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Oppositionsparteien ein Jahr vor der Wahl
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07.08.12 01:22
dlaniar 

Administrator

Oppositionsparteien ein Jahr vor der Wahl

Projekt Eine andere Welt – wie denn?
Denkanstoß Nr. 29


SPD-Linke, Bündnisgrüne und Linke arbeiten im Institut solidarische Moderne (ISM), um bei der Bundestagswahl 2013 die Vorherrschaft des neoliberalen Aberglaubens zu beenden.
Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat dem ISM zwei Maßvorlagen geliefert: "Arbeit darf nie wieder so abgewertet werden, wie das in den vergangenen Jahren geschehen ist." Und: "Es geht nicht um marktkonforme Demokratie, es geht um einen demokratieverträglichen Markt."
Wer in diesen beiden Sätzen nicht erkennt, dass die 'linke' der beiden Volksparteien dabei ist, wieder zu sich zu kommen, dem ist nicht zu helfen. Darüber hinaus steckt in dem zweiten Satz eine Kampfansage an die Kanzlerin, von der in den Medien behauptet wird, sie sei nicht zu knacken.

Das ISM ist auf der Suche nach einer "Großen Erzählung" noch nicht fündig geworden. Ob es sich auf die Sprünge helfen lässt?
1. Am Thema Arbeit kann es den Vorsitzenden beim Wort nehmen: Die im Denkanstoß 27 umrissene Lage auf dem regulären, prekären und Hartz-IV-Arbeits-markt verstößt in jederlei Hinsicht gegen Artikel 1 des Grundgesetzes: "Die Würde des Menschen ist unantastbar."
Realwirtschaft und Opposition könnten zu einem Bündnis finden, das dem wohlverstandenen Eigen-interesse beider Seiten gerecht würde: Die Entwicklung in Richtung Sklaverei könnte umgekehrt werden. Denn: Der Unterdrücker soll immer daran denken, dass er selbst mit unten bleibt. Artikel 1 gilt auch für ihn.
2. Zum wohlverstandenen Eigeninteresse hat sich ein Kenner der Realwirtschaft schon 2006 geäußert: Die Attac-Forderung nach Besteuerung von Finanz-transaktionen sei viel zu harmlos. Abgeschafft gehöre dieser Sektor.
Dies wäre ganz im Sinne eines (nicht mehr im Amt befindlichen) – aber lernfähigen – Sozialdemokraten, der sagt, die Finanzierung öffentlicher Aufgaben sei von einem System zu organisieren, das sich an dem System der Genossenschaftsbanken und Sparkassen orientiere. Erwirtschaftete Zinsen flössen dann in die Öffentlichen, demokratisch kontrollierten Haushalte.

07.08.12 01:25
alterego 

Re: Oppositionsparteien ein Jahr vor der Wahl


    Wer in diesen beiden Sätzen nicht erkennt, dass die 'linke' der beiden Volksparteien dabei ist, wieder zu sich zu kommen, dem ist nicht zu helfen.


Wenn denn gewählte Leute tun täten was sie so sagen . . .

Wer die Ochsentour durchgestanden hat, in unserem Wahlsystem so weit nach oben zu kommen, muss sich mehr oder weniger so verhalten, wie Talleyrand sagte: "Worte sind da, die Gedanken zu verbergen." Noch richtiger müsste es wohl heißen: Der Verstand kennt meine Absicht nicht, oder wie Schopenhauer schon erkannte: Der Mensch kann nicht wollen wollen.

Für mich stellt sich allerdings die Frage, wieweit für Spitzenmanager in Politik oder Wirtschaft der Weg an die Spitze überhaupt als "Ochsentour" wahrgenommen wird oder wahrgenommen werden kann. Wenn ich das Kindergarten-Gerangel in den Parlamenten beobachte, habe ich selten den Eindruck, dass dort Leute agieren, die sich dessen bewusst wären, wie sie die Leute geworden sind, deren Rolle sie uns dort vorspielen.

Wer sich die Spitze erkämpft hat, hat gezeigt, dass ihm das sehr wichtig ist. Wer da nicht machtsüchtig wäre, würde von Leuten verdrängt, die es sind.

Ich möchte es mir abgewöhnen, auf die Worte von Süchtigen zu bauen.

Wer in unserem hierarchischen System so weit nach oben gekommen ist, ist zwar immer noch ein Mensch, aber dass er in einer Art vorweg eilenden Gehorsams schließlich doch tut, was "die Märkte" und ihre Presse wollen, ist doch wahrscheinlicher als alles andere. Da werden uns Sachzwänge suggeriert, die dann eben nicht mehr bedingt sind durch die Bedürfnisse der Bevölkerung.

Das gilt allerdings nicht mehr, wenn wirklich eine breite Bewegung für die neuen Gedanken entsteht.

Und das ist ja wohl das Anliegen des Projekts Eine andere Welt - Wie denn?

Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun . . . verändert sich die Welt.

www.praevention.at/upload/documentbox/Mu...tes_Konzept.pdf
Mündigkeit - ein überholtes Konzept?

07.08.12 01:27
derda 
Ja, Opportunisten sind das allemal

wirklich tun, was die Leute wollen, werden die erst dann, wenn du denen sagen kannst, dass du ein Netzwerk hinter dir hast mit 2 Mio Teilnehmern.

07.08.12 01:29
dlaniar 

Administrator

Re: Oppositionsparteien ein Jahr vor der Wahl



Wir brauchen ein Wahlsystem, das ohne Kampf auskommt, und das keine Verlierer kennt.

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