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Kymatica - den Film hast du wieder gelöscht, wieso?
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09.10.12 03:50
dlaniar 

Administrator

Re: Kymatica - den Film hast du wieder gelöscht, wieso?

Hallo beiden

beiden:
spannende Aussagen, auch ohne Film - die Argumentation ist klar und überzeugend.

Magst du das konkretisieren, welche Aussagen spannend sind und weshalb? Und welche Argumente für dich klar sind?

09.10.12 06:59
dlaniar 

Administrator

Kymatica - welchen Lösungsansatz bietet der Film?

ein Freund schrieb mir seine Einschätzung in einer Mail.

Zitieren:
Was ich in dem ersten Link wahrgenommen habe: Da ist einer auf dem Ego-Trip und sucht Gläubige.

Der Autor im ersten Link scheint mir zu der Kategorie der Raff-Egoisten zu gehören. Die Welt wird nach meinem Urteil aber vorangebracht von ihren Gegenparts, den Umweg-Egoisten. Und da sind manche Schriften aus den Sklavenhaltergesellschaften durchaus sinnvoll. Es kommt auf unsere Souveränität bei der kritischen Prüfung und Auswahl an. "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" steht im Alten Testament. Der Satz ist von dem Juden Jesus erweitert worden um "Liebet eure Feinde" und er ist problematisiert worden durch Max Frisch, dessen Romanfigur Stiller Schwierigkeiten mit der "Selbstannahme" hat. Um den Nächsten und gar den Feind lieben zu können, komme ich nicht umhin, mich selbst erst einmal anzunehmen. Blaise Pascal sagt dazu: "Welche Chimäre ist doch der Mensch! Welch Unerhörtes, welch Ungeheuer, welch Chaos, welch widersprüchliches Wesen, welch Wunder!"

Dem Herrn Pascal kann ich aber auch nur sagen: "Du kennst wohl nur Menschen, die aufgewachsen sind in einem auf Strafen und Konkurrenz und Misstrauen aufgebauten System." Diese Menschen sind nicht so geboren, man hat sie so geformt.

Der Film in dem youtube-Link unten ist wohl immer noch nicht das beste, was möglich wäre, aber ich stelle ihn hier noch einmal ein, weil man dort deutlich sehen kann, dass Kinder sich anders entwickeln unter anderen Bedingungen. Kein Kind will gewalttätig sein oder werden. Es wird es nur dann, wenn es Gewalt erlebt und erfährt und keine andere Möglichkeit kennen lernt, eigene Bedürfnisse zu vertreten. Jeder Gewaltausbruch ist der unglückliche Versuch, das Bedürfnis durchzusetzen, akzeptiert und wertgeschätzt zu werden oder auch einfach nur in Frieden gelassen zu werden . . .

http://www.youtube.com/watch?v=Y3nR8op9hNg

Ein schönes Beispiel dazu ist auch hier zu lesen:

http://www.pachizefalos.de/forum/thread....15&thread=7



Zuletzt bearbeitet am 09.10.12 09:38

10.10.12 13:48
beiden 
Re: Kymatica - den Film hast du wieder gelöscht, wieso?

Ja - das Konkretere: Alte Texte nehmen mich mit auf eine Zeitreise und können mich ahnen lassen, wie es damals gewesen sein mag. Dann zurück zur Jetztzeit - was ist anders, besser, schwieriger...? Die Suche nach Antworten, wie unsere Welt zu der wurde, die sie jetzt ist und was ich mir dabei anders /besser wünsche bringt mich wieder zu der Frage, was ist änderbar und wo fange ich bei mir damit an.

Wenn ich um die Konsequenzen für das Aufwachsen in hierarchischen Strukturen bezogen auf Friedfertigkeit / Gewalt und um die eingeschränkten Chancen für ein liebevolles Aufwachsen in einer Sicherheit, Geborgenheit und Glück ermöglichenden Atmosphäre für das Aufwachsen in hierarchischen Strukturen weiß, würde ich sie am liebsten abschaffen wollen. Doch was kann ich ändern?

Bleibt bei mir selbst zu schauen: die Möglichkeiten der Gewaltfreien Kommunikation nutzen, im Team die Voraussetzungen schaffen für die Entfaltung des kreativen Feldes/ wo jede/r sich seinen Fähigkeiten entsprechend einbringen kann, mich als einzigartig und individuell wahrnehmen, um auch die Individualtät und Einzigartigkeit der Anderen wahrnehmen und wertschätzen zu können...

Dazu möchte ich auch auf Rumi verweisen und frei erinnernd einladen, "einfach" Mensch zu sein, egal woher kommend, wohin gehend. Auch wenn das idealistisch klingen mag, mein Gefühl bestätigt mir, dass es mir gut tut, so Mensch zu sein und Mensch wahrzunehmen. Vielleicht ist es das, was Jean Liedloff bei den Yekwana kennen- und schätzengelernt hatte: Willkommen zu sein, so wie Mensch ist - eingebunden in eine Gemeinschaft und sich individuell entfalten könnend.

p.s. In der Sonderschule gab es Förderpläne, die dieses Ziel beinhalteten - dabei würde es jedem gut tun, so individuell wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden. Mit dieser Hoffnung lebe ich.

Gibt es jemanden, der aus der Außenwelt sich dazu äußern mag? Das finde ich spannend..ob und wie und/oder überhaupt?

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