen. Kraft seiner technischen Entwicklung hat der Mensch diese Möglichkeit. Und in der Wirtschaft haben starke Unternehmen die Fähigkeit, alle schwächeren zu verdrängen und ihnen damit den Garaus zu machen. Es ist also geradezu fatal, dieses Modell auf zwischenmenschliche Verhaltensweisen zu übertragen. Weder in der Politik noch in der Wirtschaft darf das Gesetz des Stärkeren zur Anwendung kommen.

Ethik und Religionen haben uns ganz klare Vorgaben gemacht: »Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit« und »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst« zum Beispiel. Welche Erfindungen der belebten Natur wir in Politik und Wirtschaft übertragen, muss also zuvor nach ethischen Kriterien entschieden werden.

Naturgesetze müssen wir beachten, freiwillig oder unfreiwillig. Den Kreislauf von Werden und Vergehen können wir zwar leugnen und ständiges Wirtschaftswachstum fordern. Das Naturgesetz der Vergänglichkeit wird uns dann umso schmerzhafter treffen: in Wirtschaftskrisen, Naturkatastrophen, Armut, Kriegen bis hin zur Auslöschung der ganzen Menschheit. Doch wir können den Kreislauf des Lebens auch freiwillig in unser Geld und Wirtschaftssystem einbauen und weltweiten Wohlstand in Frieden und in Harmonie mit der Natur erreichen.

15.09.12 02:49
dlaniar 

Administrator





Wie oft bekommen wir zu hören, Wohlstand für alle sei nicht möglich. Für diejenigen, die dies behaupten, ist dies ein Vorwand, um sich gar nicht erst mit der Natürlichen Ökonomie des Lebens befassen zu müssen. Würden sie es ernsthaft tun, würden sie wahrscheinlich zu einem anderen Ergebnis kommen.

Wir betreiben hier keine Sozialromantik sondern erforschen die Naturgesetze in Hinblick auf ihre Anwendbarkeit in Politik und Wirtschaft. Naturgesetze funktionieren immer gleich, und sie funktionieren für alle. Wir können lernen, sie zu unserem Wohl zu nutzen, oder wir können sie ignorieren und daran untergehen. Nehmen wir das Beispiel der Schwerkraft: wenn ich versuche, die Schwerkraft zu leugnen und einfach so aus dem Fenster springe, werde ich es möglicherweise nicht überleben. Wenn wir jedoch die Schwerkraft nutzen, um Wasserturbinen anzutreiben, können wir damit Strom erzeugen.

So gesehen hat die Menschheit zwei Möglichkeiten: entweder unterzugehen, oder weltweiten Wohlstand für alle zu erlangen. Für beide Varianten hat die Natur die passenden Lösungen parat.






Zuletzt bearbeitet am 12.11.12 09:20

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