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Bio-Landwirtschaft
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04.09.12 10:11
dlaniar 

Administrator

Bio-Landwirtschaft

Denkanstoß 7 überreicht durch:
Projekt Eine andere Welt - wie denn?


Drei Argumente für Vielfalt

    1. Das Abfallprodukt der Atomnutzung, Plutonium, braucht Jahrtausende, um sich
    abzubauen. Gentechnisch veränderte Organismen bauen sich nicht ab. Einmal freigesetzt, vermehren sie sich. Wie das alle lebenden Organismen tun. (Aus einem Vortrag von Hubert Weigert, dem Vorsitzenden des BUND)

    2. Vor diesem Hintergrund fasst der Vorstand
    des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising seine
    Ablehnung gentechnisch veränderter Pflanzen in diese Worte: "Wo es keinen Ausstieg gibt, verbietet sich der Einstieg."

    3. Die Vielfalt der Züchtungen, die Bauern in aller Welt den jeweiligen Umweltbedingungen angepasst, hervorgebracht haben, ist bedroht durch die Einfalt, mit der Konzerne profitorientiert ihre Interessen durchzusetzen versuchen.


José Lutzenberger zu Bio-Landwirtschaft

Bio-Landwirtschaft

"Es wird argumentiert, dass die indianischen Bauern in Chiapas, die gerade für ihr Überleben gegen die NAFTA, den nordamerikanischen gemeinsamen Markt, rebellieren, rückständig seien. Sie produzieren nur zwei Tonnen Mais pro Hektar gegenüber sechs Tonnen auf modernen mexikanischen Plantagen.

Aber dies ist nur eine Seite der Medaille: Die moderne Plantage produziert sechs Tonnen pro Hektar, und das ist alles. Aber der Indianer erzeugt auf derselben Hektarfläche eine gemischte Ernte — um die Maisstangen kletternde Bohnenpflanzen, Obst und Kürbisse, Süßkartoffeln, Tomaten und mehrere Gemüsesorten, Früchte und medizinische Kräuter. Auf derselben Hektarfläche füttert er seine Kälber und Hühner. Er produziert leicht fünfzehn Tonnen Nahrungsmittel pro Hektar, und all dies ohne kommerzielle Düngemittel oder Pestizide und ohne Unterstützung durch eine Bank oder transnationale Unternehmen."


José Lutzenberger, Die Absurdität der modernen Landwirtschaft
in: Solarzeitalter Nr. 3/1999

Zuletzt bearbeitet am 06.10.12 06:20

06.09.12 11:03
alterego 

Re: Bio-Landwirtschaft

Dieser kleine Bericht aus dem Buch von José Lutzenberger sollte millionenfach versendet werden ! ! !

Die Lügen der modernen Landwirtschaft werden viel zu leichtgläubig geschluckt.

Wieviel Gift dazu auf die Äcker ausgebracht wird, wieviel Energie aufgewendet wird für Maschinen und Transport, wieviel Energie verwendet wird, den Kunstdünger herzustellen, und wie ruinös das alles für die Umwelt ist, wird doch ständig ausgeblendet aus dem Bewusstsein.

07.10.12 13:36
max 
Re: Bio-Landwirtschaft

Den Bericht finde ich wirklich gut für die Diskussion um die Landwirtschaft der Zukunft.

Die Forderung nach veganer Lebensweise, weil bei der herkömmlichen Wirtschaftsweise so viel Futter an das Vieh verfüttert wird, dass davon unzählige Menschen ernährt weren könnten, sollte nicht so radikal formuliert werden.

Wirklich traditionelle Landwirtschaft, wie sie von diesen Indianern in dem Bericht von José Lutzenberger betrieben wird und wie sie bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts auch in Westeuropa mehrheitlich betrieben wurde, kannte keine "Fleischproduktion" Es war eine Mischwirtschaft, in der Tiere eine sinnvolle Aufgabe hatten. Ideale Tier waren dann Ziegen, Schafe oder Kaninchen, die als reine Pflanzenfresser kaum Nahrungskonkurrenten des Menschen waren und Grünzeug fraßen, das vom Menschen nicht verwertbar war, wie das Gras von Magerwiesen für Ziegen und Schafe oder das "Unkraut" im Garten, mit dem die Kaninchen gefüttert wurden. Darüber würde ich gern mehr wissen.

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