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Gesellschaftliche Veränderungen - Was ist dafür nötig?
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31.05.14 12:55
dlaniar 

Administrator

Gesellschaftliche Veränderungen - Was ist dafür nötig?



Aus desem Satz spricht das Leid des hochsensiblen Menschen Albert Einstein, der an der Dummheit der Mitmenshen gelitten hat. Ich füge daher auch den anderen Spruch von Einstein ein, der sehr berühmt geworden ist.



Aber auch bei diesen Sprüchen muss bedacht werden, dass Einstein nicht nur ein begnadetes Genie war, sondern auch ein Kind seiner Zeit, als das er diese Dinge nicht als veränderbar denken konnte. Er war sich wohl auch noch nicht wirklich darüber klar, in welch entsetzlichem Maß alle in unserer Kultur lebenden Menschen (Genies wie Einstein eingeschlossen, und natürlich auch ich selbst. Und du?) Produkt sind von einer mehr oder minder schrecklichen Kindererziehung und allgemeiner Propaganda.

Tucholsky schreibt dazu in dem unter die Haut gehenden Text :"Die brennende Lampe":

Kurt Tucholsky:
"Man hat ja noch niemals versucht, den Krieg ernsthaft zu bekämpfen. Man hat ja noch niemals alle Schulen und alle Kirchen, alle Kinos und alle Zeitungen für die Propaganda des Krieges gesperrt. Man weiß also gar nicht, wie eine Generation aussähe, die in der Luft eines gesunden und kampfesfreudigen, aber kriegablehnenden Pazifismus aufgewachsen ist. Das weiß man nicht. Man kennt nur staatlich verhetzte Jugend."
http://www.textlog.de/tucholsky-brennende-lampe.html

Man weiß auch nicht, wie Menschen sich entwickeln können in einem System von ökologisch und sozial verträglichem Geld wie dem Freigeld nach Gesell oder dem GRADIDO nach Hückstädt. Wir wissen auch nicht, wie weit dieses Wissen um die Verbiegung von Menschen in unserem System, von dem ich hier immer wieder schreibe, doch - möglicherweise sogar ziemlich bald - gelangen kann zu entscheidenden Menschen in diesem System . . . , damit es transformiert werden kann in ein akzeptabeles-

Tucholsky war da sicher noch gespalten, dass er schreiben konnte von einem kampfesfreudigen, aber kriegsablehnenden Pazifismus - wasch mich, aber mach mich nicht nass . . .

Pazifismus ist schon als Begriff gefährlich, weil er taugt zu einer Abgrenzung. Und kampfesfreudig und Pazifismus schließen sich aus. ich erinnere an Gandhi: Es gibt keinen Weg zum Frieden, Frieden ist der Weg.

Zuletzt bearbeitet am 14.06.14 16:27

06.06.14 22:29
dlaniar 

Administrator

Re: Gesellschaftliche Veränderungen - Was ist dafür nötig?



Das Wichtigste ist vielleicht, dass das Bewusstsein weiter verbreitet wird, dass der derzeitige Weg ein Irrweg ist.

Der Raubbau an der Natur wird hier und dort gemildert, insgesamt aber nicht gestoppt.

Die Geschwindigkeit des Geldwachstums bedingt ein ruionöses Wirtschaftswachstum weltweit, das sich Menschheit nicht lange leisten kann. Die ökologischen Fußstapfen gerade der Menschen in industrialisierten Ländern sind entschieden zu groß.

Die Gedanken von Frances Moore Lappé gehen noch weiter.

Die Veränderung der Verhältnisse auf der Erde ist nicht denkar ohne Bewusstseinsveränderungen von ausreichend vielen Menschen. Und in der Richtung tut sich viel auf der Welt. Das Buch von Frances Moore Lappé kann ich dazu sehr empfehlen.

07.06.14 11:31
alterego 

Was ist nötig für Gesellschaftliche Veränderungen ?

@ dlaniar

Hatte gestern Abend schon deinen Beitrag beantworten wollen, hatte schon angefangen, dann noch etwas in der Suchmschine gesucht und dann diese Fenster gleich mit geschlossen. Also auf ein Neues.

Der Gedanke von Frances Moore Lappé ist sehr schön! Danke!

Der macht so richtig deutlich, dass Veränderung nur bei mir selbst anfangen kann, und dass dazu aber enormer Bedarf ist in unserer auf Konkurrenz gepolten Gesellschaft, in der das Leugnen der eigenen Gefühle als "cool" und anstrebenswert gilt. Er wird aber den Verdrängern so kaum einleuchten.

14.06.14 04:55
dlaniar 

Administrator

Re: Gesellschaftliche Veränderungen - Was ist dafür nötig?

Die Veränderung des Geldsystems kann nur einhergehen mit dem Bemühen um Frieden.

Bemühen um Frieden geht nur bei mir selbst Ich kann mich bemühen, friedlich zu reagieren.

Mohandas Karamchand Gandhi, genannt Mahatma:

ES GIBT KEINEN WEG ZUM FRIEDEN. FRIEDEN IST DER WEG.


Wie weit es gut und richtig ist, andere zum Frieden aufzufordern, ist abhängig vom Ton der dabei herrscht.



Da habe ich gestern den Ausspruch des großen Einstein in dieser Form gestaltet, und weiß ganz genau, dass er gesagt hat: "Wir müssen".

Warum schreibe ich dann "wir sollten" ?

Weil ich niemandem zu nahe treten möchte und weiß, dass man niemanden zwingen sollte, weil Zwang nichts Gutes entstehen lassen kann. Weil ich das Wort "MÜSSEN" vermeiden will, wo immer das geht.

Dann bleibt die Frage: "Was ist besser ?"

Und ich weiß, glaube zu wissen, dass wir wohl keine andere Chance haben.





Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor

Zuletzt bearbeitet am 14.06.14 08:24

14.06.14 16:23
dlaniar 

Administrator

Re: Gesellschaftliche Veränderungen - Was ist dafür nötig?

Ich zitiere dazu noch weiter Einstein, der sich offensichtlich kaum denken konnte, dass Menschen es hinkriegen könnten, die Spirale der gegenseitigen Hochrüstung zu bremsen. Den Zusammenhang zwischen ungebremstem Wachstum des Geldes und den geführten Kriegen hat er vermutlich noch nicht erkannt.



An anderer Stelle wird folgendes überliefert:

Zitieren:
Albert Einstein wurde von einem Reporter in einem Interview angesprochen und gefragt: "Dr. Einstein, Sie sind auf der ganzen Welt als eines der größten Genies unseres Jahrhunderts anerkannt, vielleicht der menschlichen Geschichte. Der Umfang Ihres Denkens umfasst die Arbeitsweise vom kleinen Atom bis hin zum Universum. Sie haben erlebt, dass Ihre Entdeckungen das menschliche Leben sowohl weiterentwickeln und bereichern, als auch verstümmeln und zerstören können. Was ist Ihrer Meinung die wichtigste Frage, für die Menschheit heute? "

In bezeichnender Weise starrte Einstein für einen Augenblick in den Raum, und sah dann auf den Boden vor ihm. Schließlich blickte er zurück auf den Reporter und antwortete: "Ich denke, die wichtigste Frage der Menschheit ist: Ist das Universum ein freundlicher Ort? Dies ist die erste und grundlegende Frage, die müssen alle Menschen für sich selbst beantworten.

Denn wenn wir uns entscheiden, dass das Universum ein unfreundlicher Ort ist, dann werden wir unsere Technologie und unsere wissenschaftlichen Entdeckungen nutzen für die Sicherheit und Macht und größere Mauern bauen, um die Unfreundlichkeit abzuhalten, und größere Waffen, um alles zu zerstören, dass unfreundlich ist, und ich glaube, wir kommen so weit, wo die Technologie weit genug ist, uns entweder vollständig zu isolieren oder uns selbst in diesem Prozess zu zerstören.

Wenn wir uns entscheiden, dass das Universum weder freundlich noch unfreundlich und dass Gott im Wesentlichen "Würfel spielt mit dem Universum", dann sind wir einfach nur Opfer des zufälligen Wurfs der Würfel und unser Leben hat keinen wirklichen Zweck oder Bedeutung.

Aber wenn wir beschließen, dass das Universum ein freundlicher Ort ist, dann werden wir unsere Technologie, unsere wissenschaftlichen Entdeckungen und unsere natürlichen Ressourcen dazu verwenden, um Instrumente und Modelle zu schaffen, um das Universum zu verstehen. Denn Macht und Sicherheit werden durch das Verständnis seiner Funktionsweise und seiner Motive kommen .

Gott würfelt nicht mit dem Universum."

Ich befürchte, dass diese Überlegungen von Einstein nicht in der Lage sind, die Prägungen der lebenden Menschen hinreichend zu verändern, das diese aufhören, sich gegenseitig zu bekriegen.

14.06.14 19:19
beiden 
Re: Gesellschaftliche Veränderungen - Was ist dafür nötig?

Ich bin weder Einstein (anmaßend genug, das zu erwähnen), noch möchte ich mich zu den Dummen zählen - ich möchte dennoch zu dem Wachrütteln beitragen:

"wacht auf..."



    - in Achtsamkeit sich und die Mitmenschen in der eigenen Umgebung wahrnehmen,

    - die Hand reichen,

    - ins Gespräch kommen -

    - mit Empathie und gewaltfreier Kommunikation sich verständigen,

    - einander näher kommen,

    - Ängste wahrnehmen,

    - annehmen, um anders, menschlich damit umgehen zu können,


ohne sie zu leugnen, zu verdrängen, zu glauben, mit "Altbewährtem" oder cool-sein weiter kommen zu können...

Also eigene Ängste anschauen, zu hinterfragen, umsichtig nach neuen Wegen Ausschau halten, Weggefährtinnen finden, gemeinsam das "kreative Feld" nutzen... Ideen entwickeln, austauschen, sich einbringen -
wer macht mit???

15.06.14 01:48
dlaniar 

Administrator

Ich brauche aufrichtige Kritik . . .

@ beiden

Danke für für den Beitrag! Du sprichst mir quasi aus der Seele, also danke für die freundliche Weiterführung meiner Gedanken! Das ist eine schöne zusätzliche Unterstützung des Versuchs, selbst immer weiter etwas menschlicher zu werden und eine wesentliche Weiterführung der Gedanken.

Mir fällt es gar nicht leicht, darauf einzugehen. So wie viele meiner eigenen Texte und Grafiken ist es ein Appell, eine Aufforderung, die mich fragen lässt, ob ich dem auch entsprechen kann, und mich deshalb etwas einschüchtert.

Bist du sonst mit den Beiträgen von mir gleicher Meinung?

Ich brauche auch aufrichtige Kritik . . .

Zuletzt bearbeitet am 15.06.14 02:22

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