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Anregungen für die 99 Prozent - als Saatkorn in dieser weltweiten Bewegung
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03.10.12 22:47
dlaniar 

Administrator

Anregungen für die 99 Prozent - als Saatkorn in dieser weltweiten Bewegung

Denkanstoß Nr. 30 überreicht durch:
Projekt Eine andere Welt – wie denn?
Ein anders Kassel - wie denn?
Saatkorn in der weltweiten 99-%-Bewegung
Treffen: In der Regel jeden 1. Samstag im Monat
Zeit: 9.30 bis 12.30 Uhr Ort: Querallee 40, Kassel


"Der Aufruhr der Ausgebildeten – Vom Arabischen Frühling zur Occupy-Bewegung" lautet der Titel des Buches von Wolfgang Kraushaar, erschienen im Verlag Hamburger Edition, 2012.
"Of the 1%, for the 1%, by the 1%" wählt Joseph Stiglitz als Titel für seinen Aufsatz in Vanity Fair. Er spielt an auf Abraham Lincolns Definition der Demokratie, die "Regierung des Volkes, für das Volk, durch das Volk" ist.
Die Occupy (Besetzt die Wall Street)-Bewegung hat aus Stiglitz' Titel abgeleitet: Demnach sind wir die 99 Prozent.

Wir im Projekt sind bescheidener. Wir verstehen uns als Saatkorn in dieser weltweiten Bewegung.
Und bieten diese Grundsätze als Orientierung an:


    1. Alle Menschen sind gleich wertvoll. Einmalig. Unwiederholbar.
    2. Alle Menschen sind von Natur aus bis ans Unendliche gehend verschieden voneinander.
    3. Manche Menschen verhalten sich unter ihrem Wert.
    4. Andere verhalten sich unter ihren Möglichkeiten
    5. Und wir alle verhalten uns unter den Notwendigkeiten.
    6. Auch das Eine Prozent besteht aus Menschen. Als solche sind sie des Einsehens, Einfühlens, Einlenkens fähig.
    7. Unsere Methoden sind gewaltfrei.
    Sollte es bei Kundgebungen zu Gewaltanwendung kommen,
    ist sie von unbezahlten oder bezahlten Provokateuren zu verantworten.


Auf dieser Grundlage bieten wir Ihnen die Möglichkeit, an jedem ersten Samstag im Monat bei unseren Treffen Ihre Vorstellungen, Wünsche, Träume, Kritik und Anregungen einzubringen.

Zuletzt bearbeitet am 07.10.12 16:52

04.10.12 00:36
dlaniar 

Administrator

Anregungen für die 99 Prozent - Aufruf von OCCUPY NORDHESSEN

Aufruf an die 99 Prozent in Deutschland!

Erarbeiten wir eine Agenda der 99%

zur Verwirklichung unserer globalen Verfassung: Der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

Bauen wir überall Occupy-Bürger(Innen)Foren auf
Vernetzen wir uns mit den Occupy-Gruppen weltweit

Die 99 und das 1 Prozent

Die soziale Sicherheit wird in den Industrieländern immer mehr abgebaut: Leiharbeit, Niedriglöhne, Altersarmut und Perspektivlosigkeit der Jugend greifen um sich. In einigen europäischen Ländern trifft das schon große Teile der Gesellschaft! Und das, obwohl die Welt immer reicher wird. Aber der wachsende Reichtum landet immer mehr in den Händen einer ganz kleinen Schicht unserer Gesellschaft! Diese Schicht, das Eine Prozent, hat zudem weltweit immer größeren Einfluss auf die politischen Entscheidungen, beeinflusst sie in seinem Sinne.

Die 99 Prozent müssen sich als Gegenkraft selbst basisdemokratisch und global organisieren

Viele von uns haben lange gedacht, es reicht, alle paar Jahre zur Wahl zu gehen; die werden schon das Richtige machen! Wir sehen jetzt, das reicht nicht mehr aus! Mit unserer jetzigen Kraft kommen wir gegen die Übermacht der herrschenden Elite nicht an! Wir müssen uns kompetent machen, gemeinsam selbst zu regieren!

Diese Entwicklung spielt sich heute in der ganzen Welt ab. Und in Nordafrika, in Spanien und den USA, in Südafrika und vielen anderen Ländern hat die Bevölkerung angefangen, sich zu organisieren: Wir sind die 99 Prozent und wollen das Diktat des Einen Prozents nicht mehr hinnehmen! Wir wollen unser Recht, dass die Mehrheit in der Demokratie entscheidet, jetzt gemeinsam verteidigen oder erringen!

Diese Bewegungen sind eine große Hoffnung! Wir halten sie für dringend nötig und wollen uns in Deutschland an dieser globalen Bewegung beteiligen! Wir wollen nach dem Ende der Camps die Occupy-Bewegung nun auf stabile organisatorische Füße stellen. Wir laden alle ein, das mit uns zu tun! Wir wollen ein deutsches basisdemokratisches Netzwerk schaffen und mit den Occupy-Gruppen in Europa und weltweit zusammenarbeiten.

Menschwürdiges Leben verteidigen und weltweit für alle durchsetzen!

Wir treten dafür ein, unsere Rechte aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zu verteidigen (u.a. das Menschrecht auf menschwürdige Arbeit und soziale Sicherheit und auf Frieden) und setzen uns dafür ein, dass diese Rechte für alle Menschen weltweit verwirklicht werden. Wir wollen das als 99 Prozent das Recht durchsetzen, das alle von uns seit 1948 haben, aber das bisher nicht umgesetzt ist: „Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.“ (Artikel 28, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte).

Zuletzt bearbeitet am 04.10.12 00:44

04.10.12 23:53
dlaniar 

Administrator

Anregungen für die 99 Prozent - Aufruf von OCCUPY NORDHESSEN zum Download

Wir sind dagegen, dass immer mehr Konflikte mit militärischen Mitteln gelöst werden sollen, dabei immer mehr Menschen ihr Leben verlieren und immer mehr Chaos entsteht. Die ungeheuren Steuermittel, die dafür aufgewendet werden, braucht die Welt zudem dringend für ihre soziale Entwicklung!

Und wir treten angesichts der gefährlichen Verstärkung des Klimawandels und der Atomkatastrophen, die beide die natürlichen Grundlage des Lebens gefährden, für einen raschen Umbau unserer Lebens- und Wirtschaftsweise ein!

Den Wandel kann die Weltbevölkerung nur gemeinsam schaffen, innere Kämpfe schwächen nur!

Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus sind menschenunwürdig und führen in die Irre, wir brauchen heute die Zusammenarbeit mit den Menschen aller Religionen, Hautfarben und Nationen! Wir treten ein gegen alle Versuche, Minderheiten, Andersgläubige oder Andersdenkende als Sündenböcke für die Krise aufzubauen und gegen sie Hass und Feindlichkeit zu schüren. Wir suchen stattdessen die Zusammenarbeit mit Menschen aller Religionen und Weltanschauungen, aller Hautfarben und Nationalitäten!

Wir treten ein gegen das Aufwiegeln der europäischen Völker gegeneinander! Wir wollen stattdessen, dass Europa ausgebaut wird zu einem demokratischen, sozialen, ökologischen und friedlichen Europa. Wir sehen Europa dabei nicht als Konkurrenz zu den USA, Japan, Indien, Russland oder China, sondern als gleichberechtigter Partner! Als Anwalt der Errungenschaften der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die die weltweite Zusammenarbeit verlangt! Wir wollen allen Ländern und Staatenbündnissen eine gleichberechtigte und solidarische Zusammenarbeit anbieten für die Schaffung von menschenwürdigem Leben für alle auf der Erde! Und wir wollen dazu beitragen, alle Konflikte ausschließlich mit friedlichen Mitteln zu lösen!

Überall, in jedem Dorf, jeder Stadt: Occupy-Basisgruppen schaffen und sich vernetzen


All dies können wir nur anpacken, wenn ganz viele Menschen jetzt aktiv werden und lernen gemeinsam als 99 Prozent Verantwortung für die Gestaltung unserer Zukunft zu übernehmen! Wir wollen in Deutschland mit dem Aufbau von Occupy-Bürger(Innen)foren beginnen, die allen Interessierten die Mitarbeit ermöglichen! Wir hoffen, dass sich Menschen für diese Ziele überall in den Städten und Dörfern, Schulen, Betrieben und den Universitäten organisieren und die 99 Prozent motivieren und zusammenschließen! Diese Bürger(Innen)Foren sollen den Bürgerinnen und Bürgern helfen, ihre Interessen zu verteidigen, die gegenwärtigen Probleme besser zu verstehen, ihre Meinungen auszutauschen und Aktionen für Veränderungen zu organisieren. Als Gegenlobby gegen das Eine Prozent!

Die Alternativen der 99 Prozent
Die 99 Prozent sollten dazu basisdemokratisch für alle politischen Ebenen, von der lokalen bis zur globalen Ebene, Alternativprogramme ausarbeiten: Die Alternativen der 99 Prozent! Dazu sollten wir den Dialog auch mit den gewählten politischen Vertretern auf allen Ebenen suchen; dann wird sich dort der Spreu vom Weizen trennen. Die 99 Prozent werden dann sehen, wer sie vertritt und wer das Eine Prozent vertritt und ihre Wahlentscheidungen danach ausrichten.
Packen wir es solidarisch an!
(Diesen Aufruf hat die Initiative Occupy Nordhessen beschlossen, er kann in Zukunft noch verbessert werden.)


Dieser Aufruf kann als Pdf und in einer eher ansprechenden Form hier heruntergeladen werden, damit er möglichst weit verbreitet wird.
http://www.pachizefalos.de/texte/Aufruf-...-99-Prozent.pdf


Zuletzt bearbeitet am 04.10.12 23:56

05.10.12 05:09
dlaniar 

Administrator

Aufruf von OCCUPY NORDHESSEN - Den ersten Satz zum Thema Krieg finde ich unmöglich

Zitieren:
Wir sind dagegen, dass immer mehr Konflikte mit militärischen Mitteln gelöst werden sollen, dabei immer mehr Menschen ihr Leben verlieren und immer mehr Chaos entsteht. Die ungeheuren Steuermittel, die dafür aufgewendet werden, braucht die Welt zudem dringend für ihre soziale Entwicklung!

Glücklicherweise ist es nicht einmal so, dass immer mehr Konflikte mit militärischen Mitteln gelöst werden sollen. Aber die Einschätzung der Häufigkeit ist nicht das, was ich wirklich geändert haben möchte.

Meiner Meinung nach ist es überhaupt nicht möglich, irgend welche Konflikte mit militärischen Mitteln zu lösen

Jede Gewalt erzeugt Gegengewalt.

Jeder Krieg schafft mehr neues Leid, mehr Hass und Verbitterung und ist deshalb die Voraussetzung für den nächsten.

Jeder Verlierer ist gedemütigt. Jede Demütigung erhöht die Wut im Bauch.,



Die Kriegstreiberei der Leute um Bush, Cheney und auch heute um Obama ist in seinen Konsequenzen wohl weitaus schlimmer als alle Gewalttaten, die mit Höchststrafen belegt werden. Trotzdem werden gewählte Regierungen selten für ihren Bockmist bestraft. Da gilt immer noch, was Talleyrand gesagt hatte:

"Hochverrat ist eine Frage des Datums"
(Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord, 1745 - 1838)

Aber das beschreibt auch nur die Oberfläche. Warum ein Politiker so wenig Mitgefühl hat, dass er bereit ist, Massenvernichtungswaffen einzusetzen zur Zerstörung eines kaum noch menschlich gesehenen "Feindes", kann nur verstanden werden auf dem Hintergrund der jeweiligen Kindheitsgeschichte.

Das durch die eigene Sozialisation erworben Verhaltensschema kann man aus der Sicht des Kindes von damals so beschreiben: Der kleine Mensch, der immer gehorchen musste, will auch einmal die Macht haben. Und weil die schmerzhaften Erfahrungen der eigenen Geschichte verdrängt und unbewusst sind, und weil die Verdrängung einherging mit einer Akzeptanz und Rechtfertigung der eigenen Peiniger, kann sich die dennoch vorhandene Wut nur Raum schaffen durch die Suche nach Sündenböcken. Die ursprünglichen Auslöser der Wut, die Eltern, werden so geschützt. Sie haben damals ja schließlich (so hatte es sich damals das bedrängte Kind nachträglich zurecht gelegt,) "ihren berechtigten Zorn" gegen das ungehorsame, "böse" Kind gehabt, und so war es ihnen ja auch gesagt worden.

So wie damals Eltern ihre Wut an ihren Kindern ausließen und die Kinder verantwortlich machten für ihre Wut, wird jetzt das Verhalten der "Feinde" als Vorwand benutzt, die eigene Wut auszuagieren im Kampf gegen das Böse, so wie Hitler gegen die Juden wüten musste, Stalin gegen Kosmopoliten, Mao gegen Konterrevolutionäre.(Alice Miller) Und in unserer Gesellschaft finden diese Herren immer genügend geknechtete "Kinder", die sich willig in solche sinnlosen Kriege schicken lassen weil auch sie mit Strafen "erzogen" wurden und Gewalt hinzunehmen gewohnt sind.





Der Hypnosedoktor Norbert Preetz erzählt dazu gern folgende Geschichte:



Zuletzt bearbeitet am 05.10.12 15:39

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