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GRADIDO - Die Natürliche Ökonomie des Lebens- Buch von B. Hückstädt mit Bildern von R. Irmscher
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09.09.12 17:57
dlaniar 

Administrator





Ohne Steuern und Abgaben gibt es keine Schwarzarbeit. Gradido löst nicht nur das Problem der Schwarzarbeit, es existiert nicht einmal eine Definition mehr dafür.

Schwarzarbeit stellt im alten System ein großes Problem dar. Dem Staat gehen Steuereinnahmen verloren, die er doch so nötig braucht. Dienstleistungsunternehmen bekommen durch Schwarzarbeit unfaire Konkurrenz. Viele Schwarzarbeiter sind Ausländer. Dies erhöht das Migrantenproblem.

Wie befreiend ist es da, dass es bei Gradido so etwas wie Schwarzarbeit gar nicht geben kann. Jeder kann mit jedem in wirtschaftlichen Austausch treten. Man braucht weder eine Arbeitserlaubnis noch muss man eine Steuererklärung machen. Unternehmen bleiben gegenüber Einzelpersonen konkurrenzfähig – und umgekehrt.

09.09.12 18:15
dlaniar 

Administrator








Die folgenden Absätze beschäftigen sich mit dem Übergang vom alten zum neuen System. Wir stellen Lösungen vor, wie die wohlhabenden Länder ihre Staatsfinanzen sanieren und ihre Schulden zurück bezahlen können. Für die zurzeit noch armen Länder wird es einen Schuldenschnitt geben. Wir werden auch eine Möglichkeit aufzeigen, wie man sein Privatvermögen für den Fall eines Geldcrash absichern kann, so dass es nach der Umstellung auf die Natürliche Ökonomie des Lebens in der Währung Gradido zur Verfügung steht.

Damit holen wir die wohlhabenden Staaten und Bürger ins Boot, sofern diese es wünschen. Die weniger wohlhabenden und die armen haben sowieso nur Vorteile von der Umstellung. Sie müssen nur darüber informiert werden. Dafür dieses Buch.

Wenn wir als Menschheit überleben wollen, dann können wir es nur gemeinsam vollbringen. Alle Völker und Rassen, Menschen aller Religionen und Weltanschauungen, Männer und Frauen, Arm und Reich – alle müssen sich zum gemeinsamen Ziel verbünden. Wir sitzen alle im selben Boot, dem Raumschiff Erde. Niemand darf ausgegrenzt werden, keine Feindbilder mehr! Das gemeinsame Ziel heißt »Überleben«.

Warum schreibe ich das gerade an dieser Stelle? Nun, es gibt Menschen, die meinen, es wäre völlig unwichtig, ob die Staaten ihre Schulden zurück bezahlen und ob die bestehenden Privatvermögen geschützt werden könnten. Dieser Meinung liegt möglicherweise
die Auffassung zu Grunde, es gebe so etwas wie »gute« und »böse« Staaten und Menschen. Nur wenn wir solche versteckten oder gar offen ausgesprochenen Feindbilder ablegen, haben wir die Chance, gemeinsam zu überleben und weltweiten Wohlstand zu schaffen, in Frieden und in Harmonie mit der Natur.

Zuletzt bearbeitet am 12.11.12 10:08

09.09.12 18:32
dlaniar 

Administrator





Spätestens seit Mai 2010 spricht man in Europa ganz offiziell von bevorstehenden Staatspleiten. Sie sind systembedingt und werden im alten System früher oder später kommen. Daran werden auch die Rettungsschirme nichts ändern, die ja zu noch mehr Staatsverschuldung führen. Möglich sind auch ein Zusammenbruch des Euro oder ein kompletter Finanzcrash.

Sie erinnern sich, dass das derzeitige Geld durch Schulden geschöpft wird und dass deshalb Schulden und Guthaben in etwa gleich groß sein müssen. Umgekehrt bedeutet dies, dass die Vernichtung von Schulden gleichzeitig auch Vernichtung von Guthaben bedeutet, ganz gleich, ob es sich dabei um einen Schuldenschnitt handelt oder ob die Schulden zurück bezahlt werden.

Unser Modell zur Tilgung der Staatsschulden geht von einer stufenweisen Einführung des Gradido aus. Parallel dazu werden Teile der privaten Guthaben von Euro in Gradido umgetauscht. Die mit dem Vermögensumtausch eingesammelten Euro werden zur Tilgung der Staatsschulden verwendet. Die daraus folgende Geldvernichtung wird ausgeglichen durch die Einführung des Gradido. Das Modell kann in allen Ländern gelingen, in denen genügend Privatvermögen vorhanden ist. Ich möchte es exemplarisch am Beispiel von Deutschland erklären.

Die Staatsschulden in Deutschland werden inzwischen auf ungefähr 2 Billionen Euro gestiegen sein. Die Summe aller Guthaben in Deutschland beträgt etwa 5 Billionen Euro. In Verbindung mit dem Stufenplan zur schrittweisen Einführung des Lebensgeldes lässt sich ein sanfter Vermögensumtausch einrichten. In Stufe 1 würde jährlich ein Prozent aller Guthaben von Euro in Gradido getauscht. In Stufe 2 dann entsprechend 2 % usw. bis es in Stufe 5 insgesamt 5 % jährlich sind.

In Stufe 5 würden also jedes Jahr 250 Milliarden Euro in Gradido getauscht werden. 100 Milliarden Euro gehen davon für die Zinsen drauf und 150 Milliarden bleiben für die Tilgung übrig. Nach 10 Jahren hätte man bereits 1,5 Billionen Euro getilgt. Genau genommen sind es sogar noch mehr, weil sich ja auch die Zinsen verringert haben. Die restlichen 500 Milliarden sind dann in weiteren 4 Jahren vollständig getilgt.

Der Vorteil für die Staaten liegt also klar auf der Hand: Sie tilgen ihre Staatsschulden. Der Vorteil für die Banken: Sie erhalten Ihr Geld zurück. Welche Vorteile haben die Privatpersonen?

09.09.12 20:42
dlaniar 

Administrator





Wer mit offenen Augen durch die Welt geht wird mitbekommen haben, dass unser jetziges Geldsystem nicht mehr so lange bleiben wird wie es ist. Früher oder später steht uns ein Finanzcrash bevor. Manche schlauen Bürger kaufen noch schnell etwas Gold ein, andere bunkern im Keller Essensvorräte für mehrere Monate. Das mögen sinnvolle Schutzmaßnahmen sein für den Moment, wo der Crash passiert.

Doch was ist mit den Menschen, die ihr mühsam verdientes Geld angelegt haben, auf der Bank, auf der Bausparkasse, in Lebensversicherungen, in Wertpapieren und so weiter? Bei einem Finanzcrash ist deren Geld mit großer Wahrscheinlichkeit verschwunden. Vielleicht hatten sie es angespart, um einen schönen Lebensabend genießen zu dürfen. Vielleicht wollten sie sich mit dem Ersparten geschäftlich selbstständig machen. Vielleicht haben sie auf ein neues Auto gespart oder vielleicht wollten sie ihr Haus renovieren. Dumm gelaufen! Nach dem Finanzcrash ist das Ersparte weg. Hoffentlich ist man wenigstens nach dem Crash so klug und führt die Natürliche Ökonomie des Lebens flächendeckend ein!

Dann greift der zweite Teil des Vermögensumtauschs: die Leute, die ihr Vermögen ehrlich angegeben und den vorgeschriebenen Prozentsatz in Gradido umgetauscht haben, bekommen nach der Umstellung auf Gradido ihr ganzes verlorenes Vermögen in Gradido ausbezahlt. Damit dies durch die Vergänglichkeit nicht nach kurzer Zeit weg ist, wird es über einen Zeitraum von zwanzig Jahren verrentet. Jemand, der beispielsweise 100.000 Euro durch den Geld-Crash verloren hat, erhält nun 20 Jahre lang jedes Jahr 5.000 Gradido ausbezahlt. Damit ist sein Privatvermögen gerettet worden.

Zuletzt bearbeitet am 09.09.12 20:44

09.09.12 21:04
dlaniar 

Administrator





Vermögensschutz ist sozusagen das Dankeschön des Staates dafür, dass der Bürger sein Privatvermögen ehrlich angemeldet und zur Staatsentschuldung beigetragen hatte. Die Ehrlichkeit wird belohnt, und er erhält sein altes Vermögen in Gradido ausbezahlt.

Wer jedoch sein Vermögen verheimlicht oder zuvor ins Ausland gebracht hatte, kommt nicht in den Genuss des Vermögensschutzes. Im Falle eines Geldcrash hätte sich Kapitalflucht also nicht gelohnt. Nicht dass man sie bestrafen müsste. Auch in diesem Falle ziehen wir die positive Motivation vor und belohnen die Ehrlichkeit.

09.09.12 21:59
dlaniar 

Administrator





Der so genannte demografische Wandel wird uns gerne als Schreckgespenst dargestellt. Was bedeutet eigentlich demografischer Wandel? Zum einen gehen in den wohlhabenden Ländern die Geburten zurück. Es wachsen also weniger junge Menschen nach. Zum anderen steigt die Lebenserwartung. Die Menschen werden statistisch gesehen immer älter.

Im alten System bedeutet dies, dass der so genannte »Generationenvertrag« nicht mehr funktioniert, weil immer weniger junge Menschen immer mehr alte Menschen finanziell mittragen müssen. Die Betonung liegt hier auf dem Wort »finanziell«. Denn Nahrung ist für alle genug da. Die Politik versucht dieses Problem zu entschärfen, indem sie das Rentenalter hoch setzt. Wenn man bedenkt, dass wir Arbeitslosigkeit haben, ist das ein fragwürdiger Ansatz. Andererseits kann man der Politik keinen Vorwurf machen. Denn auch dieses Problem ist systembedingt und deshalb im alten System nicht zu lösen.

In der Natürlichen Ökonomie des Lebens tragen alte Menschen zur Geldschöpfung bei, wie alle anderen Menschen auch. Außerdem haben auch sie das Recht auf Bedingungslose Teilhabe und somit auf ein Aktives Grundeinkommen.

09.09.12 22:58
dlaniar 

Administrator





Leider werden ältere Menschen oft als Belastung empfunden. Sie sind nicht mehr so leistungsfähig wie junge Menschen, und wenn sie ins Rentenalter kommen, muss die Gesellschaft für sie sorgen. Werden sie dann krank und gebrechlich, schiebt man sie nur all zu gerne in Altenheime ab, die ihrerseits viel Geld kosten.

Und wieder einmal ist in der Natürlichen Ökonomie des Lebens alles anders. Da die alten Menschen zur Geldschöpfung beitragen und damit sowohl das Staatseinkommen als auch den Ausgleich- und Umweltfonds mitfinanzieren, sind sie allein schon aus finanzieller Sicht willkommen. Dazu kommt, dass sie mit ihrem Grundeinkommen zahlungsfähige Kunden für die Wirtschaft sind. Also auch in der Wirtschaft sind Sie willkommen. Das war die finanzielle Seite.

Auch und gerade menschlich kann die Gemeinschaft sehr viel von der Erfahrung und der Weisheit der alten Menschen profitieren. Welch ein Segen ist es für eine Familie, wenn die Großeltern noch am Leben sind. Kinder lieben ihre Großeltern über alles. Sie sehen vieles gelassener und lassen mehr durchgehen. Sie sind großzügiger und helfen immer weiter – und sei es nur mit guten Worten. Das macht sie nicht besser als die leiblichen Eltern, deren Strenge für die Erziehung wichtig ist. Aber sie sind eine große Bereicherung für alle. Ein Besuch bei den Großeltern ist für viele Kinder wie Urlaub.

Was für die Familie gilt, gilt für eine größere Gemeinschaft noch mehr: alte Menschen bereichern das Leben in vielfacher Hinsicht. Beziehen sie ein Aktives Grundeinkommen und genießen damit das Recht der Bedingungslosen Teilhabe, so haben sie auch gesellschaftliche Verpflichtungen, die ihnen die Gewissheit geben, gebraucht zu werden. Sie tragen also aktiv zum Gemeinwohl bei. Das hält sie jung und frisch; sie bleiben länger
gesund und können dadurch der Gemeinschaft noch mehr dienen. Alle Beteiligten profitieren davon.



Zuletzt bearbeitet am 09.09.12 22:59

09.09.12 23:35
dlaniar 

Administrator





Schon längst ist klar: die gesetzliche Altersversorgung reicht nicht mehr aus. Möglicherweise bricht sie sogar total zusammen. Und das obwohl die Menschen ihr Leben lang für die Rente einbezahlt hatten. Der »Generationenvertrag« funktioniert schon lange nicht mehr. Dieses Problem ist systembedingt und im alten System nicht zu lösen.

In der Natürlichen Ökonomie des Lebens ist die Altersversorgung allein schon durch das Grundeinkommen gesichert. Die Geldschöpfung geschieht im Hier und Jetzt. Wir brauchen keinen Generationenvertrag, denn alte Menschen tragen genauso viel zum Wohle aller bei, wie die anderen auch.

Auch ist zu erwarten, dass die Menschen aufgrund der günstigeren Lebensbedingungen gesünder sein werden als heutzutage. Viele Menschen werden bis ins hohe Alter noch rüstig sein und gerne Aufgaben übernehmen. Auch hier zeigt sich die Stärke des Aktiven Grundeinkommens: während heutzutage viele Menschen kurz nach ihrer Pensionierung krank werden, weil sie das Gefühl haben nicht mehr gebraucht zu werden, garantiert die Bedingungslose Teilhabe allen Menschen das Recht, sich entsprechend ihrer Neigungen und Fähigkeiten in die Gemeinschaft einzubringen. Eine bessere Gesundheitsvorsorge für ältere Menschen kann es nicht geben!

Die Leute werden also bis ins hohe Alter ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechend aktiv bleiben. Ihr Grundeinkommen ist nur der Sockel, der ihre Existenz absichert. Wie alle anderen Menschen können auch sie ihre vielfältigen Fähigkeiten nutzen, um dazu zu verdienen – selbstverständlich steuerfrei!

Wem das nicht genügt, der hatte vielleicht in jüngeren Jahren zinslose Kredite vergeben, die jetzt zurückbezahlt werden und ihm damit ein weiteres Zusatzeinkommen verschaffen.

10.09.12 01:49
dlaniar 

Administrator





Hier kommen wir zu einem merkwürdigen Phänomen: in reichen Ländern klagt man über den so genannten demografischen Wandel, also Geburtenrückgang, und in den armen Ländern über Überbevölkerung. Abgesehen davon, dass ein außenstehender Betrachter auf die Idee kommen könnte, wir Menschen würden uns über alles beklagen, zeigt sich hier ein Vorteil der Natürlichen Ökonomie des Lebens, der vielleicht nicht ganz so offensichtlich ist.

Wenn also die Geburten in den wohlhabenden Ländern zurückgehen, während wir in den armen Ländern eine Geburten-Schwemme verzeichnen, dann müsste ein Geld- und Wirtschaftssystem, das weltweiten Wohlstand zur Folge hat, in den vorher armen Ländern ebenfalls einen Geburtenrückgang hervorrufen. Dieser Geburtenrückgang wäre absolut freiwillig. Es wären keine Maßnahmen nötig wie derzeit in China, wo (mit einigen Ausnahmen) jede Familie nur ein Kind bekommen darf.

Ist es nicht wunderbar, wenn sich Probleme von selbst lösen, und das völlig freiwillig? Allein dieser eine Vorteil, dass das Überbevölkerungsproblem auf angenehme und freiwillige Art von selbst gelöst wird, müsste schon Argument genug sein, die Natürliche Ökonomie des Lebens einzuführen.

Zuletzt bearbeitet am 10.09.12 01:50

10.09.12 01:52
dlaniar 

Administrator





Sowohl im Christentum als auch im Islam sind Zinsen und Zinseszinsen verboten. Doch wie wirksam ist dieses Verbot?

Die Natürliche Ökonomie des Lebens kommt ohne Zinsverbot aus, denn Geld ist reichlich vorhanden und der planmäßigen Vergänglichkeit unterworfen. Das Angebot an Krediten wird sehr hoch sein, denn die Leute werden versuchen, den Geldwert zu speichern. Selbst bei einem zinslosen Kredit sind die Vorteile für den Kreditgeber immer noch groß: ohne Kreditvergabe würde durch die Vergänglichkeit die Hälfte des Geldes innerhalb eines Jahres schwinden. Nach zwei Jahren wäre noch ein Viertel übrig und nach drei Jahren nur noch ein Achtel der ursprünglichen Summe. Es ist also in jedem Falle besser, einen Kredit zu vergeben, als das Geld auf dem Konto zu behalten. Das geht allen so, die mehr verdienen als sie verbrauchen.

Bei dieser Marktlage hätten Zinsen überhaupt keine Chancen. Viel wahrscheinlicher sind sogar Kredite mit negativen Zinsen: anstatt dass nach zehn Jahren überhaupt nichts mehr von dem Geld übrig ist, ist es immer noch besser, 80 % davon zu haben.

Zuletzt bearbeitet am 28.11.12 11:19

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