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Anmerkungen, Kommentare und Diskussion zu der Natürlichen Ökonomie des Lebens
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21.07.13 18:38
dlaniar 

Administrator

Re: Anmerkungen, Kommentare und Diskussion zu der Natürlichen Ökonomie des Lebens

max:
ich habe eben bei der Suche nach der aktuellen Staatsverschuldung diese höchst informative Seite gefunden, die ich hier bekannt machen möchte:

http://www.sgipt.org/politpsy/finanz/schuldp/usa/usa0.htm

Hauptverursacher der dort aufgezeigten bedrohlichen Schuldenberge ist die Fed. Die kriminellen Machenschaften dieser privaten Federal Reserve, die sich aufspielt wie eine Nationale Notenbank sind gut dargestellt in dem Buch von Ron Paul

Ich füge hier die Kurzbeschreibung von Amazon ein:
amazon:
Die Fed ist korrupt und verfassungswidrig ...
... diese These untermauert der US-Kongressabgeordnete Ron Paul in seinem Buch "Befreit die Welt von der US-Notenbank!". Er bezieht sich auf die amerikanische Geschichte und die Wirtschaftswissenschaft, vor allem aber liefert er faszinierende Berichte aus seiner eigenen langjährigen politischen Tätigkeit. Die Fed inflationiert die Währung in einem Maße fast wie einstmals in Weimar oder heute in Zimbabwe, sie droht die Welt damit in eine Depression zu stürzen, in der selbst 100-Dollar-Scheine nur noch wertloses Papier darstellen. Kaum jemand ist sich darüber im Klaren, dass die Fed - die einst von den Morgans und Rockefellers in einem privaten Club vor der Küste von Georgia ins Leben gerufen wurde - den persönlichen Interessen der Bürger entgegenwirkt. Pauls Appell an die Bürger und an die Vertreter von Staat und Regierung macht uns eindringlich klar, was falsch gelaufen ist und was nun unternommen werden muss, um die Weltwirtschaft im Interesse der kommenden Generationen wieder auf den richtigen Kurs zu bringen.
Tatsache ist: Die Federal Reserve ist ein Kartell privater Bankunternehmen, die Geld an die Vereinigten Staaten verleihen. Sie präsentiert sich wie eine Regierungsbehörde. Doch genau das ist sie nicht! Durch die Inflationierung der Geldmenge und ihr Eingreifen in die freien Märkte trägt die Federal Reserve Bank die Schuld an der derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise.
"Eine so deutliche Abrechnung mit dem Zentralbankwesen hat es seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr gegeben. Nie zuvor ist die Fed einer so vernichtenden Kritik unterzogen worden. Sie stammt von einem Mann, der seit Beginn seiner politischen Laufbahn gegen die Fed kämpft. Mehrere Kapitel in diesem Buch dokumentieren Wortgefechte zwischen Paul und den Fed-Chefs Greenspan und Bernanke.
Die vorgelegte politische Analyse ist, wie zu erwarten, höchst solide. Die Stärke liegt in der sehr fundierten theoretischen Analyse - wozu nur wenige Politiker in der gesamten Geschichte der USA in der Lage gewesen wären. In dieser Hinsicht ist Ron Paul einzigartig: Mut im Dienst der Öffentlichkeit, verbunden mit intellektueller Rigorosität. Diese Kombination macht ihn zu einer treibenden Kraft im Widerstand gegen die Fed. Das vorliegende Buch ist seine bei weitem beste Darstellung dieses Themas.
Dadurch gerät die Fed wie nie zuvor unter Druck. Paul zeigt, dass die Zentralbank weitgehend für die Schaffung eines Leviathan-Staats verantwortlich ist. Sie hat unser Geld ruiniert, grässliche Kriege finanziert und einen Sozialstaat entstehen lassen, der uns finanziell in den Bankrott und die Bevölkerung in die Abhängigkeit vom Staat treibt. Sie hat der Wirtschaftskrise und allen möglichen Unruhen Vorschub geleistet.
Paul liefert auch einen realistischen Plan für die Abschaffung der Fed, wenn schon nicht sofort, dann durch schrittweise Reduzierung ihrer Macht und Ausschaltung ihrer Dominanz im amerikanischen Wirtschaftsleben.
Paul hat sein Buch als persönliche Erklärung formuliert. Es bewirkt aber noch zweierlei: es bildet und es regt zu effektivem Handeln an."
Ludwig von Mises Institute


Ron Paul: Befreit die Welt von der US-Notenbank!: Warum die Federal Reserve abgeschafft werden muss

Kurzbeschreibung bei amazon

Ähnliche Zielsetzung verfolgt das Buch: "Die Kreatur von Jekyll Island: Die US-Notenbank Federal Reserve - Das schrecklichste Ungeheuer, das die internationale Hochfinanz je schuf " von G. Edward Griffin

Beiden Autoren und den Lesern kann man nur das Buch von Bernd Hückstädt empfehlen, das wohl die eleganteste Lösung dieser Probleme bietet.

18.08.13 23:19
dlaniar 

Administrator

Re: Anmerkungen, Kommentare und Diskussion zu der Natürlichen Ökonomie des Lebens

Danke Max! Ich wünschte, das würden viele schauen!!! Also möglichst weitergeben !!!

Ich gebe den Link deshalb hier noch einmal ein

http://www.sgipt.org/politpsy/finanz/schuldp/usa/usa0.htm


Auf der Seite von Avaaz fand ich diesen schönen Eintrag - auch weitergeben !!!

http://www.avaaz.org/de/20mm_story_page/#story_id=14463

New Era, Greenland

The time has come for consciousness and unity.
The time has come for the awakening of humanity.

We all want respect between humans.
We all want respect for the planet that gave us life.

We are more powerful than any government.
We are more powerful than any fear.

We understand unity as the only force.
And love as the only way.

We are the new era.




Zuletzt bearbeitet am 06.09.13 19:19

22.08.13 15:19
dlaniar 

Administrator

Kommentar zu dem Film von Marina Weisband zu Grundeinkommen auf der Seite der Piraten

http://www.piratenpartei.de/2013/08/08/v...grundeinkommen/

Das Grundeinkommen sollte verknüpft werden mit der Geldschöpfung eines Fließgeldes.
Das beste mir bekannte Modell dazu ist “Die Natürliche Ökonomie des Lebens”
http://gradido.net/Book/c/1/das_buch

http://www.pachizefalos.de/forum/thread....13&thread=1

Das Grundeinkommen sollte keineswegs finanziert werden in unserem Geldsystem, in dem Banken ständig Geld schöpfen als Kredidgeld, so dass die Geldmenge exponetiell anwächst und damit verbunden die Schulden. (Die beschleunigende Wirkung von Zinsen und Zinseszinsen seien nur am Rande erwähnt) Die ruinöse Wirkung dieses auf ständiges Wachstum angelegten Geldsystems ist hinlänglich bekannt. Es gilt aufzuräumen mit dem Dogma, dass es zu diesem System keine Alternative gäbe. Das Beispiel Wörgl (s.u.) zeigt, dass das vielversprechend begonnene Experiment seinerzeit brutal abgewürgt, aber der Ansatz nirgends widerlegt wurde.

Das Grundeinkommen sollte von den Staaten geschöpft werden, und zwar als Schwundgeld oder Fließgeld.
http://www.zeit.de/2010/52/Woergl

Das Modell GRADIDO sieht vor, dass ein dreifaches Grundeinkommen vom Staat geschöpft wird. Die Geldschöpfung erfolgt nach einfachen Regeln. Für jeden Staatsbürger werden jeden Monat 3.000 Gradido geschöpft. Ein Drittel des geschöpften Geldes wird für ein Grundeinkommen verwendet. Das zweite Drittel für den Staathaushalt und das dritte Drittel für einen Ausgleichs- und Umweltfonds zur Behebung der Schäden, die der Erde zugefügt wurden, ganz besonders in den letzten 100 Jahren.

Wer das Modell genauer kennen lernen möchte, ist eingeladen den oben genannten Links zu folgen . . .



Zuletzt bearbeitet am 06.09.13 19:21

23.08.13 17:34
dlaniar 

Administrator

Humanes Geld - GRADIDO



Bitte dieses Bild weitergeben!

25.08.13 11:35
dlaniar 

Administrator

Bankengeld = Pleite-Geld = Mord-Geld = Sucht-Geld = Kriegs-Geld = Armuts-Geld

Kredit-Geld = Herrschafts-Geld = Wahnsinns-Geld = Verelendungs-Geld

= Krankmach-Geld = Krankes Geld = Killer-Geld = Drogen-Geld

= Neid-Geld = Todes-Geld = Urechts-Geld = Krisen-Geld



Die große Blase von fiktivem Geld, das an den Börsen gehandelt wird, ist die größte Eiterblase der Erde, es sind angehäufte Schulden, die von niemandem zurückbezahlt werden könnten und nur scheinbar reguliert werden können, zum Nutzen der skrupellosesten und daher erfolgreichsten Spieler des Börsenkasinos, durch die immer wiederkehrenden Krisen und Kriege. Die Beteiligung des Westens an den Auseinandersetzungen in Afghanistan, Libyen, Irak, Syrien haben letztlich auch keinen anderen Sinn.

Der Umfang der an den Börsen gehandelten (verzockten) "Werte" ist mehr als dreißig mal so groß wie das Welt-Brutto-Inlandsprodukt, also die Summe aller in einem Jahr geschaffenen Güter und Dienstleistungen auf der ganzen Welt.

In diesem System können sie sich nur so entsetzlich anhäufen bei gleichzeitig durch sie erzeugter schreiender Armut in weiten Teilen der Welt . . .

Wir sind der Herrschaft dieser "Märkte" so überdrüssig satt, das es schon lange überfällig ist, ein vernünftigeres System zu entwickeln.




http://www.pachizefalos.de/Banken-Geld.pdf

Zuletzt bearbeitet am 25.08.13 18:48

29.08.13 23:16
dlaniar 

Administrator

Kommentar bei Spiegel-online zum Rücktritt von Ackermann

Vielleicht sind gerade die Zeiten, in denen mehrere Topmanager den Freitod suchen, die, in denen das Geldsystem im Ganzen in Frage gestellt werden kann.

In solchen Situationen wird deutlich, dass bei allen Unterschieden die Gemeinsamkeiten aller Menschen das Wichtigste sind.

Wir sind die 100 % ! ! !


Die Experimente von Schwanenkirchen (bis 1931) und Wörgl (1932 bis 33) waren sehr erfolgreich und wurden nicht im Interesse der daran beteiligten Menschen von den Regierungen verboten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Hebecker
http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rgl#..._.28Freigeld.29

Heute könnte ein friedlicher Übergang zu einem ähnlichen Freigeld per Volksentscheid beschlossen werden - möglichst in Absprache mit vielen anderen Staaten. Wenn dieses Geld an die Stelle des von den Banken geschöpften Geldes gesetzt würde und von den Staaten geschöpft würde als Grundeinkommen für alle Menschen, könnte der Wahnsinn des ständigen Wachstums gestoppt werden, wenn ein Schwundfaktor beschlossen wird. Ein solches System wird recht elegant vorgetragen von Bernd Hückstädt in seinem Buch GRADIDO - Die Natürliche Ökonomie des Lebens.
http://www.pachizefalos.de/forum/thread....13&thread=1

Wenn genügend Menschen diese Gedanken aufgenommen haben und erahnen, welche Vorteile daraus für alle Menschen erwachsen, ist die Frage eigentlich nur noch: "Wann fangen wir endlich damit an?"



Wenn wir so weit wären, würde der Stress auch in den oberen Etagen deutlich geringer werden. Wir könnten das Wunder von Wörgl weltweit einführen.

Die heutigen Kommunikationstechniken bieten dazu die Voraussetzung!






Zuletzt bearbeitet am 13.06.14 07:55

30.08.13 13:24
dlaniar 

Administrator

Re: Kommentar bei Spiegel-online zum Rücktritt von Ackermann

Den Kommentar hatte ich zwei mal gepostet, gestern Nacht und heute früh. Veröffentlich wurde er nicht.

Ich habe darum gebeten, die Veröffentlichung zu veranlassen oder eine Begründung zu schicken, warum die Veröffentlichung nicht erfolgte.

In der recht allgemein gehaltenen Antwort wurde mir dann angeboten, den Beitrag erneut einzustellen . . .

Zuletzt bearbeitet am 31.08.13 19:40

31.08.13 19:35
dlaniar 

Administrator

Re: Kommentar bei Spiegel-online zum Rücktritt von Ackermann

Im dritten Anlauf und nach Anfrage wurde der Beitrag doch veröffentlicht.

Ich hatte die Überschrift auch noch einmal verändert:


Bei Einführung eines humaneren Geldsystems wären Selbstmorde auch ganz oben seltener


Der Text ist der gleiche wie oben.

http://forum.spiegel.de/f22/nach-todesfa...ml#post13614567

Ich habe dann noch folgenden Beitrag hinzugefügt:

    Humaneres Geld als Weg zu Frieden und Gerechtigkeit

    Zu dem Geldsystem möchte ich für Leute, denen diese Gedanken eher neu sind, noch etwas hinzufügen:

    Solange wir nicht davon wegkommen, dass Banken Geld schöpfen dürfen (Schöpfen - wie der liebe Gott - aus dem Nichts! Nicht "fiat lux" nein jetzt "fiat money!") durch Kreditvergabe und als Deckung nur Schulden bei einem Netz von Korrespondenzbanken vorweisen können, haben wir exponentielles Wachstum mit allen grausamen Folgen.

    Das hatte der alte Henry Ford bereits in einem der entlarvenden Momente gesagt, die den Mächtigen ab und an passieren:
    "It is well enough that people of the nation do not understand our
    banking and monetary system, for if they did, I believe there would be a revolution before tomorrow morning."

    Aber der alte Ford dachte auch dualistisch, wenn er glaubte, es gäbe dann eine Revolution. Revolution ist Krieg. Und Kriege kann man nicht gewinnen. Das sagte Jeanette Rankin so treffend:
    Jeanette Rankin:
    "Einen Krieg kann man genau so wenig gewinnen wie ein Erdbeben."
    Das durch Kriege erzeugte Leid frisst sich fest in den Seelen der Leute und erzeugt neues Elend. Das erleben wir seit über 6000 Jahren hierarchischer Herrschaft und "Erziehung" durch Strafen.

    Auch Horst Seehofer hatte unlängst einen solchen entlarvenden Moment, als er sagte: "Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden".

    Die Erkenntnisse der modernen Neurowissenschaften zeigen den anderen - wohl schwierigeren Teil des Weges zu mehr Frieden auf. Der Siegeszug des Menschen auf der Erde ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass wir besser kooperieren können als andere Primaten. Aber diese Fähigkeiten wurden bislang wahrlich nicht optimal genutzt und auch nicht hinreichend gefördert.

    Mit dem Wissen über Spiegelneuronen und soziales Gehirn (Goleman - Soziale Intelligenz) Und Techniken wie Kommunikationstraining und Gewaltfreie Kommunikation können auch auf Kampf und Dominanz gebügelte Menschen ihren Mangel an Empathie überwinden. Die Plastizität des Gehirns ermöglicht Lernen bis ins hohe Alter.

    Da gibt es noch viel zu tun!!

    Und entsprechende Initiativen gibt es glücklicherweise viele. Ich wünsche mir von Presse - auch von dem Spiegel, dass solchen positiven Entwicklungen noch viel mehr Raum eingeräumt wird und der Raum für Berichte von Gewalttaten eingeschränkt wird.

    http://forum.spiegel.de/f22/nach-todesfa...ml#post13616022


Zuletzt bearbeitet am 13.06.14 08:11

15.09.13 16:27
dlaniar 

Administrator

Re: Anmerkungen, Kommentare und Diskussion zu der Natürlichen Ökonomie des Lebens

Mit einem ehemaligen Schüler (Abitur 1979) hatte ich dieser Tage folgenden Briefwechsel.

"Ich persönlich kann in einem Konzept, wo angehäuftes Geld an Wert verliert, nichts Positives finden. Ja, es ist möglich, dass fließendes Geld besser ist als gehortetes, aber was ist, wenn die steife Brise plötzlich ausbleibt und gehortetes Geld die einzige Option ist, für eine gewisse Zeit?

Ich befinde mich z.B. beruflich in einer Situation, wo es jederzeit von heute auf morgen passieren kann, dass ein Kunde nicht mehr zahlen kann, oder er entscheidet meine Dienste nicht mehr zu benötigen. Selbst wenn ich alles gut und richtig gemacht habe, werden manchmal Projekte abgebrochen, weil ganz weit oben jemand eine unpersönliche Entscheidung getroffen hat. Dann bin ich froh, wenn auf meinem Konto ein gewisser Betrag ruht, der mir das Überstehen bis zum Beginn des nächsten Projektes ermöglicht. Nach dem vorgestellten Konzept, so wie ich es verstehe, würde dies kaum noch möglich sein.

Ein anderes Konzept anstelle des herkömmlichen Geldes habe ich damals auf der documenta (Kunstwerk 174: Time/Bank) gesehen. Dieses Werk beruhte offenbar auf verschiedenen historischen Ansätzen und versucht im Kern, Zeit und Waren statt Geld zu tauschen."


Darauf hatte ich folgendes geantwortet:

"Zu deinen Bedenken wegen Notreserven und natürlich auch Groß-Krediten werde ich auch den Bernd Hückstädt noch mal fragen, ob die Leute um ihn noch andere Lösungen dazu diskutiert haben.

Zunächst wäre die Situation für dich als Mittelständler schon etwas anders, wenn du a) monatlich dein Grundeinkommen bekämst unabhängig von irgendeiner Gegenleistung und du b) keine Steuern zahlen müsstest, weil die zusammen mit dem Geld für die Grundeinkommen monatlich geschöpft würden und c) keine Krankenversicherung zu zahlen wäre, weil auch die als öffentliche Ausgaben aus dem Staatshaushalt zu zahlen wären. Wie darüber hinaus sich ein Kreditwesen bilden müsste, habe ich mir wirklich noch nicht hinreichend überlegt. Einerseits würde es so sein, dass jeder, der Geld übrig hätte, bestrebt sein müsste, dieses Geld zu verleihen, und dafür gar keine Zinsen brauchte, es würde ihm ja schon genug bringen, wenn er nach einer Zeit das Geld wiederbekäme mit einem wesentlich geringeren Verlust als dem üblichen Schwundfaktor. Wie sich ein Banksystem gestalten wird, um Milliarden-Projekte zu realisieren, übersteigt mein Vorstellungsvermögen. Im Mittelalter, in der Zeit von ca 1200 bis in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts hat es ja ein Fließgeldsystem gegeben. Es war eine Zeit wirtschaftlicher Blüte mit der Entstehung der Hansestädte und dem Bau der prächtigen gotischen Dome und Kathedralen, aber die Bauzeiten dieser Kirchen stockten immer wieder. Es wurde nur gebaut, wenn genügend Spenden eingingen. Viele Kirchen blieben Bauruinen über Jahrhunderte. Das will sicher heute niemand mehr. Es geht ja auch durchaus nicht darum, das mittelalterliche System wieder einzuführen. Die Geldmenge, die geschöpft würde müsste ausreichend groß sein, um die gesamte Realwirtschaft der heutigen Zeit zu versorgen. (Überflüssig ist nur der Finanzsektor, in dem mit dem fiktiven Geld gezockt wird, das als elektronisches Buchgeld um die Welt wabert. Derivate von Schulden, die eh keiner mehr zurückzahlen könnte.)
Die "Modellversuche" des vorigen Jahrhunderts in Wörgl und Schwanenkirchen waren weder groß genug noch dauerten sie lange genug, als dass daraus ausreichende Antworten geschlossen werden könnten. Deshalb ist ja auch der Vorschlag eines regionalen Beginnst gemacht worden, und dass das Geldsystem erst nach und nach flächendeckend übernommen werden sollte. Dass so ein Prozess auch Leute mit entsprechender krimineller Energie anlocken würde und dass wie immer der Teufel im Detail wohnt, ist auch klar aber auch, dass nicht jedes Problem vorab gedanklich gelöst werden muss. Wenn der Grundgedanke gut ist, werden sich auch Wege finden, die dann auftauchenden Probleme zu lösen."

15.09.13 16:43
dlaniar 

Administrator

Re: Anmerkungen, Kommentare und Diskussion zu der Natürlichen Ökonomie des Lebens

Ich hatte diesen Briefwechsel auch an Bernd Hückstädt weiter geleitet. Von ihm bekam ich folgende Antwort:

Bernd Hückstädt:
Die Situation, dass Projekte abgebrochen werden oder Kunden nicht mehr bezahlen können, wird sich in der nächsten Zeit noch drastisch verschärfen. Dies sind die ganz logischen Folgen eines Geldsystems, wo das Geld durch Schulden geschaffen wird.

Und so wäre es bei Gradido, der Natürlichen Ökonomie des Lebens:

1. Nach wie vor gibt es Kredite und Geldanlagen. Es ist also weiterhin möglich, Reserven als Puffer anzulegen. Das Kreditsystem in der Natürliche Ökonomie des Lebens wird ja reichlich in meinem Buch beschrieben.

2. Dazu kommt das Recht auf bedingungslose Teilhabe bzw. ein aktives Grundeinkommen von 1000 Gradido pro Person pro Monat. Dabei hat jeder das Recht, sich bis zu 50 Stunden mit seinen Neigungen und Fähigkeiten in die Gemeinschaft einzubringen und 20 Gradido pro Stunde zu verdienen. Dieses Recht haben alle, also selbstverständlich auch die Familienmitglieder. Eine 4-köpfige Familie hat also das Recht auf 4000 Gradido aktives Grundeinkommen pro Monat.

3. Da viele Leute ein Interesse daran haben, den Wert ihres Geldes zu erhalten, und da dies durch die Vergabe zinslose Kredite möglich ist, wird auch das Kreditangebot sehr hoch sein. Falls alle Stränge reißen, wird es also leicht sein, Liquiditäts-Lücken mit einem zinslosen Kredit zu überbrücken.

4. Durch den Wegfall von Zinsen, Steuern und Pflichtversicherungen sind die Kosten insgesamt deutlich geringer. Damit ist auch das betriebliche Risiko geringer.


Ich könnte jetzt noch über eine ganze Menge positive Effekte referieren. Doch ich denke, dies reicht für den Anfang um das Argument zu entkräften.

Unten habe ich noch das Stichwort »Großkredite« gelesen. Diese funktionieren genauso wie kleine Kredite, nur dass gegebenenfalls mehrere Kreditgeber über ein Kreditinstitut zusammengeführt werden.

Zuletzt bearbeitet am 13.06.14 08:16

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