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GRADIDO - Die Natürliche Ökonomie des Lebens- Buch von B. Hückstädt mit Bildern von R. Irmscher
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15.09.12 21:36
dlaniar 

Administrator






„Aber einige Unternehmen mussten schließen, Opa.“

„Das gab es auch schon zur Müllzeit. Doch jetzt ist eines ganz anders: Wenn heute Unternehmen schließen, leidet niemand Not. Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen kaum ein Risiko, denn jeder hat sein Grundeinkommen.“

„Und die Einkommen haben sich weltweit angeglichen.“

„Genau. Durch den Wegfall von Steuern sind die Lohnkosten in den Industrienationen gesunken. Die Löhne in den anderen Ländern holten auf. Deshalb gibt es keine Billiglohn-Länder mehr.“

„Also Wohlstand für alle!“



„Opa, ihr habt auch Gesetzentwürfe ausgearbeitet, zum Beispiel die Umweltauflagen für Grund und Boden.“

„Richtig, Pia! Wegen der Vergänglichkeit des Geldes wird Land ja nicht mehr verkauft, sondern langfristig verpachtet. Das bringt dem Eigentümer ein kontinuierliches Einkommen. Allerdings ist Besitz von Grund und Boden mit strengen Umweltauflagen versehen.
Wer eigenes oder gepachtetes Land selbst bewohnt oder bewirtschaftet, erfüllt diese Auflagen mit Leichtigkeit. Doch großer Landbesitz, der nicht ökologisch bewirtschaftet wird, kann schnell zur Last werden und lohnt sich nicht als Wertanlage. So kommt es, dass viele Großgrundbesitzer ihr Land an die Gemeinschaft zurückgeben, die sich dann um die Renaturierung kümmert.“




„Sag mal, Opa, für uns heute ist das logisch und einfach. Und wir wissen, dass der Übergang friedlich verlief. Aber wie war das in der Müllzeit? Die Menschen dachten damals ganz anders als wir. Wie konnte es gelingen?“

„Es war kaum zu erwarten, dass die ganze Welt auf einmal ein neues System einführt. Auch hätte kein Land im Alleingang aus den wirtschaftlichen Verflechtungen aussteigen können. Es mussten Wege gefunden werden, wie einzelne Länder innerhalb des bestehenden Systems gefahrlos beginnen konnten.“

„Konnten sie stufenweise eine Natürliche Ökonomie des Lebens einführen, ihre Volkswirtschaft sanieren und andere Länder zur Nachahmung anregen?“

„Das war das Ziel, doch ganz einfach war das nicht. Alle Nationen waren hoch verschuldet, und die Staatsschulden stiegen von Jahr zu Jahr. Die Länder mussten mehr Geld ausgeben als sie einnahmen. Einige Leute meinten, das läge am Zinssystem. Doch das war
nur die halbe Wahrheit.“

„Woran lag es dann?“

Ein Denkfehler im Steuersystem wird zur Chance.

„Wir fanden einen wesentlichen Denkfehler im damaligen Steuersystem, den die Ökonomen übersehen hatten:



Ob Einkommen-, Umsatz- oder Verbrauchssteuern – immer sägte der Staat am eigenen Ast.“

„Wir wissen das heute, Pia. Doch viele Ökonomen sahen den Wald vor lauter Bäumen nicht! Und was machten die Länder, die mehr ausgaben, als sie einnahmen und sich immer mehr verschuldeten? Sie versuchten Ausgaben zu sparen und Einnahmen zu vermehren. Sie verringerten die staatlichen Leistungen und erhöhten die Steuern. Was war wohl die Folge?“

„Wurde der Staatshaushalt verbessert?“

„Wenn überhaupt, dann nur kurzfristig! Langfristig hat er sich immer verschlechtert. Dafür gibt es einfache Gründe.“

„Welche denn?“

„Höhere Steuern erhöhten die Preise. Es wurde weniger gekauft. Die Leute versuchten alles selbst zu machen oder halfen sich mit Schwarzarbeit. Die Industrie produzierte im Ausland. In jedem Fall entstand volkswirtschaftlicher Schaden. Arbeitsplätze verschwanden. Der Staat hatte weniger Einnahmen und mehr Sozialausgaben.“

„Ist doch klar! Durch Geldfluss-Steuern wird der wirtschaftliche Austausch ausgebremst.“

„Und geringere staatliche Leistungen brachten auch nur Nachteile. Die Lebensqualität sank. Die Wirtschaft hatte weniger Aufträge, was weniger Steuereinnahmen zur Folge hatte. Vielleicht hätte man besser die Steuern senken sollen?“

„Steuersenkungen hätten die Entwicklung nicht rückgängig gemacht. Sie hätten kurzfristig zu noch geringeren Staatseinnahmen geführt. Eine klassische Zwickmühle!“

„Und jetzt kam eure große Chance?“

„Ja! Hier war der Ansatz für die Natürliche Ökonomie, die ohne Geldfluss-Steuern den Staatshaushalt sichert. Wir entwickelten einen Plan zur schrittweisen Einführung der Natürlichen Ökonomie des Lebens.“

„Eine schrittweise Einführung?“

Zuletzt bearbeitet am 12.11.12 09:20

15.09.12 22:04
dlaniar 

Administrator



„Unsere Herausforderung bestand darin, ein Projekt zu entwickeln, das den damaligen Gesetzen entsprach und klein anfangen konnte. Es sollte brennende Wirtschaftsprobleme auf regionaler Ebene lösen oder zumindest lindern helfen. Die Teilnehmer sollten einen so großen Nutzen davon haben, dass sie das Projekt gerne weiterempfehlen würden. Auf diese Weise könnte es zum Selbstläufer werden und die Natürliche Ökonomie des Lebens durch Mensch-zu-Mensch-Empfehlung verbreiten.“

„Eine große Herausforderung!“

„Wir analysierten die brennenden Wirtschaftsprobleme: Die Gemeinden hatten kaum noch Geld. Notwendige Arbeiten blieben liegen, oder wurden ehrenamtlich getan. Es gab sogar Bürgermeister, die ihre Arbeit freiwillig ohne Bezahlung machten. Viele Menschen wurden unschuldig arbeitslos, trotz ihrer Fähigkeiten, mit denen sie hätten Nutzen bringen können. Firmen und Selbstständige hatten zu wenige Aufträge, obwohl sie gute Leistungen anboten. Der Bedarf war zwar da, aber die Leute hatten nicht genug Geld.“

„Also habt ihr neues Geld gedruckt?“

„Nein! Natürlich konnten wir kein Geld drucken, Pia. Das durften nur die Zentralbanken. Aber Rabatt- und Bonus-Systeme waren verbreitet. So kreierten wir ein Rabatt-System, das wir »Gradido« nannten.“

„Und wie funktionierte das?“

„Jedes Mitglied des Netzwerkes bekam monatlich hundert Gradido auf seinem Konto gutgeschrieben: »Gradido, weil Du bei uns bist!« Damit konnte man zum Beispiel einen Rabatt bedanken, den man von einer Firma erhielt. Diese konnte wiederum einen Rabatt
bei ihren Lieferanten bedanken, ihre Einkaufspreise senken, und so weiter.“

„Wenn man einen Rabatt von fünfzig Euro bekam, gab man dafür fünfzig Gradido?“

„Im Allgemeinen ja! Manche gaben mehr, manche weniger, denn der Ausgleich in Gradido war zunächst einmal freiwillig. Schließlich war der Gradido damals noch kein staatlich anerkanntes Zahlungsmittel.

Auch nachbarschaftliche Hilfe konnte man bedanken: Herr A mähte Frau B den Rasen. Dafür gab sie ihm Gradido. Herr A konnte nun Nachhilfe für seinen Sohn bedanken. Jung und alt stärkten ihre sozialen Kontakte und Netzwerke. Sie bekamen Spaß daran, einander zu helfen und zu danken. Ein neues Wir-Gefühl entstand.“

„Und welchen Vorteil hatten die Gemeinden davon?“

„Gemeinden und gemeinnützige Institutionen konnten weitere Gradido schöpfen um Bürgerschaftliches Engagement zu bedanken. Wichtige Leistungen, die auf Grund leerer Kassen nicht mehr bezahlbar waren, konnten von Freiwilligen Helfern erbracht werden, die damit in den Genuss vieler Vergünstigungen kamen.“

„So konnten die Gemeinden Kosten sparen?“

„Ja, und als dann Bund und Länder einstiegen, wurde sogar die Staatskasse entlastet.“



„Dann hat es bei den Politikern »klick« gemacht?“

„Oh ja! Bald fand sich eine Mehrheit für Gradido. Man beschloss, den Gradido schrittweise als Währung neben dem Euro einzuführen. Umsätze in Gradido waren steuerfrei, wie heute auch. Es begann mit zehn Prozent Mindest-Gradido-Anteil. Das steigerten wir jährlich bis auf fünfzig Prozent. So konnten sich alle langsam an die Natürliche Ökonomie des Lebens gewöhnen. Bei eventuellen Problemen hätte man genug Zeit zum Gegensteuern gehabt.“

„Das heißt, nach fünf Jahren musste jeder Anbieter mindestens die Hälfte aller Zahlungen in Gradido akzeptieren?“

„Stimmt. Damit waren alle Preise in Euro um mindestens die Hälfte gesunken. Ebenso die Lohn- und Stückkosten. Die andere Hälfte wurde mit Gradido bezahlt. Manche Anbieter akzeptierten sogar mehr Gradido, um besser ins Geschäft zu kommen. Inländische
Produkte wurden konkurrenzfähiger. Selbst ausländische Anbieter begannen Gradido zu akzeptieren.“

15.09.12 22:18
dlaniar 

Administrator



„Und der Staat?“

„Auch die Staatsausgaben in Euro sanken auf die Hälfte. Das Gute war, dass die Steuer-Einnahmen nicht so schnell zurückgingen, da wegen der günstigen Euro-Preise mehr Umsätze gemacht wurden. Die gestiegene Wertschöpfung erhöhte die Lebensqualität aller Bürger. Aber das war noch längst nicht alles. Wir hatten uns nämlich vorgenommen, die Staatsschulden in wenigen Jahren zu tilgen – natürlich in Euro!“

„Die Staatsschulden in wenigen Jahren zu tilgen?“

„Ja! Dazu muss gesagt werden, dass die Welt mal wieder mitten in einer Wirtschaftskrise steckte. Das Geldsystem drohte jeden Moment zusammenzubrechen, denn das exponentielle Wachstum von Guthaben und Schulden konnte nicht mehr lange weitergehen. Ob Börsencrash, Krieg oder Inflation – irgendetwas würde mit großer Wahrscheinlichkeit passieren. Den Zeitpunkt kannte niemand. Jeden Augenblick könnten die Menschen ihr Vermögen verlieren. Wir suchten eine Möglichkeit, das Vermögen der Bürger zu sichern
und gleichzeitig Staatsschulden zu tilgen. Wir entwickelten den Vermögensumtausch, kurz VUT, eine gegenseitige Verpflichtung, die beiden diente: dem Staat und seinen Bürgern.“

„Also wieder eine WIN-WIN-Situation!“

„Ja, Pia! Der Vermögensumtausch sah vor, dass ein Teil aller Euro-Guthaben in Gradido umgetauscht werden musste. Der Prozentsatz steigerte sich wieder jährlich in fünf Stufen. Nach fünf Jahren wurden von jedem Guthaben fünf Prozent pro Jahr umgetauscht.“

„Haben die reichen Leute ihr Geld nicht ins Ausland gebracht?“

„Dann wären sie nicht in den Genuss der Vermögenssicherung gekommen, die der Vermögensumtausch vorsah: Bei einem Wirtschaftscrash würden die zuletzt gemeldeten Guthaben festgeschrieben und im Laufe von zwanzig Jahren in Gradido ausgezahlt. Da
mit war jedes Vermögen auf mindestens zwanzig Jahre gesichert.“

„Nehmen wir an, ich hätte damals eine Million Euro gehabt. Dann hätte ich jedes Jahr fünfzigtausend Euro in Gradido umtauschen müssen?“

„Genau!“

„Solange der Euro stabil war, nahm mein Euro-Guthaben also ab?“

„Kommt drauf an. Clevere Geldanleger konnten ihr Geld für mehr als fünf Prozent anlegen.“

„Und beim Geld-Crash?

„Der Wert des Gradido blieb bestehen, denn er wurde für diesen Fall definiert: Zwanzig Gradido sind der Preis einer durchschnittlich qualifizierten Arbeitsstunde.“

„Aha! Mein Euro-Vermögen wäre futsch gewesen. Ich hätte jedoch zwanzig Jahre lang jedes Jahr fünfzigtausend Gradido bekommen. – Und von wem?“

„Vom Ausgleichs- und Umwelt-Fonds.“

„Hätte ich mein Geld heimlich ins Ausland gebracht, dann hätte ich nichts bekommen?“

„Richtig! Und da keiner wusste, wann es passiert, lohnte es sich, ehrlich zu sein. Außerdem hatten die meisten Menschen den großen Vorteil von Gradido erkannt: Mit Gradido kann man steuerfreie Geschäfte machen.“

15.09.12 22:52
dlaniar 

Administrator



„Und Deutschland wurde schuldenfrei?“

„Ja! Die vier Billionen Guthaben brachten jährlich einen Vermögensumtausch von zweihundert Milliarden Euro. In wenigen Jahren waren alle Staatsschulden getilgt.“

„Was sagten die anderen Länder dazu?“

„Die Welt reagierte anfangs skeptisch. Da aber der Außenhandel weiterlief, fanden sich bald Nachahmer, die ebenfalls den Gradido einführten.“

„Wie konnte der Außenhandel weiterlaufen?“

„Die Außenhandelspreise blieben gleich. Käufer aus dem Ausland konnten entweder alles in Euro bezahlen oder einen Teil in Gradido. So bekamen die Länder, die ebenfalls den Gradido eingeführt hatten, einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den anderen.“

„Dann müssten eigentlich alle Länder den Gradido eingeführt haben.“

„Das taten sie auch nach und nach. Irgendwann kam dann der große Finanz-Crash. Aber das interessierte niemand mehr so richtig, denn alle waren ja bestens versorgt. Schließlich hatten wir überall Gradido und die Natürliche Ökonomie des Lebens.“

– – – Ende – – –

15.09.12 23:52
dlaniar 

Administrator





In Kapitel 5 erfuhren Sie, wie wichtig und effizient es ist, die Information weiterzugeben, indem Sie dieses E-Book an Ihre Freunde und Bekannte weiterschicken. Mit ein paar Mausklicks haben Sie damit bereits das Allerwichtigste getan. Herzlichen Dank dafür!

Für diejenigen unter Ihnen, die darüber hinaus mit ihren persönlichen Neigungen, Fähigkeiten und Mitteln zum Gelingen des gemeinsamen Unternehmens beitragen wollen, sind die folgenden Informationen bestimmt.

Webseite zum Buch

Speziell für dieses Buch haben wir die folgende Webseite eingerichtet:

http://gradido.net/Book

Hier finden Sie alles Wissenswerte über dieses Buch, wie zum Beispiel Informationen über die gedruckte Version, Übersetzungen, Korrekturen und aktuelle Entwicklungen.



Die Open Source Plattform »Gradido.net« stellt den Gradido als Community-Währung zur Verfügung. Der Gradido fungiert hier zunächst einmal als Rabatt-Punkt. Teilnehmer der Gradido-Netzwerke geben einander Gradido-Rabatt in frei wählbarer Höhe. Die Teilnahme ist kostenlos.

Sie sind herzlich eingeladen, sich ein Gradido-Konto zu registrieren:

http://gradido.net

Soziale Netzwerke

Wenn Sie Mitglied in sozialen Netzwerken sind, wie Facebook, Google+, Twitter, Xing, LinkedIn oder anderen, bringen Sie dort Gradido – die Natürliche Ökonomie des Lebens ins Gespräch. Gründen Sie Diskussionsgruppen zum Thema oder nehmen Sie an bereits vorhandenen Gruppen teil. Sie können dort auch regionale Gradido-Gruppen gründen, um sich regional zu vernetzen, oder gemeinsame Veranstaltungen ins Leben rufen.

Gradido in Netzwerken, Organisationen usw.

Gradido eignet sich bestens als Community-Währung in sozialen Netzwerken, Organisationen, Initiativen, Gemeinden und Gemeinschaften. Die einzelnen Gemeinschaften können entweder eigene Gradido-Server installieren, oder ihre Mitglieder registrieren sich auf einem bestehenden Portal. Das erste dieser Portale ist Gradido.net.

Gradido-Akademie, Institut für Wirtschafts-Bionik

Die Gradido-Akademie (früher: Joytopia-Akademie) ist das Herzstück des Forschungsprojektes »Natürliche Ökonomie des Lebens«. Hier findet die Hauptarbeit statt: Forschung, Entwicklung, Programmierung der Gradido-Software, Initiierung und Betreuung des Gradido-Netzwerkes, Vorträge, Schreiben dieses Buches, Koordination usw.

http://gradido.net/academy

Zurzeit machen wir hier noch alles ehrenamtlich auf eigene Kosten und auf Spendenbasis. Daher brauchen wir dringend Ihre finanzielle Hilfe. Jeder Betrag hilft uns weiter, dass wir die Arbeit fortsetzen können. Auch laden wir Sie ganz herzlich ein, Fördermitglied der Gradido-Akademie zu werden und unsere Arbeit zu unterstützen.

Als Mitglied der Gradido-Akademie gehören Sie zum engeren Kreis der Gradido-Bewegung. Sie erhalten Informationen aus erster Hand und können sich direkt an der inhaltlichen Arbeit beteiligen, sofern Sie dies wünschen.

Unsere E-Mail-Adresse: academy@gradido.net

Wenn Sie unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen möchten, hier unsere Bankverbindungen:

Volksbank Hohenlohe
BLZ 620 918 00
Kto.Nr. 54 444 004
BIC (SWIFT): GENODES1VHL
IBAN: DE51 6209 1800 0054 444004
Konto-Inhaber: Joytopia / Gradido

PayPal: akademie@joytopia.net

Vernetzung mit anderen Organisationen

Ein Projekt wie die friedliche Transformation unseres Wirtschaftssystems können wir nur gemeinsam mit vielen anderen Organisationen verwirklichen. Wenn Sie bereits in anderen Organisationen aktiv tätig sind, freuen wir uns über Ihre Mithilfe bei der Vernetzung.

Übersetzungen

Sowohl dieses Buch als auch unsere Internetseiten sollen in weitere Sprachen übersetzt werden. Wenn sie dabei mithelfen wollen und können, melden Sie sich bitte bei uns.

Wikipedia

Als weltgrößte Online-Enzyklopädie ist Wikipedia um Objektivität und Ausgewogenheit bemüht. Wikipedia-Artikel über Personen und Projekte sollten daher von Dritten geschrieben werden. Wenn Sie Erfahrung mit Wikipedia haben und Artikel über die Natürliche Ökonomie des Lebens, Gradido, Joytopia oder den Autoren schreiben oder an bestehenden Artikeln mitarbeiten, helfen Sie damit, das gemeinsame Projekt bekannt zu machen.

Programmierung

Gradido EASy (Electronic Accounting System), die Software für die Gradido-Portale, ist Open Source. Sie ist bereits auf dezentralen Betrieb vorbereitet, d.h. es können in Zukunft viele Gradido-Instanzen installiert werden, die miteinander kommunizieren.
Wenn Sie Programmierer sind (php, JavaScript) und zur Weiterentwicklung beitragen wollen, herzlich gerne!

16.09.12 00:05
dlaniar 

Administrator

Noch was vergessen?

Möchten Sie sich auf einem Gebiet einbringen, das hier noch nicht aufgeführt ist? Dann zögern Sie bitte nicht, sich bei uns zu melden. Gradido ist ein einzigartiges ganzheitliches Projekt. Es gibt in dieser Form nichts Vergleichbares. Jeder Mensch hat seine ganz besonderen Neigungen und Fähigkeiten und wir können jede Hilfe gebrauchen. Gemeinsam schaffen wir es.

Ganz herzlichen Dank!




Im elektronischen Zahlungsverkehr ist die Vergänglichkeit des Gradido ganz einfach zu realisieren. Ähnlich wie bei einem negativen Zins wird sie im Hintergrund auf die Sekunde genau berechnet und zum Monatswechsel vom Guthaben abgebucht. Dank neuer mobiler Technologien, z.B. Smartphones, kommen immer mehr elektronische Bezahlmöglichkeiten auf den Markt. Ob man es mag oder nicht – der Trend geht deutlich weg vom Papiergeld hin zum elektronischen Zahlungsverkehr.

Für den Fall, dass doch noch Bargeld gebraucht werden sollte, bieten sich hierfür zwei Lösungsmöglichkeiten an:


    1. Möglichkeit: Durch das Aufkleben von Märkchen wird der Wert des Papiergeldes in regelmäßigen Abständen aktualisiert.
    2. Möglichkeit: Parallel zu der im Wert konstanten Währung Gradido wird eine »dynamische Währung« eingeführt, die ihren Wert ständig verändert.

Im Folgenden beschreiben wie die zweite Möglichkeit.

Die dynamische Währung FREE

Der Begriff »FREE« steht für »Freie Energie-Einheit« (englisch: »Free Energy Exchan-ge«). Gradido und FREE bilden zusammen eine »Tandem-Währung«, bei welcher der Gradido im Wert konstant ist, während die FREE ihren Wert gegen über dem Gradido im Verlauf des Jahres ändert. Das Papiergeld wird jedes Jahr neu gedruckt. Die Jahreszahl ist groß und deutlich sichtbar angebracht.

Bei Transaktionen, bei denen es auf Genauigkeit ankommt, werden die Gradido in FREE nach Tageskurs umgerechnet. Dies ist vor allem bei größeren Beträgen der Fall, sowie beim Ein- oder Auszahlen von bzw. auf das Gradido-Konto.

Bei kleineren Beträgen, wie sie bei den täglichen Einkäufen vorkommen, dürfte im Allgemeinen eine vierteljährliche Anpassung genügen. In diesem Falle braucht man sich nur drei einfache Zahlen zu merken: ¼, ½, und ¾. Die vierteljährliche Wertanpassung der FREE ist kinderleicht zu berechnen:

    Zu Jahresbeginn ist 1 Gradido = 1 FREE,
    nach einem Vierteljahr ist 1 Gradido = 1¼FREE bzw. 1,25 FREE,
    nach einem halben Jahr ist 1 Gradido = 1½FREE bzw. 1,50 FREE,
    nach einem dreiviertel Jahr ist 1 Gradido = 1¾FREE bzw. 1,75 FREE.


Im folgenden Jahr werden zwei alte FREE wie eine neue FREE gehandelt. Die alten Scheine wandern über die Ladenkassen zu den Geld-Ausgabestellen und werden im Laufe des Jahres aus dem Verkehr gezogen.


Das Thema wurde geschlossen, damit keine Beiträge dazu kommen, die nicht zu dem Buch gehören. Wer seine Meinung zu diesem Thema oder einzelnen Aussagen hier diskutieren möchte, kann dies hier tun:
http://www.pachizefalos.de/forum/thread....13&thread=5
unter
Anmerkungen, Kommentare und Diskussion zu der Natürlichen Ökonomie des Lebens





Zuletzt bearbeitet am 12.11.12 09:21

07.07.13 15:27
dlaniar 

Administrator

Anmerkung



Die Grundgedanken der Natürlichen Ökonomie des Lebens, wie sie hier von Bernd Hückstädt vorgestellt werden, halte ich für richtig im tiefsten Sinne dieses Wortes. Das ist auch der Grund, warum ich die Illustrationen dazu erstellt habe und das ganze Buch im pachizefalos-Forum eingestellt habe. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass diese Gedanken in alle Welt getragen und von vielen Menschen diskutiert und verinnerlicht werden, so dass möglichst bald Menschen Wege finden, sie zu verwirklichen.

• Ständiges Wachstum ist nicht möglich. In Wirtschaft, Politik und Medien wird so getan, als wäre es doch möglich. Kriege und Krisen sind die Konsequenz.
• Deshalb ist es an der Zeit, dass die Basis des Wirtschaftens, das Geld, mit dem Leben vereinbar gemacht wird.
• Dazu bietet dieses Buch von Bernd Hückstädt ein gut durchdachtes Modell.

Dennoch glaube ich, dass es nicht ausreicht, ein neues Geldsystem einzuführen. So lange Whistleblower wie Edward Snowden als Staatsfeinde betrachtet werden, ist die Macht auf der Seite der Bankster. Oder umgekehrt: So lange die Macht in den Händen der Bankster ist, werden Helden wie Edward Snowden als Staatsfeinde betrachtet.

Die verrückte Idee, dass Menschen gegen Menschen kämpfen müssten, ist in den Köpfen. Und weil das so ist und damit es so bleibt, werden Krimis und Kriegsfilme gezeigt und konsumiert, werden Kampfspiele verkauft und gespielt, wird der Sport zum Wettkampf pervertiert, werden Kinder in Schulen auf Wettbewerb getrimmt und die Justiz maßt sich an, Urteile zu fällen über Menschen, denen nicht rechtzeitig geholfen wurde und sie deshalb zu bestrafen. Die Perversion der Gewalt gipfelt im Anzetteln von Kriegen zur Korrektur der Börsenkurse, und diese Kriege werden in den Medien wie Naturkatastrophen dargestellt. . .

Dieses System wird aufrecht erhalten in allen Hierarchien in Familien, Betrieben, Staaten.

Zur Überwindung der Gewalt von Menschen gegen Menschen müssten all diese Formen von Gewalt in unserer Gesellschaft bewusst werden. Wir leben in einer Zeit, in der dafür Wege gesucht und gefunden werden. Die Gewaltfreie Kommunikation, die Sprache des Lebens, ist ein Weg dort hin. Aber noch erlebt die Mehrheit der lebenden Menschen eine schreckliche Allgegenwart von Gewalt.

Die Natürliche Ökonomie ist ein notwendiger Teil dieser Entwicklung. Ich glaube, dass die Veränderung des Geldsystems nur möglich ist mit der Beendigung des Krieges in den Köpfen der Menschen.

Wo und wieweit bin ich selbst Teil dieses Wahnsinns?

Diese Frage können Menschen nur sehr schwer beantworten, weil sie sich ihrer Gewordenheit nur mühsam bewusst werden können. ( Warum das so ist, habe ich in dem Flyer zu meiner Karikaturen-Ausstellung etwas ausführlicher beschrieben http:/www.pachizefalos.de/flyer-text.htm ) Die Schwierigkeit, die eigene Gewordenheit zu durchschauen, wird leichter deutlich bei extremen Beispielen wie Selbstmord-Attentätern oder Amokläufern, die blindlings ihre eigene Wut auslassen an meist eher zufälligen Opfern. Dass unsere eigenen Vorlieben und Abneigungen, Vorurteile aber auch Lebensziele und Krankheiten ebenso wie die Wut des Attentäters ganz konkrete Hintergründe haben, wissen wir meist kaum, weil die Ereignisse, die zu ihnen geführt haben, lange zurück liegen und von uns oft nur deshalb so interpretiert wurden und diese Bedeutung bekamen, weil wir schon vorher, möglicherweise im Ansatz bereits im Mutterleib gelernt hatten, die Dinge so zu sehen.

In dieser Situation verharren viel zu viele Menschen in dem Gefühl, nichts tun zu können. Und damit werden sie, ohne es zu wollen, zu den wertvollsten Verbündeten der Mächtigen.
[Christian Felber (Mitbegründer von Attac Österreich): Wer an die eigene Ohnmacht glaubt, macht sich zum wertvollsten Verbündeten der Mächtigen.]

Und so wird es wohl noch eine Weile dauern, bis die Idee des Gradido umgesetzt wird.

Zuletzt bearbeitet am 28.10.13 23:53

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