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GRADIDO - Die Natürliche Ökonomie des Lebens- Buch von B. Hückstädt mit Bildern von R. Irmscher
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05.08.12 21:33
dlaniar 

Administrator









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Zuletzt bearbeitet am 12.11.12 09:08

07.08.12 07:11
dlaniar 

Administrator





Seit Anbeginn der Zeit schafft die lebendige Natur etwas, wovon Ökonomen nur träumen können: sie erschafft Leben und ständiges Wachstum in überfließender Fülle. Nur wir Menschen scheinen etwas noch nicht begriffen zu haben: obwohl wir alle Menschen weltweit ernähren könnten – und zwar mit biologischen Nahrungsmitteln – leben zwei Drittel der Menschheit unterhalb der Armutsgrenze, während einige wenige in ihrem Geld baden.

Warum gibt es diese unendliche Armut auf der Welt? Und warum gibt es extremen Reichtum? Die Frage des »Warum« beschäftigte uns in Kapitel 1. In diesem Kapitel werden wir uns mit dem »Wie« beschäftigen. Wie macht das die Natur? Was ist es, das die Natur richtig macht und wir Menschen bis jetzt offenbar noch falsch machen? Wie kann uns Wohlstand für alle Menschen gelingen, in Frieden und in Harmonie mit der Natur?

Als ich mir Mitte der neunziger Jahre intensiv diese Fragen stellte, stand ich mit meinen Gedanken noch ziemlich alleine da. In der Öffentlichkeit wusste man noch nichts von der Idee eines Grundeinkommens oder von alternativen Geldmodellen. Es gab solche Ansätze zwar schon seit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, aber die Wenigsten hatten je davon gehört – ich auch nicht. Und das war gut so, wie sich später herausstellte. Denn so konnte ich mich unbeeinflusst von anderen Ideen auf die Suche nach der Lösung machen.

Neue Denkstrukturen schaffen

»Technologie war noch nie ein Problem. Das Problem, das es zu lösen galt, lag im Denken der Bewohner und in der Wirtschaft.«
– Joytopia

Um dahinter zu kommen, musste ich beginnen ganz anders zu denken, als bisher. Denn unsere bisherigen Denkstrukturen haben uns ja an den Punkt gebracht, an dem wir jetzt stehen. Und weil unsere Denkmuster fest eingebrannt sind, und unsere Gedanken diesen Mustern so folgen, wie die Autofahrer der Autobahn, begann ich, ungewöhnliche Tech-niken anzuwenden, um die gewohnten Muster abrupt zu unterbrechen. Erst bei Totalsper-rung sind die Autofahrer gezwungen, auf die benachbarten Seitenstraßen auszuweichen und neue Wege zu probieren. Auf wundersame Weise öffnen sich dann völlig neue Ausblicke.

Ein solcher neuer Weg war das Schreiben einer visionären Kurzgeschichte. Man versetzt sich in eine wünschenswerte Zukunft und schaut den Weg zurück, auf dem man diese Zukunft erreicht hat. Dabei kann man sich alles wünschen: Wohlstand für alle, Frieden, einen Staat ohne Steuern, Vollbeschäftigung, ein gutes Arbeitsklima, glückliche motivierte Menschen die bis ins hohe Alter fit sind, eine intakte Natur und vieles mehr. »Geht nicht« – gibt’s nicht! Denn in der Phantasie ist alles möglich und alles erlaubt. Schon Albert Einstein schätzte die Phantasie höher als das Wissen: »Wissen ist begrenzt, Phantasie grenzenlos.«

Zuletzt bearbeitet am 05.09.12 14:54

07.08.12 07:21
dlaniar 

Administrator

Eine weitere Methode der Musterunterbrechung ist die Vorgabe, alles andersherum zu denken, als gewohnt. Wenn wir in einer Welt leben, wo der Staatshaushalt mit Steuern finanziert wird, dann lassen wir den Staat seinen Bürgern Geld schenken. Wenn der de-mografische Wandel nicht mehr finanzierbar ist, dann finanzieren in unserer Vision die Senioren die Wirtschaft durch ihr pures Sein. Wenn alleinerziehende Eltern Unterhaltsprobleme haben, dann tragen in Joytopia die Kinder zum Wohlstand ihrer Familie durch ein Aktives Grundeinkommen bei.

Innere Rollenspiele sind ebenfalls effektive Werkzeuge für kreative Querdenker, um zu völlig neuen Sichtweisen und Impulsen zu kommen. Man schlüpft in die Rolle eines anderen und lässt ihn oder sie zu einem Thema sprechen. In unserer Geschichte ist es »Very Goodfriend«, ein »sehr guter Freund« von einem anderen Stern, der den Menschen den
Weg zu weltweitem Wohlstand zeigt – in Frieden und in Harmonie mit der Natur.

Solche und ähnliche Kreativtechniken sind bestens geeignet, uns auf ganz neue Ideen und Lösungen zu bringen. Wir lassen unserer Seele Flügel wachsen und entdecken Welten voller Möglichkeiten.

Die Natur als Vorbild

»Auf Freegaia gab es immer schon Leute, die die Natur beobachteten und ihre Gesetze zu ergründen suchten«.
- Joytopia

Die größte Inspirationsquelle war und ist immer noch die Natur. Wieder und wieder fragte ich mich: »wie macht es die Natur, und was machen wir anders?« Und das aus mehreren Gründen. Zum einen sollte das neue Wirtschaftsmodell im Einklang mit der Natur stehen. Wenn wir Menschen überleben wollen, müssen wir mit der Natur zusammenarbeiten und nicht gegen sie. Wir müssen alles tun, was in unserer Macht steht, um den
katastrophalen Schaden wieder gut zu machen, den wir in den vergangenen Jahren angerichtet haben. Zum anderen zeigt uns die Natur, wie das Leben funktioniert. Wir brauchen das Rad nicht neu zu erfinden. Wir brauchen nur die Erfindungen der belebten Natur zu entschlüsseln. Kennen Sie den Begriff Bionik? Wikipedia beschreibt ihn so:

»Die Bionik (...) beschäftigt sich mit der Entschlüsselung von »Erfindungen der belebten Natur« und ihrer innovativen Umsetzung in der Technik. Dabei liegt die Annahme zugrunde, dass es in der Natur durch evolutionäre Prozesse (relativ) optimierte Strukturen, Prozesse etc. gibt. Die Bionik ist ein interdisziplinärer Bereich, in dem Naturwissenschaftler und Ingenieure sowie bei Bedarf auch Vertreter anderer Disziplinen wie etwa Architekten, Philosophen und Designer zusammenarbeiten.«
http://de.wikipedia.org/wiki/Bionik

07.08.12 15:41
dlaniar 

Administrator

In der Technik wird Bionik ganz selbstverständlich angewendet. Jeder Flugzeugbauer studiert den Flug der Vögel und lernt von der Natur, wie das Fliegen funktioniert. Danach fällt es viel leichter, Flugzeuge zu konstruieren oder diese zu optimieren. Doch bei Wikipedia ist nur von Technik die Rede. Was für Luftfahrtingenieure und andere Techni-ker zum Handwerkszeug gehört, das hält in der Wirtschaft erst langsam Einzug.

In der Gradido-Akademie (früher Joytopia-Akademie) betreiben wir Wirtschafts-Bionik seit über zehn Jahren. Durch intensive Beobachtung der belebten Natur sind wir zu einer komplett neuen Volkswirtschafts-Theorie gelangt: der Natürlichen Ökonomie für weltweiten Wohlstand in Frieden und in Harmonie mit der Natur. Alle unsere Forschungen kommen zum selben Ergebnis und zu einer ganz klaren Botschaft:



Im folgenden werden wir Aussagen der Joytopia-Geschichte analysieren, ergänzen und zu einem Wirtschaftsmodell zusammenfügen. Das ist gar nicht so schwer. Denn alles Geniale ist in seiner Grundidee einfach. Und die Natur ist genial! Sie hat nicht nur Leben hervorgebracht, sie erhält es auch – nachhaltig.

Die Kraft der Vision

»Alles, was du denken kannst, wird Realität! Alles was du dir wünschst, wird eintreten, wenn du dir es vorstellen kannst.«
– Joytopia

„Sei doch realistisch!“ – „Das schaffst du nie!“ – „Das kann ich mir nicht vorstellen!“ – „Was glaubst du, wer du bist, dass du meinst die Welt verändern zu können!“ – „Das werden »die« nie zulassen!“ – „Die Welt ist so wie sie ist, wir können sie nicht ändern!“

Wissen Sie, wer unsere größten Feinde sind? Nein, es sind nicht die Anderen! Es sind unsere eigenen Denkblockaden. Wir glauben, es uns nicht vorstellen zu können, dass wir etwas schaffen können. Ja, Sie haben richtig gelesen: die Denkblockade beginnt dort, wo wir glauben, wir könnten es uns nicht einmal vorstellen. Dabei wissen wir doch, dass Fantasie grenzenlos ist. »Die Gedanken sind frei«, heißt es in einem deutschen Volkslied. Wenn wir uns aber nicht einmal erlauben, uns eine positive Zukunft in Gedanken vorzustellen, wie wollen wir sie dann erschaffen?

09.08.12 18:27
dlaniar 

Administrator

09.08.12 18:52
dlaniar 

Administrator

Re: Gradido - Natürliche Ökonomie des Lebens

Kommentar des Moderators

Ich glaube, so kann man das nur schreiben, wenn man von den wahren Ängsten von Menschen wenig Ahnung hat.

Die tiefsten Ängste kann man erahnen, wenn man die eigenen Alpträume anschaut. Die Angst, zu gut zu sein, kommt darin kaum vor, und wenn, dann ist dahinter die Angst, bestraft, erniedrigt und gedemütigt oder gar misshandelt zu werden, wie kleine Kinder es immer wieder erleben, die sich dann anders nicht wehren können, als den Schmerz zu verdrängen. Das heißt, die eigentliche Erinnerung ist dem Tagesverstand nicht mehr zugängig. Und dann kann im Extrem die Angst, wieder so hilflos zu sein wie als Säugling, dazu führen, dass Menschen völlig überreagieren wie Baschar al-Assad in Syrien, der aus Angst, zur Rechenschaft gezogen zu werden, einen Bürgerkrieg gegen das eigene Volk führt.

Und dennoch stimmt es, dass das Selbstwertgefühl fast aller Menschen in unserer Gesellschaft und auch bei anderen Völkern tief beschädigt ist durch die "Erziehung" mit Strafen und Angst.

09.08.12 19:04
dlaniar 

Administrator

weiter im Text des Buches

Dieses Zitat, das irrtümlich Nelson Mandela zugeschrieben und dadurch weltberühmt wurde, mahnt uns eindringlich, unsere Bestimmung zu leben: »Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun. Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren«. Viel zu lange haben wir uns von unseren selbst gemachten
Denkblockaden nieder drücken lassen. Wir haben es zugelassen, dass man es uns verboten hat, von unserer unveräußerlichen Freiheit Gebrauch zu machen: von der Freiheit zu denken und zu träumen, Visionen zu entwickeln, Pläne zu schmieden und die Welt mit zu
gestalten.

Die Mächtigen dieser Welt haben sich diese Freiheit nicht verbieten lassen. Dies ist der Grund, warum sie uns so mächtig erscheinen. Doch auch sie sind im System gefangen, so lange sie glauben, dieses einfache Geheimnis hüten und den Rest der Welt klein halten zu müssen, um sich an der Macht zu halten. Dieses Denken entspricht dem Null-Summen-Dogma, der Illusion, es sei nicht genug für alle da. Wer glaubt, dass nicht genug für alle da ist, der muss Zäune errichten und anderen den Zugang zur Quelle verwehren.

Doch die Geschenke Gottes sind für uns alle da. Wir alle sind geboren worden, »um den Glanz Gottes zu manifestieren«. Wir alle tragen die Schöpferkraft in uns, eine Welt zu erschaffen, in der Wohlstand für alle herrscht, in Frieden und in Harmonie mit der Natur.

»Auf unserem Planeten Freegaia haben wir dieses Ziel bereits erreicht. Du brauchst es dir nur abzuschauen und auf der Erde zu verbreiten. Das ist unser Geschenk an euch Menschen.«
– Joytopia

Der Plan für eine solche Welt ist bereits vorhanden. Davon handelt dieses Buch. Wir brauchen nur den Mut zu haben, unser Licht scheinen zu lassen und unsere tiefste Angst loszulassen: die Angst, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein. Damit geben wir anderen Menschen die Gelegenheit, dasselbe zu tun, und unsere Gegenwart befreit automatisch andere. Wir lösen eine kraftvolle befreiende Kettenreaktion aus, denn das Geschenk von Joytopia ist für alle da.



»Die Natur produziert Nahrung aus sich selbst heraus
und schenkt sie ihren Lebewesen.«

– Joytopia

Die Mitglieder der Natur tun das, was sie tun, aus innerem Antrieb heraus. Die fleißige Biene sammelt Nektar, den ihr die Blüte schenkt, weil dies ihrem Wesen entspricht. Sie kann gar nicht anders. Sie folgt ihrer inneren Motivation, ihrem Instinkt. Ganz nebenbei bleiben Blütenpollen an ihren behaarten Beinen hängen. Und während sie von Blüte zu Blüte fliegt, trägt sie den Blütenstaub weiter und trägt zur Befruchtung bei. Aus den befruchteten Blüten wachsen Früchte heran: Äpfel, Birnen, Pflaumen, Beeren, Tomaten, Erbsen, Bohnen..., leckeres Essen für Menschen und Tiere – alles geschenkt.



Kommentar Rainald Irmscher:

So richtig das auch ist, ist es doch nur die halbe Wahrheit.

Der Begriff "Schenken" hat bei uns eine erhebliche moralische Komponente, die die Natur nicht hat. Die Natur ist amoralisch.
Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dann auch "Geschenke" der Natur. Natur ist eben auch "gnadenlos".

Zuletzt bearbeitet am 22.01.14 11:24

11.08.12 23:01
beiden 
Re: Gradido - Natürliche Ökonomie des Lebens

Zum schönen Bild der Schenkwirtschaft der Natur: Alles hat mindestens 3 Seiten: eine, die ich sehe, eine, die du siehst und eine, die wir beide nicht sehen (chinesisches Sprichwort): zum Bild der Natur gehört für mich auch das Chaos, das nichtwillentlich Beeinflussbare - vielleicht ein Teil dessen, was wir nicht sehen (wollen?) - dennoch: Schenken von Herzen bleibt eine sehr menschlich-wohltuende Geste – Danke

11.08.12 23:06
dlaniar 

Administrator



Wiederum ganz nebenbei laufen oder fliegen die Tiere herum und lassen ihren Haufen fallen, wo es ihnen beliebt (auch unsere menschlichen Vorfahren taten das). Der Same fällt, eingebettet in kostbaren Dung, auf die Erde und kann dort zu einer neuen Pflanze heranwachsen. Damit dies alles geschehen kann, schenkt uns die Sonne Wärme. Aus den Wolken regnet Wasser. Würmer und andere Organismen machen den Boden fruchtbar und schließen die Nährstoffe auf, so dass sie von den Wurzeln aufgenommen werden können – einfach so.

Hat irgendein Lebewesen einen Vertrag mit den anderen gemacht? Kredit aufgenommen? Bedingungen gestellt? – Wer hat sich dieses wunderbare Zusammenspiel einfallen lassen? Der Zufall? Wohl kaum, denn »Gott würfelt nicht«. Gott schenkt uns das Wertvollste, was wir haben: unser Leben. Die Natur betreibt also Schenkwirtschaft. Keine Marktwirtschaft, keinen Kommunismus und keinen Kapitalismus – Schenkwirtschaft, sonst
nichts!

Ein paar Reste der Schenkwirtschaft haben wir Menschen uns noch bewahrt. In unseren Kulturen und Religionen finden wir noch etwas davon: »Geben ist seliger als Nehmen« bei den Christen, die Großzügigkeit bei den Buddhisten, die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Orientalen, die Geschenkfeste der Indianer. Und auch das freiwillige Engagement der Bürger, Spenden, Barmherzigkeit..., Qualitäten und Aktivitäten, ohne die unsere moderne Gesellschaft gar nicht mehr funktionieren würde.



»Wenn die Natur in Ordnung ist, herrscht überfließende Fülle, das heißt, es ist mehr
Nahrung da, als gebraucht wird. Die Nahrung ist vergänglich und kann nur eine be-stimmte Zeit gelagert werden«.

– Joytopia

Nicht nur, dass uns die Natur schenkt, was wir brauchen. Sie schenkt es uns auch in überfließender Fülle. Wenn wir an einem Fluss sitzen, fließt von der einen Seite ständig frisches Wasser zu, viel mehr, als wir jemals brauchen werden. Alles Wasser, das wir nicht brauchen, fließt weiter. So war zumindest der Urzustand, bevor die Industrialisierung in großem Stil das Wasser verbrauchte, verschmutzte und vergiftete. Man konnte damals in den Flüssen baden und das Wasser aus den Bächen und Flüssen trinken.

Ein weiteres Beispiel: ein gesunder Apfelbaum trägt viele Früchte. Tiere (sofern sie nicht als Plage einfallen) ernten nicht den ganzen Baum ab, sondern fressen, was sie brauchen. Den Rest lassen sie am Baum. Auch hier liefert die Natur mehr, als gebraucht wird. Die nicht verzehrten Äpfel gehen durch Verwesung wieder in den natürlichen Kreislauf ein.

Zuletzt bearbeitet am 08.11.12 13:36

11.08.12 23:08
dlaniar 

Administrator

Interessant ist die Beobachtung, dass in der lebendigen Natur durch das Gebrauchen einer Ressource oft eine Wertschöpfung stattfindet. Pflanzen und Tiere, die Wasser trinken, wachsen, vermehren sich oder halten sich wenigstens am Leben. Der Verzehr von Früchten dient außerdem der Vermehrung der Pflanzen, die die Früchte produziert haben – ein Dank der Nutznießer an die Spender.



Die vielfältigen Interaktionen der Naturwesen miteinander dienen dem Wohle des Einzelnen (die Biene trinkt Nektar), dem Wohle der Gemeinschaft (das Bienenvolk schafft Honig-Vorräte) und dem Wohle des Großen Ganzen (Erhaltung des Ökosystems). Wir nennen dies das Dreifache Wohl.

Das Dreifache Wohl des Ganzen ist das entscheidende Kriterium in der Natürlichen Öko-nomie des Lebens. Wenn einer der drei Aspekte vernachlässigt wird, gerät das Ganze aus dem Gleichgewicht. Fehlt das Wohl des Einzelnen, besteht also kein Eigeninteresse, warum sollte man sich dann engagieren? Fehlt das Wohl der Gemeinschaft, geht sie zugrunde. Und wenn das Wohl des Großen Ganzen in Frage steht, ist unsere Lebensgrundlage gefährdet.

Gerne möchte ich Sie zu einem Experiment einladen. Bitte nehmen Sie sich ein paar Ereignisse des Tages vor, sowohl persönliche als auch politische. Nun fragen Sie sich bei jedem Ereignis:

    • Trägt es zu meinem persönlichen Wohl bei? Trägt es zum persönlichen Wohl jedes einzelnen Beteiligten bei?

    • Trägt es zum Wohl der Familie, der Stadt, der Region, des Landes usw. bei?

    • Trägt es zum Wohl aller Menschen, der Natur und der Umwelt bei?


Welche Erkenntnisse konnten Sie aus dieser kleinen Übung gewinnen? Diente die Mehrheit Ihrer Ereignisse dem Dreifachen Wohl? Wenn nicht, was könnte man verbessern?

Am Besten untersuchen Sie das Dreifache Wohl so oft wie möglich. Fragen Sie sich bei allem, was ihnen begegnet: »Dient es dem Wohl des Einzelnen, dem Wohl der Gemeinschaft und dem Wohl des Großen Ganzen?« – Wenn Sie sich diese drei Fragen bei allen Dingen stellen, mit denen Sie konfrontiert werden, und bei allen Entscheidungen, die Sie zu treffen haben, dann schärfen Sie Ihr Unterscheidungsvermögen dafür, was dem Leben dient und was ihm schadet. Das dreifache Wohl wird sich zu einem festen Bestandteil in ihrem Leben entwickeln, und die drei Fragen zu einer lieb gewonnenen Angewohnheit, die Sie nicht mehr missen wollen. In den nächsten Abschnitten haben wir reichlich Gele-
genheit dazu.




Zuletzt bearbeitet am 12.11.12 09:08

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