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GRADIDO - Die Natürliche Ökonomie des Lebens- Buch von B. Hückstädt mit Bildern von R. Irmscher
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11.08.12 23:09
dlaniar 

Administrator

Kommentar des Moderators





Bei der Überlegung ob mein Tun dem Dreifachen Wohl entspricht, ist der erste, ob es meinen persönlichen Bedürfnissen entspricht, so wichtig, dass der nicht vermengt werden sollte mit der Frage, ob es zum Wohl aller beteiligten Personen ist.



Die biblische Forderung: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!" wird ja gerade deshalb so häufig nicht erfüllt, weil es an der Selbstliebe mangelt.

Wenn jemand andere Menschen verantwortlich macht für den eigenen Ärger, verharrt er in seinem Ärger und nimmt die wahren Bedürfnisse, die dahinter liegen, gar nicht wahr.

Weil Kinder bei uns seit Jahrhunderten zum Gehorchen "erzogen" wurden mit Strafen und Drohungen, haben wir verlernt, alle unsere Gefühle zu spüren und unsere wahren Bedürfnisse zu erkennen und für deren Beachtung durch die Mitmenschen angemessen und erfolgreich einzutreten.

(Das wird sehr gut deutlich an dem Gespräch zwischen Marshall B. Rosenberg und einem schwedischen Gefangenen.)
http://www.pachizefalos.de/Gewaltfreie-Kommunikation-22.htm

Zuletzt bearbeitet am 12.11.12 09:09

11.08.12 23:11
dlaniar 

Administrator

Weiter im Buch "Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens" von Bernd Hückstädt




Zuletzt bearbeitet am 27.06.13 13:13

11.08.12 23:11
dlaniar 

Administrator

Haben Sie sich schon mal gefragt, wo das Geld eigentlich herkommt? Wie ist es entstanden? Kommt es einfach aus dem Bankomat, wie der Strom aus der Steckdose? Hat es in grauer Vorzeit ein »Schöpfer« erschaffen, so wie Gott die Welt? Und wer schuf dann die Schulden?

Über dem Geld weht ein Hauch des Mystischen. Und so wundert es nicht, dass nur wenige Menschen etwas über die Geldschöpfung wissen. Das Wort »Geldschöpfung« ist ein Fachausdruck aus der Finanzwelt. Es bezeichnet den Vorgang, wie Geld entsteht. Und in der Tat wird es jetzt etwas mystisch, denn aus gutem Grund wird unser heutiges Geld oft als Fiat-Money bezeichnet. Das hat nichts mit der gleichnamigen Auto-Marke zu tun, sondern bezieht sich auf die Bibel: im ersten Buch Mose, der Genesis, sprach Gott auf lateinisch »Fiat lux!«, das heißt »Es werde Licht!«. Und es ward Licht, wie wir im Religionsunterricht gelernt haben. Die heutigen Schöpfergötter sprechen »Fiat Money!«, also »Es werde Geld!«. Und sie schöpfen Geld aus Schulden. Fiat-Money bedeutet sinngemäß »Geld aus dem Nichts«. Es wird zu einem kleinen Teil von den Notenbanken und zum überwiegenden Teil in den Geschäftsbanken geschöpft. In der Bank-Bilanz muss die Summe aller Konten zusammen »Null« ergeben. Anders ausgedrückt muss die Summe aller Guthaben gleich der Summe aller Schulden sein.


Stellen Sie sich vor: Sie und ich, wir beide hätten jeder genau null Euro auf dem Bankkonto. Es ist nichts bei uns zu holen, kein Geld da – nichts. Obwohl wir beide kein Geld haben, kaufen Sie von mir Bücher, um sie ihren Freunden zu schenken. Sie wollen nämlich das wertvolle Wissen über die Natürliche Ökonomie des Lebens gerne weitergeben. Als ehrlicher Mensch überweisen Sie mir hundert Euro. Dadurch bin ich glücklicher Besitzer von hundert Euro Guthaben geworden. Und Sie haben jetzt leider hundert Euro Schulden bei der Bank.

Was ist gerade eben geschehen? Es wurde Geld aus dem Nichts geschöpft – durch Schulden! Innerhalb der Bank ist der Vorgang zwar etwas komplexer; doch für uns »Nicht-Banken« (so werden Menschen wie Sie und ich von den Banken genannt) zählt nur, was hineingeht und was herauskommt. Es geht Nichts hinein, und heraus kommen Guthaben und Schulden.

Wer hat jetzt das Geld geschöpft? Die Zentralbank? Ihr Bankdirektor? Die freundliche Bankangestellte, die Ihr Girokonto betreut? Der Bank-Computer? Die Antwort ist hart aber klar: Sie haben Geld geschöpft und sich damit Schulden aufgeladen. Sie wollten etwas Gutes tun, ein Projekt unterstützen, Ihre Freunde informieren, die Welt ein Stück besser machen – und haben sich dafür verschuldet!

Zuletzt bearbeitet am 22.10.12 17:29

11.08.12 23:12
dlaniar 

Administrator

»Ja, aber nur, weil ich das Geld nicht hatte. Man darf eben nur das ausgeben, was man hat!« – So oder so ähnlich werden Sie jetzt vielleicht denken. Doch kann diese Regel überhaupt eingehalten werden in einem System, in dem das Geld durch Schulden geschöpft wird? Für jeden Euro Guthaben muss es an anderer Stelle einen Euro Schulden geben. Wenn Sie keine Schulden haben, hat sie ein Anderer. Das ist in diesem System gar nicht anders möglich. Damit das nicht so auffällt, haben unsere Staaten die Schulden stellvertretend für ihre Bürger übernommen. In Deutschland sind es zur Zeit etwa 20.000 Euro Staatschulden pro Person. Praktisch alle Staaten weltweit sind hoch verschuldet. Viele stehen kurz vor dem Staatsbankrott.

Ein solches System kann überhaupt nicht funktionieren. Schon gar nicht, wenn man das Dreifache Wohl im Auge hat. Denn hier versagt es auf allen drei Ebenen. Das Wohl des Einzelnen ist verletzt, denn entweder Sie haben Schulden oder Sie sind Mitverursacher der Schulden anderer. Das Wohl der Gemeinschaft ist in Gefahr wegen der hohen Staatsschulden mit Risiko des Staatsbankrotts. Dies betrifft inzwischen die gesamte Völkerge-meinschaft. Und schließlich ist das Wohl des Großen Ganzen in Mitleidenschaft gezogen, denn hoch-kompetitive Märkte schrecken nicht vor Kriegen und Umweltzerstörung zurück.



Zins und Zinseszins verschärfen die Problematik zusätzlich. Doch auch zinslose Kreditgeldsysteme haben die besprochenen schädlichen Auswirkungen. In diese Kategorie fallen auch alle gut gemeinten Alternativ-Geld-Systeme, die auf gegenseitigen Kredit basieren, wie Barter-Clubs, Tauschringe, LETS-Systeme und ähnliches. Regionalwährungen, die an den Euro gekoppelt sind, kommen allein schon deshalb als Lösung nicht in Betracht.






In den folgenden Abschnitten werden Sie ein Geld- und Wirtschaftsmodell kennen lernen, bei dem das Geld nicht durch Schulden geschöpft wird, sondern durch das Leben selbst. Es ist so konstruiert, dass es allen nützt und niemanden schadet.

Und es beruht auf einem Grundsatz, der für eine zivilisierte Spezies selbstverständlich sein sollte...



Ob und wie hart Tiere für ihre Nahrung arbeiten, ist von Lebensform zu Lebensform sehr verschieden. Jedes freilebende Tier verhält sich seinem Wesen entsprechend. Will man ein Tier in Gefangenschaft zur Arbeit bringen, muss man es ständig dazu antreiben. Kein Tier würde für ein »Recht auf Arbeit« kämpfen.
– Joytopia


Menschen sind in dieser Hinsicht nicht viel anders als Tiere. Ein Mensch, der sich seinem Wesen entsprechend verhalten kann, blüht auf. Denken Sie an den Vollblutmusiker. Seine Welt ist die Musik. Er liebt sie über alles.

Zuletzt bearbeitet am 05.09.12 08:34

11.08.12 23:14
dlaniar 

Administrator

Bei jeder sich bietenden Gelegenheit greift er gerne zu seinem Instrument um zu musizieren. Seine Gesprächsthemen drehen sich vorwiegend um Musik. Die Musik ist sein Element.

Sperrt man ihn jedoch ein, zum Beispiel als Berufsmusiker in ein Orchester, wo eine strenge Hierarchie herrscht und er seinen Dienst nach Plan tun muss, kann es sein, dass sich seine Begeisterung für die Musik sehr schnell legt. Er beginnt, »Dienst nach Vorschrift« zu machen, also nur noch dann zu spielen, wenn er durch einen äußeren Zwang dazu angetrieben wird. Was hat seine ursprüngliche Liebe zur Musik abgetötet? In diesem einfachen und doch realitätsnahen Beispiel können wir vier Parameter als »Liebes-Töter« ausmachen:


    • Gefangenschaft
    • Hierarchie
    • zu viel Arbeit
    • äußerer Zwang


Gefangenschaft

Liebe ist von Natur aus frei. Sie gibt sich gerne freiwillig hin. Bringt man sie in Gefangenschaft, verwandelt sie sich in Prostitution. Gefangenschaft darf nicht verwechselt werden mit einer freiwillig eingegangenen Bindung. Freiwillige Bindungen erzeugen Verlässlichkeit und das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Gefangenschaft beruht jedoch auf Zwang. Der Gefangene sehnt sich nach Freiheit.

Hierarchie

Liebe kennt keine Hierarchien, keine Klassen, keine Kasten. Das Gegenüber ist ein gleichwertiger Partner, dessen Andersartigkeit eine Bereicherung darstellt und Bewunderung auslöst. Hierarchie dagegen ist oft verbunden mit Sanktionen, für den Fall, dass man die Rangordnung nicht respektiert. Wenn andere Sanktionen per Gesetz verboten sind,
wird häufig Mobbing angewendet.

Doch in bestimmten Fällen ist Hierarchie erforderlich. Insbesondere bei Organisationsformen, die auf Befehlsstrukturen beruhen, allen voran das Militär. Und auch bei anderen Unternehmungen, die ein präzises Zusammenspiel aller Beteiligten erfordern, ist eine gewisse Hierarchie unerlässlich. Verantwortung und Entscheidungsgewalt wird delegiert an Menschen, die die erforderliche Kompetenz besitzen. Sofern Hierarchie auf echter Kompetenz beruht, wird sie im Allgemeinen auch nicht als unangenehm empfunden. Außerhalb des Dienstes sollte dann Gleichberechtigung herrschen.

Zu viel Arbeit

Selbst die schönste Beschäftigung wird zur unangenehmen Pflicht, wenn sie zu viel wird. Klar, manchmal ist einfach viel zu tun. Und wenn man den Sinn erkennt, schadet das der Liebe nicht. Doch wenn permanent zu viel Arbeit getätigt werden muss und das womöglich auch noch unter Zeitdruck, zehrt dies an der Gesundheit.

Äußerer Zwang

Wenn die Liebe als innere Motivation fehlt, muss äußerer Zwang angewendet werden, um die mechanische Ausführung aufrechtzuerhalten. Zwar kann ein gewisser Zwang über innere Blockaden hinweghelfen, doch sollte er nicht zur Hauptantriebskraft werden.

Zuletzt bearbeitet am 28.07.13 06:36

11.08.12 23:15
dlaniar 

Administrator




Keiner der Vier Parameter ist nur gut oder nur schlecht. Auf das richtige Maß kommt es an. »Nur die Dosis macht das Gift«, heißt es in der Heilkunde. Wie würde die richtige Dosierung für unseren Vollblutmusiker aussehen? Dies ist natürlich von Mensch zu Mensch verschieden, doch aus dem Vorangegangenen können wir bereits einige Schlüsse ziehen.

Wenn er die Möglichkeit hat, sich freiwillig einem Orchester anzuschließen, die Stelle also nicht ausschließlich aus dem Zwang heraus annimmt, seinen Lebensunterhalt ver-dienen zu müssen, wird aus der Gefangenschaft eine freiwillige Bindung. Wenn in dem Orchester die Positionen entsprechend den musikalischen und menschlichen Fähigkeiten
verteilt sind und unter den Musikern ein Klima der gegenseitigen Wertschätzung herrscht, wird er die Hierarchie gerne als sinnvoll und notwendig anerkennen. Insbesondere, wenn sich die Musiker außerhalb des Orchesterdienstes in einer gleichberechtigten und wertschätzenden Haltung begegnen. Seine individuelle Work-Life-Balance muss stimmen,
also das passende Maß an Arbeits- und Freizeit.

Drei wesentliche Arbeitsbedingungen müssen für unseren Musiker stimmen, damit ihm die Liebe zur Musik und seine innere Motivation erhalten bleiben:


    • freiwillige Bindung,
    • kompetente Hierarchie und gegenseitige Wertschätzung,
    • Work-Life-Balance


Der Dienstplan ist dann nur noch ein sanfter äußerer Zwang, der ihm ab und zu über die nur allzu menschlichen Blockaden hilft. Selbstverständlich gibt es schon jetzt solche vorbildlichen Arbeitsbedingungen in einigen Firmen. Und die wissen auch warum, denn gut motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens.

Uns geht es darum, ideale Lebens- und Arbeitsbedingungen für alle Menschen zu schaffen, und zwar weltweit. Damit dienen wir dem Dreifachen Wohl: dem Wohl des Einzenen, der ideale Lebens- und Arbeitsbedingungen genießt – dem Wohl der Gemeinschaft,
denn zufriedene Menschen heben das gemeinsame Lebensgefühl aller – und dem Wohl des großen Ganzen, denn auch für das »Unternehmen Freegaia« sind motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das wichtigste Kapital.

Um für jeden Mensch ideale Lebens- und Arbeitsbedingungen sicher zu stellen, müssen wir dafür sorgen, dass jeder Mensch überhaupt erst einmal eine Arbeitsmöglichkeit erhält. Diese gilt es dahingehend zu optimieren, dass sie seinen persönlichen Idealvorstellungen möglichst nahe kommt. Hierfür haben wir das Konzept der Bedingungslosen Teilhabe
entwickelt.

Jeder hat das Recht – nicht die Pflicht – zur Bedingungslosen Teilhabe. Teilhabe besteht aus Geben und Nehmen. Jeder Mensch hat also das Recht, seinem Wesen entsprechend zum Gemeinwohl beizutragen.
– Joytopia

11.08.12 23:30
dlaniar 

Administrator

Unabhängig von Alter, Gesundheitszustand, Geschlecht, Hautfarbe, Nationalität, Religion, und Weltanschauung..., erhält jeder Mensch die Möglichkeit, bis zu fünfzig Stunden pro Monat seinem Wesen entsprechend für die Gemeinschaft tätig zu sein und sich damit ein Aktives Grundeinkommen von zwanzig Gradido pro Stunde zu verdienen. Das aktive Grundeinkommen beträgt also maximal tausend Gradido. Gradido heißt »Dank«. Die Gemeinschaft bedankt sich also bei jedem ihrer aktiven Mitglieder: »Tausend Dank, weil Du bei uns bist!«. Die Bedingungslose Teilhabe ist ein Recht und keine Pflicht. Wer seine Zeit lieber anderweitig nutzen will, zum Beispiel um in der freien Wirtschaft zu arbeiten, darf das gerne tun.

»Ob wir nun zum Gemeinwohl beitragen oder in der freien Wirtschaft arbeiten oder bei-des – es ist wie in der Natur: jeder beschäftigt sich seinem Wesen entsprechend. Wer gerne Brot bäckt, bäckt Brot, wer gerne musiziert, macht Musik. Manche Bürger üben mehrere Berufe aus, weil es ihnen Spaß macht, vielseitig zu sein. Wir tun, was wir lieben, liefern beste Qualität und sind erfolgreich damit.«
- joytopia



Ungewöhnlich beim Konzept der Bedingungslosen Teilhabe ist die Tatsache, dass jeder das Recht dazu hat, also auch Kinder, Kranke und alte Menschen. Ungewöhnlich vor allem auch deshalb, weil Kinderarbeit hierzulande verboten ist. In den Dritte-Welt-Ländern werden Kinder unter unmenschlichen Bedingungen in so genannten Sweatshops zur Kinderarbeit gezwungen. Dabei stellen sie Produkte her, die bei uns verkauft werden dürfen. Welch doppelzüngige Moral!

Doch es gibt auch Kinderarbeit, die sich sehr positiv auf die Entwicklung der jungen Menschen auswirkt: Kinder, die in Familienunternehmen aufwachsen, arbeiten meist von klein auf mit. Sie sind normalerweise verantwortungsvoller, selbstbewusster und lebenstauglicher als ihre Altersgenossen. Diese Qualitäten bleiben ihnen meist auch im Erwachsenen-Leben erhalten.

Als Junge hatte ich mir gewünscht, möglichst bald arbeiten gehen und Geld verdienen zu dürfen, wie mein Vater. Sobald es mir erlaubt wurde, fing ich an, Prospekte für einen Lebensmittelmarkt auszutragen. Etwas später gab ich anderen Schülern Nachhilfe in Mathematik. In den Schulferien bemühte ich mich um Ferienjobs. Die Möglichkeit, eigenes Geld zu verdienen, trug sehr zu meinem Selbstbewusstsein bei.

Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger, die nicht die Möglichkeit haben, ihr eigenes Geld zu verdienen, leiden oft an Minderwertigkeitsgefühlen. Dabei geht es weniger um das Geld, sondern um das Bewusstsein, ein vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft zu sein, seinen Beitrag leisten zu dürfen. So ist es auch zu verstehen, wenn Rentner, die ihr ganzes Arbeitsleben lang für die Rente einbezahlt hatten, kurz nach ihrer Pensionierung krank werden und sterben, weil sie nicht mehr das Gefühl haben, gebraucht zu werden.

Zuletzt bearbeitet am 06.09.12 00:04

20.08.12 19:28
dlaniar 

Administrator

Bedingungslose Teilhabe bedeutet also, seinem Wesen entsprechend zum Gemeinwohl beitragen zu dürfen.


Erst danach wird geprüft, wie diese Fähigkeiten optimal für die Gemeinschaft eingesetzt werden können. Das kann bereits im Vorschulalter mit kindgerechten Aufgaben beginnen und sich dann weiter entwickeln. Die Entwicklung des höchsten Potenzials, seine ganz persönlichen Neigungen und Fähigkeiten zu entdecken und seine Lebensaufgabe zu finden, erscheint uns als wichtig genug, um dieses Thema als Hauptfach für die Schule zu empfehlen.

In der Übergangszeit werden auch Erwachsene dabei Unterstützung brauchen. Viele haben inzwischen vergessen, was sie wirklich wollen und was sie gerne tun. Sie hören ihre innere Stimme nicht mehr; sie haben aufgehört, ihre inneren Sehnsüchte zu spüren, sich ihre Wünsche zu erlauben und eigene Ziele zu setzen. Hier kann die Gemeinschaft mit geeigneten Maßnahmen helfen. Es gibt schon heute sehr gute Methoden, sein volles Potenzial zu entwickeln. Das kann auch in Gruppen geschehen.

Auch kranke Menschen haben meistens das Bedürfnis, gebraucht zu werden und sich in die Gemeinschaft einzubringen. Und auch ihnen gilt es gegebenenfalls Hilfestellung zu leisten. Im Idealfall wird dies ihre Lebensqualität und sogar ihren Gesundheitszustand positiv beeinflussen.

Menschen mit Behinderungen haben oft ganz außergewöhnliche Fähigkeiten. Kennen Sie die Brenzband? Das ist eine etwa fünfzehn-köpfige Musik-Kapelle, die zum großen Teil aus Menschen mit Behinderungen besteht. Bei ihren Konzerten bringen sie eine solche Sympathie und menschliche Wärme rüber, dass es die reine Freude ist. Bei ihren zahlreichen Auftritten spielen sie inzwischen auch bei politischen Anlässen und schaffen es dabei, die Menschen zu Tränen zu rühren. Ihre Auslandtourneen reichen bis nach China, und vor ein paar Jahren erhielten sie sogar einen Preis der UNESCO. Es ist sicher nicht nur ihre Musik, die das Publikum berührt. Die Liebe und die Intensität, mit der diese Musiker »mit Behinderung« bei der Sache sind, rührt einfach die Herzen an.

Oder kennen Sie den Film Rainman, in dem Dustin Hofmann einen autistischen Mann spielt, der seinem jüngeren Bruder, einem herzlosen Geschäftsmann, wieder menschliche Gefühle beibringt?

Das sind nur zwei grundverschiedene Beispiele für die außergewöhnlichen Qualitäten, die Menschen mit Behinderungen in unser Leben bringen können. Stattdessen werden sie in unserer Gesellschaft leider häufig weggesperrt. Wie reich wird unser gemeinsames Leben werden, wenn auch sie die Bedingungslose Teilhabe genießen um sich auf ihre ganz persönliche Weise in die Gemeinschaft einbringen dürfen!

Zuletzt bearbeitet am 06.09.12 00:06

20.08.12 20:50
dlaniar 

Administrator

Wie wir sehen, können und wollen viel mehr Menschen ihren Teil zum Gemeinwohl beitragen, als landläufig vermutet wird. Ihnen allen das verbriefte Recht auf Bedingungslose Teilhabe zu geben (oder besser gesagt zurückzugeben, denn in unserer Gesellschaft wurde es ihnen genommen), wird unser aller Lebensqualität um ein Vielfaches anheben.

Es versteht sich von selbst, dass Menschen, die gar nichts tun können oder aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit brauchen, ihr Grundeinkommen und die nötige Pflege erhalten, ohne dass eine Gegenleistung von ihnen erwartet wird. Sie sind ja glücklicherweise schon jetzt in einigen Ländern durch Sozialhilfe, Rente oder ähnliches versorgt. In der Natürlichen Ökonomie des Lebens sind sie vollwertige Mitschöpfer: wie alle anderen
Menschen tragen auch sie zur Geldschöpfung bei.





Erinnern Sie sich noch, woher im alten System das Geld kommt? Richtig – aus dem Nichts! Aus »Nichts« entstehen Guthaben und Schulden. Es werden Zahlen im Computer generiert nach international anerkannten Regeln. Die alten Regeln folgen Null-Summen-Prinzip und sind so gestaltet, dass ihre Auswirkungen allen schaden und niemandem nützen.

Gradido – das »lebende Geld« – entsteht aus dem Leben selbst. Durch die Existenz jedes Menschen werden pro Monat dreitausend Gradido Guthaben geschöpft, ohne dass dadurch Schulden entstehen. Die neuen Regeln, nach denen die Zahlen im Computer generiert werden, folgen dem Plus-Summen-Prinzip und dienen dem Dreifachen Wohl: dem
Wohl des Einzelnen, dem Wohl der Gemeinschaft und dem Wohl des Großen Ganzen. Ihre Auswirkungen nützen allen Beteiligten und schaden niemandem.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Geldschöpfung nichts weiter ist, als das Erzeugen von Zahlen im Computer. Und es ist ganz normal, dass Regeln geändert oder durch neue Regeln ersetzt werden, wenn sie nicht (mehr) dienlich sind. Es gibt wohl kaum etwas lebensfeindlicheres auf dieser Welt, als das aktuelle Geldsystem. Alle Kriege und alle von Menschen gemachten Katastrophen sind direkte oder indirekte Folgen davon. Welcher Teufel hat die Menschheit geritten, das Schuldgeldsystem einzuführen? Und welcher Teufel reitet uns immer noch, es zu behandeln wie eine heilige Kuh und seine hinterhältigen Schöpfungsregeln aufrecht zu erhalten? Es ist ganz einfach, die Regeln zu ändern und ein lebendiges Geld zu erschaffen, das dem Wohle aller dient und das Überleben der Menschheit möglich macht – in Frieden und in Harmonie mit der Natur.

20.08.12 21:01
dlaniar 

Administrator

Aus dem Dreifachen Wohl leitet sich die Dreifache Geldschöpfung ab. Für jeden Menschen werden monatlich 3 mal 1000 Gradido geschöpft. Mit 1000 Gradido pro Person pro Monat bietet die Natürliche Ökonomie des Lebens die finanziellen Mittel, um dem Dreifachen Wohl zu dienen. Die Dreifache Geldschöpfung beinhaltet:


    • ein aktives Grundeinkommen für jeden Menschen,

    • ein Staatseinkommen für jedes Land, proportional zur Anzahl seiner Bürger,

    • einen Ausgleichs- und Umwelt- Fonds zur Sanierung der Altlasten.



Die erste Geldschöpfung von 1000 Gradido ist für das Grundeinkommen bestimmt. Jeder Bürger hat Anspruch auf ein Grundeinkommen von 1000 Gradido. Dabei sind zwei Varianten denkbar: ein Bedingungsloses Grundeinkommen, das jeder »einfach so« bekommt, und das Aktive Grundeinkommen, dass man sich mit der Bedingungslosen Teilhabe verdient.

Aufgrund der vielen positiven Auswirkungen, die die Bedingungslose Teilhabe mit sich bringt, plädieren wir eindeutig für die Variante des Aktiven Grundeinkommens. Zu den bereits beschriebenen Vorteilen kommt aus geldtheoretischer Sicht noch das Argument dazu, dass das geschöpfte Geld durch bereits erbrachte Leistungen gedeckt ist. Auch wenn – und gerade weil – der Geldwert nur in den Köpfen der Menschen besteht, dürfte leistungsgedecktes Geld einen stabileren Wert haben, als Geld, das »einfach so« geschöpft wurde.

Die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens löst so genannte »Neiddebatten« aus. Die arbeitenden Menschen fragen sich, wieso sie das Geld oder die Produkte erwirtschaften sollen, die andere Menschen verbrauchen, welche in ihren Augen nicht arbeiten. Befürworter des Bedingungslosen Grundeinkommens versuchen diese Neiddebatten mit allerlei Argumenten zu entschärfen, was ihnen jedoch nicht wirklich gelingt.

Ein leistungsgedecktes Grundeinkommen lässt solche Neiddebatten gar nicht erst aufkommen. Schließlich hat sich jeder sein Aktives Grundeinkommen durch Leistungen für die Gemeinschaft verdient.



Die zweite Geldschöpfung von 1000 Gradido pro Kopf pro Monat fließt in den Staatshaushalt. Ohne Steuern eintreiben zu müssen steht damit jedem Land ein Pro-Kopf-Staatshaushalt in einer Größenordnung zur Verfügung, die zur Zeit in Mitteleuropa üblich ist – einschließlich Gesundheit- und Sozialwesen.

Mitteleuropa hat zurzeit den höchsten Lebensstandard weltweit. Deshalb dient es uns als Maßstab, wenn es darum geht, zu definieren, was wir uns quantitativ unter weltweitem Wohlstand vorstellen.

Da die zweite Geldschöpfung neben dem Staatshaushalt auch das Gesundheits- und Sozialwesen einschließt, müssen weder Steuern noch andere Abgaben eingefordert werden. So ist wesentlich weniger staatliche Kontrolle nötig als heute. Dies ermöglicht einen signifikanten Bürokratieabbau.





Zuletzt bearbeitet am 12.11.12 09:09

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